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Songs Und Ihre Hintergründe:
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raptor
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 Re: Songs Und Ihre Hintergründe:
"Simple Minds": "Belfast Child"Jahr: 1989 Die Vorstellung fällt schwer, wie es wohl in den 70ern und 80ern während der schlimmen Phase des Nordirlandkonflikts in Belfast gewesen ist. Fährt man heute durch Belfast, fällt die Vergangenheit der Stadt gar nicht auf. Das Leben pulsiert in der Innenstadt wie in den anderen Städten Irlands auch. Man muss schon in die Vororte fahren, in denen das Erbe noch deutlich sichtbar ist, vor allem an den allgegenwärtigen "Murals", den Wandzeichnungen, die die religiöse und politische Ausrichtung der jeweiligen Gegend demonstrieren. Und in manchen dieser Vororte, dort wo die Wohnviertel der beiden Religionsgruppen, der Katholiken und der Protestanten, direkt aneinander grenzen, sind auch heute noch die unterschwelligen und manchmal auch noch kurz aufflackernden alten Ressentiments und der alte Hass zu bemerken. Trotz allem, wie gesagt, kein Vergleich zum Belfast von damals, der Zeit des Terrors und der Bomben und der offenen Gewalt, die heute im englischen Sprachraum "the Troubles", die Unruhen, genannt wird. "Belfast Child" ist einer der vielen Songs, die vom Nordirlandkonflikt handeln. Anders als zum Beispiel Sunday, Bloody Sunday von U2 bezieht sich "Belfast Child" nicht auf ein besonderes Ereignis. Es ist mehr eine atmosphärische Beschreibung des Zustands der Stadt. Das "Belfast Child" ist hier als Metapher zu verstehen für die Kinder der Stadt, und damit verbunden die kindliche Unschuld, die unter dem Bürgerkrieg am meisten leidet. Dass diese Kinderstimmen ruhig sind und nicht mehr singen, nicht mehr lärmen, macht Belfast zu einem Ort der gespenstischen Stille; ein Ort der nicht mehr lebt, und an dem man nicht mehr leben möchte, und ein Ort aus dem man fliehen will. Der Schluss macht dann doch noch Hoffnung: "one day we'll return here, when the Belfast child sings again". Die "Simple Minds" werden für diesen Song aber auch oft kritisiert. Er würde allzu pathetisch und emotional daherkommen, der Liedtext sei dabei nicht tiefgründig, sondern klischeehaft, und außerdem wüssten die "Simple Minds" als schottische Band nichts davon, was in Belfast wirklich vorgehe. Dabei tut man der Band sicherlich Unrecht, denn es war ihnen damals ein echtes Anliegen, der Betroffenheit über diesen mitten in Europa tobenden Konflikt Ausdruck zu geben. Der Kopf und Sänger der Gruppe Jim Kerr sagt dazu in einem Interview: "We were inspired by the likes of Peter Gabriel and Robert Wyatt, who were doing great music with questions at its heart. If you have any kind of career at this level there'll be a time when you write about what you perceive as the issues of your time." (1) (Wir wurden durch Künstler wie Peter Gabriel und Robert Wyatt inspiriert, die tolle Musik machten und dabei Fragen aufwarfen. Irgendwann in deiner Karriere kommt eine Zeit, in der du über das schreibst was du als brennende Fragen deiner Zeit ansiehst.) Außerdem lässt man dabei außer Acht, dass der Song "Belfast Child" eingebettet war in das Album "Street Fighting Years", das sich nicht nur im Song "Belfast Child" mit aktuellen Konflikten und Menschenrechtsverletzungen auseinander setzte. Der Titelsong "Street Fighting Years" ist dem vom Regime ermordeten chilenischen Sänger Victor Jara gewidmet, und sowohl "Mandela Day" wie das Cover von Peter Gabriels "Biko" beschäftigen sich mit dem Apardheitsregime Südafrikas. Hinzu kommt, dass Jim Kerr, wie er im gleichen Interview wie oben sagt, familiäre Verbindungen nach Nordirland hat ("I'm from Glasgow, but my father's family are from Northern Ireland.") und somit sicherlich auch eine persönliche Betroffenheit spürt. Schließlich haben sich die Simple Minds musikalisch auch noch um Authentizität bemüht, indem sie als Melodie ein bekanntes irisches Vokslied mit dem Titel "She moved through the fair" verwendet haben. Diese Melodie soll angeblich ihre Ursprünge im Mittelalter haben. Sie hat einen sehr ruhigen, getragenen und etwas melancholischen Charakter, was auch die entsprechende Stimmung im "Belfast Child" erklärt. Irische Anklänge finden sich aber auch in der Verwendung der für die irische Volksmusik so typischen Flöte in den Zwischenspielen und dem vom irischen Schlaginstrument Bodhran gespielten Trommelrhythmus, der dem langen Instrumentalteil in der Mitte zu Grunde liegt. Dieser Rhythmus besitzt gleichzeitig noch einen drohenden, fast militärischen Charakter, wodurch sich der Kreis zur politischen Thematik wieder schließt. Quelle: http://www.jochenscheytt.de/popsongs/belfastchild.html
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| Fr 12. Jun 2009, 01:14 |
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raptor
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 Re: Songs Und Ihre Hintergründe:
“The Beatles”: “All You Need Is Love”Jahr: 1967 "All you need is love" war sozusagen eine Auftragskomposition. John Lennon ist sich in Nachhinein zwar nicht ganz sicher gewesen, ob er das Lied neu geschrieben hat, oder Material verwendet hat, das sowieso gerade in Arbeit war. Der Auftrag war auf jeden Fall, für "Our World", die erste Fernsehsendung, die live über Satellit übertragen wurde, und somit in 24 Ländern schätzungsweise von 300 - 400 Millionen Menschen gesehen werden konnte, einen Song zu komponieren und damit England zu vertreten. Teil der Aufgabe war damit auch, einen Text zu schreiben, der sozusagen universell verständlich war. Diese Aufgabe hat Lennon sicherlich grandios gelöst. In Erinnerung sind die Bilder der Beatles als lebende Litfasssäulen, die diese Botschaft - dass wir nur die Liebe brauchen - in viele Sprachen übersetzt in die Welt hinaustrugen.  Vielleicht war es diese Idee des Völkerumspannenden, Weltverbindenden, die George Martin, den Produzenten der Beatles, dazu brachte, in das Stück am Anfang und Schluss verschiedene Zitate europäischer und amerikanischer Musik einzuflechten. Er tat das am Schluss in der für ihn typischen Collagetechnik und ohne die aktive Beteiligung der Beatles. Am Anfang hören wir die ersten drei Takte der französischen Nationalhymne, der Marseillaise. Am Schluss sind in die Klangcollage verschiedene Fetzen von fremden und beatleseigenen Musiktiteln eingebettet. Dies wären im einzelnen in der Reihenfolge des Auftretens: Johann Sebastian Bach: Zweistimmige Invention für Klavier, F-Dur, BWV 779, hier allerdings von einer Trompete gespielt. Joe Garland: "In the mood" in der durch Glenn Miller bekannten Version. Es handelt sich dabei um die Einleitungstakte vor dem eigentlichen Thema im Saxophonsatz. "She loves you", ein früher Hit der Beatles "Yesterday" "Greensleeves", ein altes englisches Volkslied als einstimmige Streichermelodie Mit diesem Song schrieben die Beatles wahrscheinlich ungewollt eine der Hymnen der Love and Peace-Generation, deren Lebensgefühl sie mit der Refrainzeile voll trafen. Quelle: http://www.jochenscheytt.de/popsongs/allyouneedislove.html
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raptor
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 Re: Songs Und Ihre Hintergründe:
„Kelly Rowland“: „Stole“Jahr: 2003 "Stole" ist ein Song, der sich mit der Problematik der Gewalt an Schulen, und hier speziell mit den in den USA häufiger vorkommenden Amokläufen von Schülern an Schulen beschäftigt. In "Stole" schildert Kelly Rowland das Schicksal zweier Schüler, deren Leben von einem Mitschüler sozusagen gestohlen wird, indem sie von ihm erschossen werden. Der namenlose Täter wird im Song als ruhig, unauffällig, intelligent und rücksichtsvoll beschrieben, er wird allerdings auch von seinen Mitschülern schikaniert und geschnitten. Eines Tages läuft er in das Klassenzimmer mit einer Pistole, wobei sich der Songtext über das, was anschließend passiert, nicht auslässt. Kelly Rowland richtet ihren Blick aber nicht nur auf den Täter und seine Motive, sondern auch auf die Opfer, denen die Chance auf eine eventuell viel versprechende Zukunft genommen wird. Sie spricht aber auch die Teilnahmslosigkeit, beziehungsweise Untätigkeit der Gesellschaft an, die nichts unternimmt, oft wegsieht, wenn Menschen gedemütigt werden. "Now I wish I would have talked to him, gave him the time of day, not turn away. If I would have been the one to maybe go this far, he might have stayed at home playing angry chords on his guitar." Sie gibt sich stellvertretend selbst eine Mitschuld, indem sie nicht versucht hat, zu diesem Menschen vorzudringen. Hintergrund Der Hintergrund sind Taten, die in den letzten Jahren die Welt bewegt haben, wie zum Beispiel das Massaker von Littleton, oder ähnliche, unfassbare Taten von jungen Menschen, die vorher keine Anzeichen einer potentiellen Gewalttätigkeit gezeigt haben. Tieferliegende Probleme sind wohl die universelle Verfügbarkeit von Waffen in den USA, die auf die amerikanische Geschichte zurückzuführen ist und an der sich auch durch solche grausame Taten dank einer einflussreichen Waffenlobby nichts geändert hat. Auch die Sprachlosigkeit, die Isolation, in die sich die späteren Täter zurückziehen, ist ein großes Problem, dem sich die Gesellschaft noch ziemlich hilflos gegenübersteht. Oft können die Jugendlichen die Realität nicht mehr von ihrer Traumwelt - oft genug durch entsprechende Computerspiele geprägt - unterscheiden. Das Video Das zum Song passende Video zeigt jedoch eine etwas andere Geschichte, die eher einen Selbstmord des Jungen impliziert. Diese Abweichung vom Songtext dürfte wohl darin begründet sein, dass man nicht durch eine filmische Darstellung eines Massakers in einer Schule Nachahmungstätern als Vorbild dienen wollte. Anmerkungen Einige Anmerkungen zum Songtext: his father's nine - gemeint ist hier eine 9mm Pistole Mann's Chinese Theater ist ein Theater in Hollywood, Los Angeles, das erst seit 1973 so heißt. Als Grauman's Chinese Theater war es ab 1927 Ort vieler Filmpremieren und Galas. Berühmt ist es wegen seines Vorhofs, in dem viele Hollywoodstars ihre Hand- und Fußabdrücke verewigt haben. Für mehr Informationen: Grauman's Chinese Theatre Sixers - die Sixers sind die Philadelphia Seventy-sixers, ein Basketballteam. Kobe - Kobe Bryant ist ein Basketballspieler bei den L.A. Lakers. Ein anderer Song, der sich mit dieser Thematik befasst, ist I don't like Mondays von den Boomtown Rats. Kelly Rowland Kelly Rowland war Teil der texanischen Band "Destiny's Child", die zuerst als Quartett und ab 2000 als Trio in der Musikszene erfolgreich war. Quelle: http://www.jochenscheytt.de/popsongs/stole.html
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raptor
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 Re: Songs Und Ihre Hintergründe:
"Stevie Wonder": "Happy Birthday"Jahr: 1980 Als der amerikanische Präsident Ronald Reagan im Jahr 1983 einen Gesetzentwurf unterzeichnete, der den jeweils dritten Montag im Januar zum nationalen Gedenktag für Dr. Martin Luther King erklärte, war die amerikanische Bürgerrechtsbewegung am Ende eines langen Kampfes angekommen. 15 lange Jahre hatten die Schwarzen um diese Anerkennung gerungen, hatten mit allen Mitteln versucht, sie gesellschaftlich und politisch durchzusetzen. Seinen Teil zu diesem Kampf hatte auch Stevie Wonder beigetragen, der auf der LP "Hotter than July" den Song "Happy Birthday" veröffentlicht hatte, in dem er vehement diesen Gedenktag einforderte. Im Liedtext sagt er: "Ich habe noch nie verstanden, wie ein Mann, der für das Gute starb, nicht einen Tag bekommen kann, der für seine Wertschätzung und Erinnerung reserviert ist." Stevie Wonder fordert, dass an diesem Tag gleichzeitig auch der Weltfrieden gefeiert werden soll. Dr. Martin Luther King stand wie kein anderer für friedlichen Protest und starb trotzdem gewaltsam. Er hatte seit Ende der 50er Jahre stetig und konsequent für die Rechte der Schwarzen vor allem in den damals noch rassistischen Südstaaten der USA gekämpft. Höhepunkt dieser friedlichen Proteste war der Marsch auf Washington im Jahr 1963 mit der beühmten Rede vor dem Lincoln Memorial, die in den Sätzen "I have a dream" gipfelte, in denen er eine friedliche, freundschaftliche und gleichberechtigte Koexistenz von Schwarzen und Weißen in den USA beschwor. Als Dr. Martin Luther King am 4. April 1968 auf dem Balkon eines Motels in Memphis von einem Schuss tödlich getroffen wurde, war die Welt geschockt. Das FBI nahm Wochen später den mutmaßlichen Attentäter auf dem Londoner Flughafen fest, doch dieser James Earl Ray war höchstwahrscheinlich nicht mehr als ein Sündenbock. Es gibt zu viele Unklarheiten, was den Ablauf des Verbrechens angeht, zu viele Versuche des FBI, nicht genau zu recherchieren. Es fällt nicht schwer zu glauben, dass der amerikanischen Geheimpolizei dieser unbequeme, die Massen bewegende Mann zu gefährlich, zu einflussreich geworden war. James Earl Ray kann zur Aufklärung des Verbrechens nichts mehr beitragen, er starb 1998 in der Haft. Auch das FBI gibt sich bis heute keine Mühe: die Akten zum Fall sind bis 2029 weggeschlossen und nicht einsehbar. Quelle: http://www.jochenscheytt.de/popsongs/birthday.html
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 Re: Songs Und Ihre Hintergründe:
“The Band”: “The Night They Drove Old Dixie Down”Jahr: 1970 Cover unter anderem: Joan Baez Jahr: 1973  The Band waren schon eine etwas seltsame Erscheinung. Vor der Kulisse der Appalachian Mountains, mit ihren langen Bärten, den altmodischen Klamotten und Hüten, sahen sie aus, "als seien sie einem verblichenen Foto aus der Zeit des Amerikanischen Bürgerkriegs entsprungen." Nicht nur ihr Aussehen erinnerte daran, auch "ihre Lieder waren überwiegend sehnsüchtige Erinnerungen an die Zeit Abraham Lincolns, als noch Raddampfer auf dem Mississippi schaukelten, und Vaudeville-Truppen mit Heiligen und Sündern, Verlierern und Gewinnern durch die Südstaaten zogen." Diese Rückwärtsgewandtheit setzten sie auch in ihrer Musik um, spielten ohne modische elektronische Gimmicks, und benutzten traditionelle, akustische Instrumente. Sie versuchten, einen bewussten Gegenpol zu der Musik der Hippies zu setzen und in ihren Songs in Amerika verwurzelte Geschichten zu erzählen. In die amerikanische Vergangenheit und zu den Ereignissen des Amerikanischen Bürgerkriegs führt auch der wohl bekannteste Song von The Band, "The night they drove Old Dixie down". Um die Referenzen des Liedtextes zu verstehen, sind einige Geschichtskenntnisse notwendig. Also, hier zuerst eine Art Crashkurs in Sachen "Civil War". Der Amerikanische Bürgerkrieg Zwischen 1861 und 1865 bekämpften sich in den USA die Nordstaaten und die Südstaaten in einem erbittert geführten Bürgerkrieg. Auslöser war die Sklavenfrage. Der Norden unter dem Präsidenten Abraham Lincoln befürwortete die Abschaffung der bis dahin hauptsächlich im Süden praktizierten Haltung von Schwarzen als Arbeitssklaven. Die Südstaaten, die wirtschaftlich davon abhängig waren, dass die Sklaven auf den großen Plantagen schufteten, waren gegen die Abschaffung. Im daraus folgenden Bürgerkrieg gewann schließlich der industrielle Norden die Oberhand gegen die an Material unterlegenen, aber dafür umso leidenschaftlicher kämpfenden Südstaaten, die sogenannte Konföderation (Confederacy). Der Songtext "Dixie" oder "Dixieland" ist eine volkstümliche Bezeichnung für die amerikanischen Südstaaten, deren Ursprung zweifelhaft ist. Am glaubwürdigsten ist die Erklärung, die den Namen von den im Süden gebräuchlichen, auf der Rückseite mit französisch "dix" bezeichneten Zehn-Dollar-Banknoten herleitet. Der Song wird aus der Perspektive des Ich-Erzählers Virgil Caine geschildert, der die Ereignisse des amerikanischen Bürgerkriegs aus der Sicht eines nicht in die Kämpfe verwickelten Bewohners des Süden beobachtet und den Verlust des "alten Südens" mit Wehmut und Bitterkeit erlebt. Er verliert seinen Job bei der Eisenbahn, da die Schienen zerstört werden, verliert seinen Bruder, der durch einen Yankee, einen Angehörigen der Nordstaaten, getötet wird, und sieht den Fall der Stadt Richmond, Virginia, 1865, die das Ende des Kriegs besiegelt, und von den kapitulierenden Truppen niedergebrannt wird. Die im Text erwähnten Personen sind Robert E. Lee, ein gefeierter General der Südstaatenarmee, George Stoneman ein General der Gegenseite, der Armee der Nordstaaten. Der Danville Train bezieht sich auf die von der Stadt Richmond zur südöstlich davon gelegenen Stadt Danville verlaufenden Bahnlinie. Andere Versionen Sehr bekannt wurde der Titel durch die 1971 veröffentlichte Coverversion der amerikanischen Folklegende Joan Baez. Dem Erfolg dieser Version tat keinen Abbruch, dass der Liedtext eigentlich aus der Perspektive eines Mannes erzählt wird. Schon 1972 gelang Juliane Werding mit einer deutschen Coverversion von "The night they drove Old Dixie down" der Durchbruch. Der deutsche Liedtext mit dem Titel "Am Tag als Connie Kramer starb" hat mit dem Original nichts mehr zu tun. Es ist vielmehr ein Anti-Drogen-Song, der aus heutiger Sicht allzu pathetisch und weinerlich daherkommt. Quelle: http://www.jochenscheytt.de/popsongs/dixie.html
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raptor
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 Re: Songs Und Ihre Hintergründe:
"Suzanne Vega": "Tom's Diner"Jahr: 1987 Cover: Suzanne Vega & DNA Jahr: 1990 A-Capella-Chorgesang, der Chorgesang ohne Begleitung von Instrumenten, hat eine lange Tradition bis weit zurück in die Zeit der Renaissance. Über die amerikanischen Barbershop Quartets hat diese Form der Vokalmusik Eingang auch in die heutige populäre Musik gefunden. Im Jazz hat der A-Cappella-Chorgesang eine feste Basis, aber auch in der Popmusik haben vereinzelt A-Cappella-Formationen Erfolg gehabt. Die Flying Pickets, die mit "Only You" bekannt wurden, sind eine davon. Viel seltener als der unbegleitete Chorgesang ist in der Popmusik aber der A-Cappella-Sologesang. Denn hier ist der Sänger oder die Sängerin völlig auf sich selbst gestellt und muss bei der Gestaltung des Songs auf wichtige Komponenten wie die harmonische und rhythmische Begleitung verzichten. Das sind auch schon die zwei Gründe, warum es nur so wenige A-Cappella-Songs gibt. Der Rhythmus, oder der Groove, gehört zu den grundlegenden Merkmalen eines Pop- oder Rocksongs und wird deswegen nur selten weggelassen. Auf der anderen Seite schaffen es nur wenige wie die charismatische Sängerin Janis Joplin, einen A-Cappella-Song so ausdrucksvoll zu gestalten, dass er auch für sich alleine trägt. Janis Joplins Song "Mercedes Benz" ist wohl das bekannteste Beispiel für einen gelungenen und ausdrucksstarken A-Cappella-Song. Auch Suzanne Vega hat mit "Tom's Diner" einen unbegleiteten Song in ihrem Programm. Anders als das leidenschaftliche, vom Blues inspirierte "Mercedes Benz" handelt es sich bei "Tom's Diner" aber eher um ein etwas lapidares, wenngleich doch reizvolles Liedchen. Das Ganze klingt wie eine vor sich hingesungene Improvisation, sowohl textlich als auch musikalisch. Suzanne Vega singt fast beiläufig, wie wenn man sie nur zufällig beim Vorsichhinsingen aufgenommen hätte. Das verleiht "Tom's Diner" einen ganz eigenen Charme. Dazu passt die einfache, hauptsächlich im Quintraum kreisende Melodie und der Liedtext, der von alltäglich-banalen Beobachtungen beim Frühstück und Zeitunglesen in Tom's Diner, einem Restaurant in New York, berichtet. In einem auf Suzanne Vegas Website veröffentlichten Artikel hat sich Autor David Hammar die Mühe gemacht, die von Suzanne Vega im Liedtext geschilderte Zeitung, sehr wahrscheinlich die New York Times, datumstechnisch zu bestimmen. Sie singt von einem Schauspieler, der betrunken zu Tode gekommen war, und dessen Name ihr nichts sagt ("I open up the paper, there's a story of an actor who had died while he was drinking, it was no one I had heard of"). Bei dem Schauspieler handelte es sich um William Holden (Die Brücke Am Kwai, Der Letzte Befehl…), der in seiner Wohnung in Santa Monica in Kalifornien an den Folgen einer Verletzung gestorben war, die er sich bei einem Sturz mit dem Kopf an die Tischkante zugezogen hatte. Man hatte ihn am 16. November 1981 gefunden. Von seinem Tod berichteten die Zeitungen dann zwei Tage später. Er war als Schauspieler berühmt, hatte aber 1981 den Zenit seiner Karriere schon überschritten. Zum Zeitpunkt dieser Ereignisse war Suzanne Vega mit 22 Jahren noch sehr jung, was sicher auch erklärt, warum sie William Holden nicht kannte. Ihre erste Platte mit dem Titel "Suzanne Vega" brachte sie erst vier Jahre später, 1985 heraus. 1987 dann verwendete sie ihre alten Aufzeichnungen, die sie 1981 in Tom's Diner gemacht hatte, und veröffentlichte den Song "Tom's Diner" auf der LP "Soiltude Standing". So richtig bekannt wurde "Tom's Diner" allerdings erst, als DNA auf den Plan traten. Das war 1990, also drei Jahre nach dem Erscheinen des Songs. Die Geschichte dieses Remixes wurde schon oft erzählt. Zwei auch heute noch anonyme englische DJs legten unter Suzanne Vegas Singstimme kurzerhand einen aktuellen Dancebeat und verteilten den Remix auf lokaler Basis. Durch den Einsatz in Diskotheken wurde der Remix bald bekannt und erregte somit auch die Aufmerksamkeit von Vegas Plattenfirma. Da von DNA nicht um eine Genehmigung angefragt worden war, wurde somit ein klarer Bruch des Urheberrechts begangen. Die Plattenfirma strengte nun aber erstaunlicherweise nicht etwa ein Verfahren gegen die DJs an, sondern sah die Möglichkeiten dieses Remixes und brachte das Werk selbst heraus. Mit großem Erfolg.  Quellen: http://www.jochenscheytt.de/popsongs/tomsdiner.htmlhttp://www.bridgeandtunnelclub.com/bigma…ation/index.htm
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| Fr 12. Jun 2009, 01:24 |
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raptor
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 Re: Songs Und Ihre Hintergründe:
“Peter, Paul & Mary”: “Puff, The Magic Dragon”Jahr: 1962 „Puff, the Magic Dragon“ ist ein von Leonard Lipton und Peter Yarrow geschriebenes Lied, das durch eine Aufnahme von Peter, Paul & Mary aus dem Jahr 1962 große Bekanntheit erlangte. Seine Popularität verschaffte dem Lied sogar den Eingang in die amerikanische und britische Popkultur. Als Grundlage für den Liedtext diente ein Gedicht, welches der damalige Student der Cornell University Leonard Lipton 1959 im Alter von 19 Jahren schrieb. Dieser wurde von Ogden Nash' Gedicht „Custard the Dragon“ inspiriert, in dem von einem „Really-O, Truly-O, little pet dragon“ (zu dt. etwa: wirklicher, wahrhaftiger kleiner Schoßdrachen) die Rede war. Lipton gab sein fertiges Werk seinem Freund Peter Yarrow, ebenfalls Cornell-Student, der weitere Textzeilen sowie eine Melodie hinzufügte und das Gedicht somit zu einem Lied aufbereitete. 1961 schloss sich Yarrow gemeinsam mit Paul Stookey und Mary Travers zur Folkband Peter, Paul & Mary zusammen. Die Gruppe spielte das Lied zunächst nur bei ihren Live-Auftritten bevor sie es 1962 schließlich auch auf Schallplatte aufnahm. Inhalt:Puff, the Magic Dragon ist die Geschichte von dem ewig jungen Drachen Puff und seinem Spielkameraden Jackie Paper, einem kleinen Jungen, der immer mehr heranwächst und das Interesse an den ausgedachten Abenteuern seiner Kindheit verliert. Weiteres:Da viele Leute glaubten, das Lied beziehe sich auf das Rauchen von Marijuana (ein derartiges Gerücht taucht auch im Film „Meine Braut, ihr Vater und ich“ auf), wurde es zu einer Hippie-Hymne. Die Verfasser des Liedes haben mehrfach jeglichen Bezug zu Drogen abgestritten. Bei Auftritten beteuerten sie oftmals ihre Unschuld, indem sie Puff, the Magic Dragon mit anderen Liedern wie „The Star-Spangled Banner“ verglichen, das ebenfalls als Drogenlied ausgelegt werden könnte, wenn die Zuhörer eine entsprechende Absicht dazu hätten. "Gunships"Der Ausdruck „Puff the Magic Dragon“ oder auch bezeichnet in der Militärsprache auch die Gunships AC-47 (Dakota oder „Spooky“) und AC-130 „Hercules“ , die im Vietnamkrieg eingesetzt wurden. Die Flugzeuge werden so genannt, da ihre Gatling-Kanonen Leuchtspurmunition abfeuerten, wodurch der Eindruck des Feuerspeiens erweckt wurde. Internationale FassungenMarlene Dietrich sang die erste deutsche Version (1963, Text: Fred Oldörp) des Liedes: „Paff, der Zauberdrachen“. Diese wurde auch bei der deutschen Fassung der oben erwähnten Fernsehserie verwandt. Nicht nur die englische Variante des Songs wurde im Laufe der Zeit mehrmals gecovert, sondern auch die deutsche, zum Beispiel jüngst von Rosenstolz (2001). Es existiert sogar eine plattdeutsche Version – getextet und gesungen von Knut Kiesewetter sowie Fiede Kay – namens: „Drees, de Wunnerdraken“. Auch auf der Kinderliedschallplatte des Sängers Roger Whittaker ist das Lied enthalten (The Magical World of Roger Whittaker, 1975, MFP 50188 ). Quelle: Wikipedia
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| Fr 12. Jun 2009, 01:27 |
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raptor
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 Re: Songs Und Ihre Hintergründe:
“Phil Collins”: “A Groovy Kind Of Love“Original: Wayne Fontana and the Mindbenders Jahr: 1965 Cover: Phil Collins Jahr: 1988 Als Phil Collins im Jahr 1988 die Popballade "A groovy kind of love" herausbrachte, wurde sie einer seiner größten kommerziellen Erfolge. Sie ist Teil des Soundtracks zu dem Film "Buster", bei dem das Multitalent Collins auch selbst die Titelrolle, einen Posträuber, spielte. Auch wenn den Titel noch viele im Ohr haben dürften, ist doch weniger bekannt, dass er eine Geschichte hat, die bis ins 18. Jahrhundert zurückreicht. Doch zuerst geht die Zeitreise in die 60er Jahre. Phil Collins' Version ist ein Cover der britischen Band Wayne Fontana and the Mindbenders. Diese aus Manchester stammende Gruppe wurde mit der damaligen Begeisterung für den nordenglischen Beat für eine kurze Zeit in die Hitparaden gespült. Sie konnte sich allerdings nicht lange halten und dürfte heute nur noch Insidern bekannt sein. Doch auch diese nur knapp zwei Minuten lange Version ist nicht das Original. Das Original ist ein Rondo von Muzio Clementi (1752-1832), einem in Wien lebenden italienischen Komponisten, der heute hauptsächlich Klavierschülern aufgrund seiner Etüden geläufig sein dürfte. Im Wien seiner Zeit war er allerdings ein bekannter und angesehener Komponist, der über einhundert Klaviersonaten schrieb und im Jahre 1781 laut zeitgenössischen Quellen ein Klavierwettspielen mit Mozart ehrenvoll bestanden haben soll. Für die Popversion wurde allerdings nur der erste Teil des Clementischen Rondos bis Takt 8 verwendet und im Tempo extrem verlangsamt. Außerdem wurden die ersten beiden Takte im Popsong an den achten Takt angehängt, um eine Refrainwirkung zu erhalten. Für Phil Collins' Version wurde die Harmonisierung durch liegenbleibende Basstöne dezent modernisiert. Quelle: http://www.jochenscheytt.de/popsongs/groovy.html
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 Re: Songs Und Ihre Hintergründe:
„Udo Lindenberg“: „Sonderzug Nach Pankow“Jahr: 1983 Tief im Osten und tief in den Achtzigern existierte noch der real-existierende Sozialismus. Einige verknöcherte alte Bonzen klammerten sich in der Deutschen Demokratischen Republik mit aller Macht und mit Hilfe einer perfekten Spitzelorganisation - genannt Staatssicherheitsdienst - an ihre Posten. Vielleicht ahnten sie 1983 schon, dass ihre Zeit ablaufen würde. Hätten sie sich sonst vom Deutschrocker Udo Lindenberg so bereitwillig durch den Kakao ziehen lassen? Der wollte nämlich Anfang 1983 einige Konzerte in der damaligen DDR geben, was ihm aber von deren Führung verboten wurde. Die war damals immer noch ängstlich darauf bedacht, so wenig westliche Einflüsse wie möglich ins Land zu lassen, um keine weiteren Begehrlichkeiten in der eigenen Bevölkerung zu schüren. Die lebte nämlich in äußerst bescheidenen Lebensumständen, was man von der Führungsspitze nicht behaupten konnte. Die hatte es sich in Berlin-Pankow gemütlich gemacht, einem grünen Stadtbezirk im Norden Berlins, in dem die Privilegierten des Staates wohnten und der seit den 60ern zum Synonym für das Regime der DDR geworden war. Darauf spielt Udo Lindenberg in seinem Lied "Sonderzug nach Pankow" an, mit dem er auf die Konzertabsage reagiert. Er bittet darum, doch in der DDR ein Konzert geben zu dürfen und nimmt dabei vor allem den Staatsratsvorsitzenden Erich Honecker derart auf die Schippe ("Oberindianer", "Honey", "sturer Schrat"), dass der Song in kurzer Zeit in aller Munde ist und sich alle köstlich amüsieren. Vor allem die Unterstellung, dass "Honey" Honecker, genauso wie seine Bürger heimlich - aufm Klo, und mit Lederjacke - Westradio hört, was offiziell ja verboten ist, ist natürlich höchst ironisch, aber auch provokant. Trotzdem, oder gerade deswegen: der Song zeigt Wirkung. Noch im gleichen Jahr, am 25. Oktober 1983, darf Udo Lindenberg im Rahmen eines Konzerts unter dem Titel "Rock für den Frieden" im Palast der Republik auftreten. Die Frechheit hat gesiegt. Musikalisch basiert der Song im Übrigen auf Harry Warrens Swing-Klassiker "Chatanooga Choo Choo" aus dem Jahr 1941, der vor allem in der Version von Glenn Miller weltberühmt geworden ist. Der gesprochene russische Text am Ende der Aufnahme, "Towarischtsch Erich! Meshdu protschim, werchownij sowjet ne imejet nitschewo protiw gastrolej Gospodina Lindenberga w GDR!" bedeutet auf deutsch: "Genosse Erich, im Übrigen hat der Oberste Sowjet nichts gegen ein Gastspiel von Herrn Lindenberg in der DDR". Die Stimme soll einen der sowjetischen Führer darstellen, die ja bekanntlich die DDR-Führung gelenkt haben. Am 3. Oktober 2003, also zwanzig Jahre nach diesen Ereignissen, feierte der Sonderzug nach Pankow sozusagen eine Wiederauferstehung. Das heißt, eigentlich gab es ihn zum ersten Male wirklich. 13 Waggons, die von Udo Lindenberg selbst künstlerisch gestaltet wurden, fuhren aus Anlass der Feierlichkeiten zum Tag der deutschen Einheit von Berlin nach Magdeburg. Sie sollten symbolisch die auch 13 Jahre nach der Wiedervereinigung vorhandenen Mauern in den Köpfen der Menschen in Ost und West einreißen. Nachtrag: Natürlich geriet Udo Lindenberg durch seine gezielten Provokationen und durch den Auftritt in der DDR ins Visier der Staatssicherheit. Der eigens von der Stasi auf ihn angesetzte Clement de Wroblewsky, alias IM "Ernst" sammelte fleißig Material. Es existieren insgesamt circa 100 Seiten, die Udo Lindenberg jetzt zu lesen bekam. Quelle: http://www.jochenscheytt.de/popsongs/sonderzug.html
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| Fr 12. Jun 2009, 01:29 |
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 Re: Songs Und Ihre Hintergründe:
“Mike Oldfield”: “Moonlight Shadow“Jahr: 1983 Cover: Groove Coverage Jahr: 2002 Als Mike Oldfield am Nachmittag des 8. Dezember 1980 in New York aus dem Flugzeug steigt, ahnt er noch nicht, dass dies ein Abend werden sollte, der Entsetzen in der Welt auslösen würde. Oldfield quartiert sich im Virgin Records House in der Perry Street ein, nur wenige Blocks entfernt vom Dakota Building. Am selben Abend, gegen 23:45 Uhr treffen John Lennon und seine Frau Yoko Ono vor dem Dakota Building, wo sie wohnen, ein. Sie hatten den Tag im Aufnahmestudio verbracht. Als ein Mann auf John zutritt, der schon am Vormittag ein Autogramm von Lennon geholt hat, ahnen weder John noch Yoko, dass es sich nicht um einen normalen Fan handelt. Der offenbar geistig verwirrte Mark Chapman feuert mehrere Schüsse auf John Lennon ab, der noch auf dem Weg ins Krankenhaus stirbt. In den darauffolgenden Jahren wurden Textzeilen aus "Moonlight Shadow", wie "all she saw was a silhouette of a gun" oder "he was shot six times by a man on the run" immer wieder mit der Ermordung Lennons in Verbindung gebracht. In einem Interview aus dem Jahre 1995, das von Gareth Randall geführt wurde, bestätigt Mike Oldfield den Einfluss von Lennons Tod auf den Song "Moonlight Shadow", weist aber darauf hin, dass der Einfluss eher unterbewusst geschehen sei. Hauptinspirationsquelle war demnach der Film "Houndini", bei dem es um die Kontaktaufnahme mit dem vestorbenen Houndini geht. "I was staying at the Virgin Records House in Perry Street, which was just a few blocks down the road from the Dakota Building where it happened, so it probably sank into my subconscious. It was originally inspired by a film I loved - 'Houdini', starring Tony Curtis, which was about attempts to contact Houdini after he'd died, through spiritualism... it was originally a song influenced by that, but a lot of other things must have crept in there without me realising it." Mike Oldfield, der sich mehr als Instrumentalist als als Sänger fühlt, engagierte für "Moonlight Shadow" Maggie Reilly als Sängerin. Der Song war der Auftakt zu einigen Hits, die Oldfield Anfang der Achtziger schrieb und mit verschiedenen Gastsängerinnen produzierte. Quelle: http://www.jochenscheytt.de/popsongs/mo ... hadow.html
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raptor
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 Re: Songs Und Ihre Hintergründe:
„Hotlegs“: „Neanderthal Man“ Jahr 1970 Die Hotlegs waren eine kurzlebige Studio-Band aus Großbritannien, die mit ihrem Song "Neanderthal Man" einen Millionenseller (1970 UK Platz 2, D Platz 4) schufen und weltbekannt wurden.
Angeblich wurde der Song nur aufgenommen, um das Equipment in dem von Eric Stewart und Graham Gouldman neu erworbenen "Strawberry Studio" zu testen. Sämtliche Musiker hatten vorher bereits in anderen Formationen gespielt und wurden nach Beendigung des "Hotleg-Testes" als 10CC bekannt und berühmt.
"Neanderthal Man" stammte aus der Feder von Stewart, Lol Creme und Kevin Godley, die ihn schufen, als sie in dem neuen Studio an den Instrumenten klimperten. Dabei entstand angeblich eher zufällig der Refrain "I'm a Neanderthal Man - you're a Neanderthal girl - let's make Neanderthal love - in this Neanderthal world". Ein Mitarbeiter von Philips Records hörte zufällig mit und bot 500 Pfund Sterling als Vorschuss an, um es als Platte zu veröffentlichen. Der Song wurde weltweit über zwei Millionen Mal verkauft.
Danach veröffentlichten die Hotlegs noch zwei weitere Singles und eine LP mit dem Titel "Thinks: School Stinks", hatten aber keine weiteren Erfolge.
Erklärung Neandertaler: Der Neandertaler (Homo neanderthalensis) ist ein ausgestorbener Verwandter des heutigen Menschen. Die Neandertaler lebten im Mittelpaläolithikum in der Zeit von ca. 160.000 bis mindestens vor 30.000 v.Chr. Der Fundort gab dem Vormenschen den Namen: Mitte August 1856 entdeckten italienische Steinbrucharbeiter in einem heute dem Kalkabbau zum Opfer gefallenen Abschnittes des Neandertales in der Nähe von Düsseldorf 16 Knochenfragmente. Sie wurden zunächst achtlos zum Abfall geworfen. Erst als der Schädel gefunden wurde, holte man auch die Knochen wieder hervor. Knochen und Schädel wurden von dem Mitbesitzer des Steinbruchs Wilhelm Beckershoff an Johann Carl Fuhlrott zur näheren Untersuchung gegeben.
Quelle: Wikipedia
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raptor
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 Re: Songs Und Ihre Hintergründe:
“Carl Douglas“: “Kung Fu Fighting“ Jahr: 1974 Carl Douglas (* 1942) ist ein jamaikanischer Sänger, der seinen größten Hit "Kung Fu Fighting" 1974 hatte. Das Lied erreichte Platz 1 sowohl in Deutschland und Österreich als auch in den USA und Großbritannien, Platz 2 in der Schweiz.
In Deutschland vor allem bekannt geworden durch die TV-Serie „Kung Fu“. Während in den USA am Beginn und Ende die Titelmelodie gespielt wurde entschied man sich in Deutschland für den Nachspann für das Lied „Kung Fu Fighting“ von Carl Douglas .
Die Fernsehserie Kung Fu (1972-1975) handelt von den Erlebnissen des halb-chinesischen Shaolin-Mönches namens Kwai Chang Caine, der mit seiner Flöte auf der Suche nach seinem Halbbruder allein den Wilden Westen durchstreift.
Zahlreiche bekannte Schauspieler spielten Gastrollen in diversen Folgen der Serie – so z.B. Harrison Ford, Leslie Nielsen, William Shatner, Jodie Foster, Barbara Hershey, Patricia Neal, Lew Ayres, Rhonda Fleming und Eddie Albert
Obwohl die in der Serie gezeigte Kampfkunst kaum als herausragend bezeichnet werden kann, so trug die Serie doch zur Popularität der chinesischen Kampfkünste und zur fälschlichen Verwendung des Begriffes Kung Fu im Westen bei. Eine Anekdote der Serie lautet, daß der Shaolin-Tempel in der Serie aus Kostengründen aus dem Set des Films „Camelot“ (1967) stammt – einem Ritterfilm über König Arthur.
Die Serie war der Grund, warum Bruce Lee von den USA nach Hong Kong zurückkehrte: Als armer Einwander wurde er vom Tellerwäscher zum Studenten und zum Lehrer für diverse Kampfstile. Er eröffnete diverse Schulen für seinen eigenen Kampfstil, den „Jeet Kune Do“ und lernte bei Wettkämpfen für seine Karriere wichtige Leute kennen – wie Chuck Norris, Mike Stone, Joe Lewis, Larry Hartsell, Fumio Demura, Jhoon Rhee, Mohammed Ali, Bob Wall und Ed Parker. Da er schon immer mit Hollywood liebäugelte nahm er die Rolle in der TV-Serie „The Green Hornet“ an. Jedoch die Serie floppte – und die Angebote aus Hollywood blieben aus. So begann er die Geschichte des „Kwai Chang Caine“ mitzuentwickeln. Als jedoch überraschend anstatt Bruce Lee der Schauspieler „David Carradine“ genommen wurde kehrte Bruce Lee enttäuscht nach Hong Kong zurück. Hier wußte man seinen Stil eher zu schätzen – eine beispiellose Karriere begann.
Quelle: Wikipedia
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raptor
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 Re: Songs Und Ihre Hintergründe:
"Steven Cravis": "Children Of Beslan" Die Geiselnahme von Beslan (auch Massaker von Beslan) war ein Terrorakt tschetschenischer Kämpfer, die am 1. September 2004 mehr als 1200 Schulkinder und Erwachsene in Beslan im russischen Nordossetien in ihre Gewalt brachten. Im Gefolge der Geiselnahme kam es zu mindestens 396 Toten.
Verlauf: Am 1. September 2004 stürmte eine Gruppe von mindestens 33 schwer bewaffneten Personen um 9:30 Uhr Ortszeit die Mittelschule Nr. 1, in der Schüler im Alter von sieben bis achtzehn Jahren unterrichtet wurden. Unbestätigten Berichten zufolge hielten sich zu diesem Zeitpunkt ungefähr 1.500 Menschen in dem Gebäude auf. Der 1. September ist in ganz Russland Schulbeginn, an dem die Erstklässler in Anwesenheit der Eltern und zukünftigen Mitschüler feierlich begrüßt werden. Oft kommen ganze Familien, um der Zeremonie beizuwohnen. Die Angreifer waren teilweise maskiert und schwer bewaffnet, einige waren mit Sprengstoffgürteln für Selbstmordattentate ausgerüstet, darunter auch 2 (offizielle Version) oder 4 (laut Zeugenaussagen) Frauen (so genannte Smertnizy - Schwarze Witwen). Nach einem Schusswechsel mit der Polizei besetzten die Angreifer das Schulgebäude und nahmen hunderte Geiseln, darunter viele Kinder in ihre Gewalt. Mindestens fünf Menschen sollen beim ersten Angriff ums Leben gekommen sein; aus dem Schulgebäude drangen wiederholt Schüsse. Die Angreifer sperrten die Geiseln in eine Turnhalle und verminten sämtliche Eingänge und Räume in der Schule. Um eine Erstürmung des Gebäudes zu verhindern, drohten sie mit der Tötung von fünfzig Geiseln für jeden von der Polizei getöteten Entführer, sowie von zwanzig Geiseln für jeden verletzten. Etwa fünfzig Menschen gelang die Flucht ins Freie im anfänglichen Durcheinander. Die Schule wurde von russischer Polizei, Armee und OMON-Spezialeinheiten umstellt; das Gelände wurde allerdings nicht sachgemäss abgeriegelt, so dass viele Anwohner von Beslan Zugang zum Schulgebäude hatten. Die russische Regierung kündigte zunächst an, zum Schutz der Geiseln auf Gewalt zu verzichten und mit den Geiselnehmern zu verhandeln. Es kam zu einer einzigen Unterredung mit dem Präsidenten von Nord-Ossetien, welchem gelungen war, Kleinkinder im Babyalter zu befreien.
Die Geiselnehmer lehnten die Lieferung von Nahrungsmitteln und Wasser ab, obwohl sich unter den Geiseln auch Kleinkinder befanden. Der Durst der Gefangenen und die Hitze waren so stark, dass diese teilweise ihren Urin tranken und sich bis auf die Unterwäsche auszogen. Der Schulleiter, der an Diabetes litt, starb, weil ihm die nötige Versorgung mit Insulin verweigert wurde. Auf Antrag Russlands fand am Abend des 1. September eine Sondersitzung des UNO-Sicherheitsrates statt, der die sofortige und unbedingte Freilassung aller Geiseln des Terrorüberfalls forderte; US-Präsident George W. Bush bot Russland "Unterstützung in jeder möglichen Form" an. Am Donnerstag, 2. September, 15:30 Uhr Ortszeit - dreißig Stunden nach dem Überfall -, waren zwei schwere Explosionen im Schulbereich zu hören und dunkler Rauch zu sehen. Die Ursache der Explosion war zunächst unklar, nach Angaben eines Korrespondenten der russischen Fernsehstation NTW klang es jedoch wie ein Granatwerfer, der möglicherweise von der Schule aus auf die blockierenden Truppen abgefeuert worden war. 26 Geiseln, einige Mütter mit ihren Kindern, wurden freigelassen. Am Freitag, 3. September, einigten sich die Geiselnehmer und die russischen Einheiten auf den Abtransport von Leichen. Während des Abtransports kam es auf ungeklärte Weise zu einer starken Explosion. Als eine Gruppe von Geiseln die Flucht aus dem Gebäude ergriff, begannen die Terroristen auf sie zu schießen; so offizielle Version des Geschehens; es wurden jedoch der Öffentlichkeit nur entstellte Leichen präsentiert, was auf Abstürzen des Daches im Sportsaal deuten würde. Die Lage wurde unüberschaubar und es kam von ungefähr 12:30 Uhr Ortszeit an zu stundenlangen Feuergefechten, in deren Verlauf russische ALFA-Einheiten das Schulgebäude stürmten. Es kam zu Geschossen von Panzern auf das Schulgebäude seitens russischer Militärs. Erst nach mehreren Stunden konnten sie es vollständig unter ihre Kontrolle bringen. Wie später bekannt wurde, waren sich die Sondereinheiten nicht einig, wer die oberste Befehlsgewalt bei der angeblich spontanen Erstürmung innehaben sollte. Im Verlauf der Kämpfe stürzte die Decke im Sportsaal der Schule ein, was vielen Menschen das Leben kostete. Offiziellen Angaben zufolge wurde die Decke von den Terroristen gesprengt, anderen Angaben zufolge wurde der Einsturz durch unangemessenen Einsatz militärischer Mittel von den russischen Spezialkräften herbeigeführt. Für die zweite Version des Geschehens spricht die Tatsache, dass mehrere Geiseln, welche sich im Sportsaal befunden hatten, die an der Decke angebrachten Bomben dicht über ihrem Kopf hatten; sollten diese Explosion hervorgerufen haben, wären diese nicht am Leben geblieben. Während der offenbar planlosen Erstürmung wurden nach offiziellen Angaben 704 Menschen verletzt, darunter mehr als 200 Kinder. Insgesamt gab es 331 Tote. Allein im Leichenschauhaus von Wladikawkas wurden jedoch 394 Tote gezählt. Hilfsorganisationen sprachen zwischenzeitlich von mindestens 900 Toten. 27 Geiselnehmer wurden getötet (darunter zwei Frauen), ein Geiselnehmer (Nurpaschi Kulajew) wurde lebend festgenommen. 2 weitere wurden von Militärs bei der Festnahme getötet; einem davon schnitt ein russischer Soldat den Kopf ab, weil dieser angeblich den Kindern in den Rücken geschossen haben soll. Nurpaschi Kulajew wurde im Mai 2006 zu lebenslanger Haft verurteilt. Nach Augenzeugenberichten soll mehreren Geiselnehmern die Flucht geglückt sein, was die russischen Medien und die zu diesem Zweck einberufene Kommission vehement verneinten. Erst Ende 2006 gab russische Seite zu, mindestens einen weiteren Terroristen, welcher die Geiselnahme von Beslan überlebt hatte, auf die Fahndungsliste gesetzt zu haben. Die Geiselnehmer waren gut ausgerüstet und hatten möglicherweise Helfer außerhalb der Schule. Sie hatten als Bauarbeiter getarnt bei der zuvor stattgefundenen Schulrenovierung bereits umfangreiche Waffenlager unter den Dielen einiger Schulräume angelegt. Beobachter verweisen hier auch auf Korruption bei örtlichen Amtsträgern, ohne die eine solche Aktion insgesamt kaum durchführbar wäre.
Nach der Selbstbekenntnis der tschetschenischer Seite kam es zu der Geiselnahme von Beslan durch eine missglückte Operation des russischen Geheimdienstes, welcher Terroristen in eine Falle in Nordossetien locken wollte. Russische Militärs öffneten der militanten Gruppe zu diesem Zweck einen Korridor; die Geiselnehmer durchkreuzten jedoch die Pläne von FSB, indem sie gut ausgerüstet für den Aufmarsch an einem anderen Ort nämlich in Beslan zugeschlagen hatten. Diese Version steht jedoch im Widerspruch zu der offiziellen Version von Russland; ist jedoch sehr wahrscheinlich, denkt man an die Bemühungen russischer Seite, Bassajew zu beseitigen.
Quelle: Wikipedia
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| Fr 12. Jun 2009, 01:34 |
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raptor
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 Re: Songs Und Ihre Hintergründe:
“The Byrds”: “Turn! Turn! Turn! (To Everything There Is a Season)” Jahr: 1965 Turn! Turn! Turn! (To Everything There Is a Season) ist ein Lied von Pete Seeger aus dem Jahr 1950. Erstmals veröffentlicht wurde es 1962 auf einem Album bei Columbia Records.
Die wohl bekanntesten Interpreten dieses Liedes sind die Byrds, die damit 11 Wochen in den englischen Top 40 Platz 1 belegten, und auch ihr zweites Album nach dem Song benannten. Der Text ist eine Adaption des alttestamentlichen Bibeltextes aus dem Buch Kohelet (Kapitel 3, Verse 1-8 ). Vermutlich verwendete Seeger die sogenannte King James Bibel. Teile der deutschen Übertragung dieser Zeilen hat die (ost-)deutsche Band "Puhdys" auch in dem Lied "Wenn ein Mensch kurze Zeit lebt" gesungen.
Textfassung des Liedes: To everything - turn, turn, turn There is a season - turn, turn, turn And a time to every purpose under heaven A time to be born, a time to die A time to plant, a time to reap A time to kill, a time to heal A time to laugh, a time to weep Refrain A time to build up, a time to break down A time to dance, a time to mourn A time to cast away stones A time to gather stones together Refrain A time of love, a time of hate A time of war, a time of peace A time you may embrace A time to refrain from embracing Refrain A time to gain, a time to lose A time to rend, a time to sew A time to love, a time to hate A time of peace, I swear it's not too late!
Text aus der Bibel: To every thing there is a season, and a time to every purpose under the heaven: A time to be born, and a time to die; a time to plant, and a time to pluck up that which is planted; A time to kill, and a time to heal; a time to break down, and a time to build up; A time to weep, and a time to laugh; a time to mourn, and a time to dance; A time to cast away stones, and a time to gather stones together; a time to embrace, and a time to refrain from embracing; A time to get, and a time to lose; a time to keep, and a time to cast away; A time to rend, and a time to sew; a time to keep silence, and a time to speak; A time to love, and a time to hate; a time of war, and a time of peace.
Quelle: Wikipedia
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raptor
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 Re: Songs Und Ihre Hintergründe:
"Walzing Matilda" Waltzing Matilda ist Australiens bekanntestes Volkslied und wurde oft als offizielle Nationalhymne vorgeschlagen. Der Text wurde im Jahre 1895 vom australischen Dichter Banjo Paterson (1864–1941) geschrieben, der sich in Australien durch seine zahlreichen anderen Gedichte großer Beliebtheit erfreut. Er wurde von Christina Macpherson mit der Musik des schottischen Liedes Thou Bonnie Wood of Craigielea (komponiert 1818 von James Barr) vertont.
Für kurze Zeit war Waltzing Matilda neben Advance Australia Fair als Nationalhymne anerkannt und wurde so bei den Olympischen Spielen 1976 in Montreal verwendet. Nach einer Volksabstimmung 1977 wurde Advance Australia Fair als alleinige Nationalhymne auserkoren. Trotzdem singen es viele Australier mit großer Hingabe.
Der US-Sänger Tom Waits hat das Lied mit eigenen Texten in Tom Traubert's Blues kombiniert. Rod Stewart griff diese Version auf und machte daraus einen Welthit. In der Version von Waits/Stewart hat der Refrain Waltzing Mathilda allerdings eine andere Bedeutung als im Original.
Waltzing Mathilda hat nichts mit tanzen zu tun. Vielmehr geht das Wort "Waltzing" auf das Wort "Walz" zurück, das die Wanderschaft von Handwerks-Gesellen bezeichnet.
Eine deutsche Fassung mit dem Titel "Tanze Matilda" wird von der Band "Addis Skiffle Company" gesungen.
Waltzing Matilda ist auch die inoffizielle Hymne für das australische Rugby-League-Team sowie das australische Rugby-Union-Team, die Wallabies. In Anlehnung an sie wird die Australische Fußballnationalmannschaft der Frauen The Matildas genannt.
Das Lied erzählt die Geschichte eines „Swagman“ (Wanderarbeiter, Landstreicher), der an einem Billabong (einem Wasserloch im australischen Outback) sein Lager aufgeschlagen hat und der sich lieber selbst ertränkt, als seine Freiheit durch eine Festnahme durch die Polizei zu verlieren.
Bei der Abschlusszeremonie der Olympischen Spiele 2000 in Sydney wurde Waltzing Matilda von Slim Dusty vorgetragen.
Once a jolly swagman camped by a billabong, Under the shade of a coolibah tree, And he sang as he watched and waited 'til his billy boiled "Who'll come a-Waltzing Matilda,with me?"
Waltzing Matilda, Waltzing Matilda Who'll come a-Waltzing Matilda, with me And he sang as he watched and waited 'til his billy boiled "Who'll come a-Waltzing Matilda, with me?"
Down came a jumbuck to drink from the billabong, Up jumped the swagman and grabbed him with glee, And he sang as he stowed that jumbuck in his tucker bag, "You'll come a-Waltzing Matilda, with me".
Waltzing Matilda, Waltzing Matilda "You'll come a-Waltzing Matilda, with me" And he sang as he stowed that jumbuck in his tucker bag, "You'll come a-Waltzing Matilda, with me".
Up rode the squatter, mounted on his thoroughbred, Down came the troopers, one, two, three, "Where's that jolly jumbuck you've got in your tucker bag?" "You'll come a-Waltzing Matilda, with me".
Waltzing Matilda, Waltzing Matilda "You'll come a-Waltzing Matilda, with me" "Where's that jolly jumbuck you've got in your tucker bag?", "You'll come a-Waltzing Matilda, with me".
Up jumped the swagman, leapt into the billabong, "You'll never catch me alive," said he, And his ghost may be heard as you pass by the billabong, "Who'll come a-Waltzing Matilda, with me?"
Waltzing Matilda, Waltzing Matilda Who'll come a-Waltzing Matilda, with me And his ghost may be heard as you pass by the billabong, "Who'll come a-Waltzing Matilda, with me?"
Erläuterungen: swag - Bündel swagmann - Wanderarbeiter Matilda - Name für sein Bündel Waltzing Matilda - 'auf der Walz', auf Wanderschaft sein billabong - Wasserloch billy - Teekessel tucker bag - Proviantbeutel jumbuck - Schaf squatter - Viehzüchter trooper - Polizist
Deutsche Fassung: "Tanze Matilda" (Kulibahbaum = coolabah tree = Eukalyptusbaum)
Hat sich jüngst geschlichen ein armer Strolch zum Wasserloch unter dem Schatten vom Kulibahbaum, und er sang als er saß und seine Wassersuppe aß: "Komm, tanz mit mir unterm Kulibahbaum!"
Refrain
"Tanze Matilda, tanze Matilda, komm, tanz mit mir unterm Kulibahbaum!" Und er sang als er saß und seine Wassersuppe aß: "Komm, tanz mit mir unterm Kulibahbaum!"
Schließlich kam der Schäfer und brachte gleich drei Männer mit von der berittenen Landpolizei. "Deinen Schnappsack woll'n wir seh'n oder willst Du's lieber gleich gesteh'n?" Komm, tanz mit mir unterm Kulibahbaum
Hüpfte da der Strolchskerl in das tiefe Wasserloch: "Lebendig", schrie er "bekommt ihr mich nie!" Aus dem alten Brunnenschacht ruft nun sein Geist bei Tag und Nacht: "Komm, tanz mit mir unterm Kulibahbaum!"
Quelle: Wikipedia
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raptor
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 Re: Songs Und Ihre Hintergründe:
"Johnny Wakelin": "In Zaire" Jahr: 1976 Johnny Wakelin wurde 1939 in Brighton/Sussex geboren. Zunächst trat er in seiner Heimatstadt in Clubs auf, allerdings ohne großen Erfolg. Dann kam ihm die Idee, eine Hommage an den Boxchampion Muhammad Ali zu schreiben. Am 30. Oktober 1974 kämpfte dieser in Kinshasa gegen George Foreman und schlug ihn in der achten Runde K.O. (Rumble in the Jungle“). Im Januar 1975 kam Wakelins "Black Superman (Muhammad Ali)" in die Charts. Der größere Erfolg wurde jedoch noch 1976 der Song "In Zaire", der Europaweit in den Hitparaden vertreten war. Nach zwei weiteren Erfolgen wurde es wieder ruhiger um Johnny Wakelin. Seinen Hit "In Zaire" brachte er erfolgreich in überarbeiteten Versionen wieder heraus. Er blieb auch als Songschreiber aktiv und trat unter anderem als Gastsänger bei James Last auf.
Rumble In The Jungle: (dt.: „Der Kampf im Dschungel“) war ein historischer Boxkampf, der am 30. Oktober 1974 in Kinshasa (Zaire, heute: Demokratische Republik Kongo) stattfand. Bei dem von Don King organisierten Kampf standen sich der damalige Schwergewichts-Weltmeister George Foreman und der Ex-Weltmeister Muhammad Ali gegenüber. Weltmeister war inzwischen George Foreman, Olympiasieger von 1968. Er war in 40 Profikämpfen ungeschlagen (37 K.o.) und schlug die meisten seiner Gegner innerhalb weniger Runden K.o. Ähnlich wie 10 Jahre zuvor gegen Liston war Ali der Außenseiter, diesmal zudem mit 32 Jahren der Ältere. Es wurde allgemein erwartet, dass Alis Karriere durch einen schnellen und deutlichen KO beendet werden würde. Der Kampf musste wegen einer Verletzung Foremans um einen Monat verschoben werden, wobei alle Beteiligten im Lande blieben. Während Foreman sich Sympathien verscherzte, indem er mit einem Deutschen Schäferhund auftrat, was die einheimische Bevölkerung an unliebsame Vorfälle der belgischen Kolonialzeit erinnerte, brachte Ali die Fans durch Kontaktfreudigkeit und Charisma auf seine Seite, so dass er mit dem Ruf „Ali, bomaye!“ („Ali, töte ihn!“) angefeuert wurde.
Im Kampf selbst, der schließlich am 30. Oktober stattfand, überraschte Ali Gegner und Publikum wie auch seinen eigenen Trainer durch seine Taktik. Anstatt durch Schnelligkeit und Tanzen wie früher zu versuchen, den harten Schlägen Foremans auszuweichen, ließ er sich von diesem zunächst freiwillig in die Seile drängen, in denen er sich weit nach hinten lehnte. Damit war der Kopf außerhalb von Foremans Reichweite, den Körper konnte er durch die Arme schützen, zudem federten die Seile die Schläge ab.
In den Kampfpausen wurde versucht, die Seile zu spannen, aber Ali spielte weiterhin sein „rope-a-dope“ genanntes Spiel, obwohl ihm der Trainer zurief, er solle unbedingt weg von den Seilen und vor allem weg von Foreman und dessen Fäusten. Ali jedoch suchte Foremans Nähe, um ihm zuzuflüstern: „Is that all you can, George?“.
Foreman baute bald konditionell ab, und Ali konnte sich mit Kontern aus der Deckung heraus immer besser in Szene setzen. Kurz vor Ende der 8. Runde schlug Ali Foreman mit zwei schnellen Links-Rechts-Kombinationen und neun insgesamt aufeinander folgenden Kopftreffern nieder. Foreman blieb am Boden, der Kampf war entschieden.
Ali hatte den Titel, den man ihm sieben Jahre zuvor aberkannt hatte, zurückgewonnen und brach damit als zweiter Schwergewichtsprofi nach Floyd Patterson das ungeschriebene Gesetz des Boxens: „They never come back“.
Quelle (stark gekürzt): Wikipedia
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raptor
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 Re: Songs Und Ihre Hintergründe:
„Johnny Cash“: „Ring Of Fire“ Jahr: 1963 Ring of Fire ist einer der berühmtesten Songs der Country-Musik und zählt zu den Klassikern des Genres.
Das Lied wurde von June Carter und Merle Kilgore geschrieben und erstmals 1962 von June Carters Schwester Anita Carter veröffentlicht. Weltbekannt wurde es in der am 25. März 1963 von June Carters späterem Ehemann Johnny Cash aufgenommenen Version, unterlegt mit den markanten Mariachi-Trompeten. Der Song belegte sofort Platz 1 der Country-Musik-Charts.
June Carter beschreibt im Text Cashs Alkohol- und Tablettenabhängigkeit und ihre verbotene Liebe zu ihm. Cash und Carter waren beide zu diesem Zeitpunkt noch mit anderen Partnern verheiratet, aber seit langem ineinander verliebt.
Der Text des Refrains: I fell into a burning ring of fire I went down, down, down And the flames went higher And it burns, burns, burns The ring of fire The ring of fire
Ring of Fire wurde von diversen Künstlern gecovert, wie beispielsweise von Eric Burdon & the Animals, Wall of Voodoo, Social Distortion, Tom Jones, Dwight Yoakam, Ray Charles, Grace Jones, H-Blockx, Schelmish und Frank Zappa.
Neben einigen anderen Songs wurde das Lied auch von Joaquin Phoenix in der biografischen Verfilmung Walk the Line gesungen.
Das jüngste Cover ist die 2006 vom englischen Fußballclub FC Liverpool zum FA Cup-Finale herausgebrachte Version, deren Erlös vollständig an wohltätige Zwecke geht. Aufgenommen wurde das Lied von den "The Boot Room All-Stars" Tim Speed und Apollo 440 und gesungen von Echo & The Bunnymen-Sänger Ian McCulloch.
Quelle: Wikipedia
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| Fr 12. Jun 2009, 01:38 |
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raptor
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 Re: Songs Und Ihre Hintergründe:
„Wings“: „Mull Of Kintyre“ Nach dem Ende der Beatles veröffentlichte Paul McCartney 1970 sein Soloalbum „McCartney“ und 1971 zusammen mit seiner Frau Linda McCartney das Album „Ram“.
Im gleichen Jahr gründeten sie die Gruppe Wings. Neben Paul und Linda McCartney war Denny Laine das einzige ständige Mitglied der Band bis zu ihrer Auflösung im Jahr 1981. Zur Urbesetzung gehörte noch der Schlagzeuger Denny Seiwell. Das erste Album der Gruppe wurde 1971 veröffentlicht. Im Februar 1972 ging die Gruppe (verstärkt um den Gitarristen Henry McCullough) auf ihre erste Tournee in Großbritannien, wo sie in diversen Universitäten spielte. Weitere Konzerte in Europa folgten im Sommer.
Zunächst konnte die Band nicht an die Erfolge der Beatles anknüpfen, erst 1973 kam der Durchbruch mit der Single „Live And Let Die“ (Titellied des ersten James-Bond-Films mit Roger Moore in der Hauptrolle) und dem Album „Band On The Run“. Bis dahin waren die Veröffentlichungen von Wings vor allem bei den Kritikern unbeliebt. Generell wurde die Gruppe nicht als solche anerkannt, sondern als Begleitband McCartneys gesehen. Dieser machte in Interviews jedoch immer wieder deutlich, dass die Wings tatsächlich eine „echte“ Band seien. Dennoch erschienen 1973 und 1974 diverse Singles und Alben unter dem Namen „Paul McCartney & Wings“.
Mitte der 1970er-Jahre befand sich Wings auf dem Höhepunkt der Karriere. In den Jahren 1975 und 1976 ging die Gruppe auf diverse Tourneen, deren Höhepunkt die Konzerte in den USA waren. Dort spielten sie u.a in Seattle vor über 60.000 Menschen. Die Tournee wurde 1976 auf der Dreifach-LP Wings Over America und 1981 im Film „Rockshow“ dokumentiert.
Im Jahr 1977 erschien das Lied Mull of Kintyre. Das Stück wurde zusammen mit der lokalen Kintyre Campbeltown Pipe Band aufgenommen. Es war die erste Single, von der mehr als zwei Millionen Exemplare in Großbritannien verkauft wurden. „Mull of Kintyre“ blieb dort die meistverkaufte Single bis zum Jahr 1984 und wird in der Bestsellerliste bis heute nur von diversen Benefiz-Projekten übertroffen.
1979 erschien das Album „Back To The Egg“. Höhepunkt der letzten Tournee durch Großbritannien war das von McCartney und UNICEF initiierte „Concert For The People Of Kampuchea“. Eine Tournee durch Japan wurde 1980 abgesagt, nachdem Paul McCartney bei der Einreise in Tokio wegen Drogenbesitzes verhaftet wurde. 1981 wurde das Ende der Band offiziell bekanntgegeben.
Wings ist das erfolgreichste Projekt eines Ex-Beatles. Trotz anfänglich harscher Kritik und ständig wechselnder Besetzung gelang es Paul McCartney, der Gruppe Leben einzuhauchen. Tatsächlich gehört Wings mit 14 Top-Ten-Singles in Großbritannien und zwölf Top-Ten-Singles in den USA zu den erfolgreichsten Gruppen der 1970er.
Das Mull of Kintyre (Mull = schott. Kap, Vorgebirge; vom gälischen mullach = Gipfel, Kuppe) „Mull of Kintyre“ ist das Irland am nächsten liegende Kap im Süden der schottischen Halbinsel Kintyre westlich von Glasgow. Der südlichste Punkt von Kintyre heißt „Rubha Chlachan“ mit einem Leutturm auf einer Kippe. Von dort aus erstreckt sich die Halbinsel 60 km (mit Knapdale 90 km) nach Norden. Vom Kap aus hat man eine gute Aussicht auf die nördliche Küste von Antrim (Nordirland). Die Felsinsel Ailsa Craig ist im Osten zu sehen.
Quelle: Wikipedia
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| Fr 12. Jun 2009, 01:39 |
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raptor
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 Re: Songs Und Ihre Hintergründe:
„Orchester Manoevers in the Dark“: „Enola Gay“Die "Enola Gay" war der B-29-Bomber (Superfortress), der die erste Atombombe, die je in einem Konflikt eingesetzt wurde, über der japanischen Stadt Hiroshima abwarf. Die Bombe ist auch unter dem Namen Little Boy bekannt. Die Enola Gay war der 509th US Army Air Force Composite Gruppe zugeordnet und flog ihre Einsätze von Tinian, einer kleinen Insel der Marianen. Neben der Enola Gay gab es noch 14 weitere B-29Bomber, die für den Einsatz von Atombomben umgerüstet waren, unter anderem die Bockscar, die drei Tage nach dem Einsatz der Enola Gay eine weitere Atombombe (Fat Man) auf Nagasaki (Japan) abwarf. Die Maschine wurde kurz vor dem Abwurf auf der Offutt Air Force Base in Nebraska für den Transport von Atomwaffen umgerüstet.  Benannt wurde die Enola Gay nach der Mutter des Piloten Colonel Paul W. Tibbets (* 23. Februar 1915), der das Flugzeug beim Abwurf der Atombombe geflogen hatte. Enola Gay Tibbets (geb. Haggard) (* 1893; † 1983) selbst war benannt nach der Heldin eines Romans, den ihr Vater besonders schätzte. Das Flugzeug Enola Gay ist derzeit in der Außenstelle des Smithsonian Luft- und Raumfahrtmuseums Washington DC, in der Nähe des Flughafens Dulles ausgestellt. Eine musikalische Verarbeitung des Themas fand durch die Band Orchestral Manoeuvres in the Dark (OMD) statt, die eines ihrer Lieder nach Enola Gay benannten. Quelle: Wikipedia
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| Fr 12. Jun 2009, 01:41 |
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 Re: Songs Und Ihre Hintergründe:
“Harold Faltermeyer feat. Steve Stevens“: “Top Gun Anthem”Ist ein beliebtes Instumentalstück aus dem Original-Soundtrack des Hollywood-Films „Top Gun“. Der Film Top Gun ist ein Spielfilm aus dem Jahre 1986. In der Hauptrolle spielt Tom Cruise einen US-amerikanischen Navy-Kampfjetpiloten. Kurzinhalt: Der Film handelt von dem F-14 Tomcat-Piloten Pete Mitchell, Codename „Maverick“, der zusammen mit seinem Freund und RIO (Radar Intercept Officer, dt.: Waffensystemoffizier) „Goose“ in eine Elite-Trainingsschule für Kampfpiloten (der United States Navy Fighter Weapons School, genannt Top Gun) versetzt wird, wo sich Maverick in die Ausbilderin Charlie verliebt. Als Goose bei einem Trainingsunfall ums Leben kommt, durchlebt Maverick eine schwere Lebenskrise, und es scheint, als könne er seine Ausbildung nicht wie geplant beenden. Mit Hilfe Charlies und seines Ausbilders Viper schafft es Maverick, die Krise zu überwinden. Ein Teil der Kampfpiloten, inklusive Mitchell, muss bei einem Ernstfall sein Können unter Beweis stellen. Mitchell entscheidet den Luftkampf für die Amerikaner. Als Belohnung wird ihm die freie Wahl seines Einsatzortes gestattet; er entscheidet sich für die Pilotenschule, wo er Charlie wieder trifft. Das Reale „Top Gun“ Die „United States Navy Fighter Weapons School“, besser bekannt als Top Gun ist die Elite-Jagdflugschule der United States Navy und war bis 1996 beheimatet auf der ehemaligen Naval Air Station Miramar in Kalifornien.  Top Gun wurde am 3. März 1969 gegründet, um Piloten Lufttaktik beizubringen und damit den relativ schlechten Leistungen der Jagdflieger im Vietnamkrieg zu begegnen. Dabei wurde erstmals das so genannte dissimilar training eingeführt, bei dem die amerikanischen Piloten nicht wie üblich gegen ein Flugzeug des Typs kämpften, das sie selbst flogen, sondern gegen kleinere Flugzeuge, wie die Sowjetunion sie betrieb. Die Crews der F-4 Phantom II kämpften bei Top Gun gegen A-4 Skyhawk (die Unterschallflugzeuge simulierte) und die F-5E Tiger II, die Überschallgegner mimte. In den 1970er und 1980er Jahren wurde die F-4 durch die F-14 Tomcat und die F/A-18 Hornet ersetzt, so dass auch die Gegner durch moderne Maschinen ausgetauscht wurden. Unter anderem wurde die BAE Hawk und die F-16 Fighting Falcon eingesetzt. Ebenso wurde nun auch die F-14 als Feind eingesetzt, da sie einerseits von Iran geflogen wurde, aber auch der Su-27 Flanker recht ähnlich war. In der 1990er Jahren wurde Top Gun zusätzlich auf Bodenangriffe ausgerichtet, um der Multi-Mission-Rolle der Trägerflugzeuge gerecht zu werden. 1996 wurde Top Gun in das Naval Strike and Air Warfare Center eingegliedert und auf die Naval Air Station Fallon nach Nevada verlegt. Quelle: Wikipedia
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raptor
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 Re: Songs Und Ihre Hintergründe:
"U2": "Sunday, Bloody Sunday"Jahr: 1983 Es geschah am 30. Januar 1972. In der nordirischen Stadt Londonderry hatte eine Bürgerrechtsgruppe, die Northern Ireland Civil Rights Association, zu einem Protestmarsch aufgerufen. Er richtete sich gegen die Internierungsgesetze der britischen Regierung, die ermöglichten, dass Menschen ohne Verfahren längere Zeit inhaftiert werden durften. Als die katholischen Demonstranten auf die schwerbewaffnete britische Armee trafen, eskalierte die Situation binnen weniger Stunden. Mit Gas, Gummigeschossen und Wasserwerfern wurden die Demonstranten in die ärmliche katholische Gegend Bogside getrieben. Dort begannen die britischen Fallschirmjäger aus bis heute ungeklärten Umständen auf die Demonstranten zu schießen und töteten 13 von ihnen. Dieser "Bloody Sunday" genannte Tag war einer der schwärzesten in der unrühmlichen, jahrhundertealten Auseinandersetzung zwischen Protestanten und Katholiken in Nordirland. Dass sich die beteiligten Gruppen bis heute die Schuld für die Eskalation 1972 gegenseitig in die Schuhe schieben, passt zu der scheinbaren Unversöhnlichkeit, zu dem tief eingebrannten Hass, der das Klima in Nordirland prägt. Immerhin scheinen die entsetzlichen Tage des offenen Terrors vorbei, die nicht zuletzt durch die Ereignisse des "Bloody Sunday" mit ausgelöst wurden, doch bis zu einer wirklichen Versöhnung werden wohl noch Jahre oder Jahrzehnte ins Land gehen. Vor allem in den unruhigen Achtzigerjahren fand der Nordirlandkonflikt immer wieder Ausdruck in Liedern irischer Musiker. U2s "Bloody Sunday" ist eines davon, das sich konkret auf einen Zwischenfall bezieht, aber auch generell nach dem Sinn dieses Religionskonfliktes fragt und feststellt, dass am Ende niemand als Sieger davongehen wird. Dringliche und einzige sinnstiftende Aufgabe wird es sein, die Gräben in den Herzen der Menschen zuzuschütten. And the battle's just begun, There's many lost, but tell me who has won? The trenches dug within our hearts, And mothers, children, brothers, sisters torn apart. U2 sangen als Band aus Dublin mit gemischten Gefühlen über den Konflikt in Nordirland. Als sie den Song das erste Mal live in Belfast aufführten, kündigte ihn Frontman Bono extra an und bot dem Publikum an, sein eventuelles Missfallen ausdrücken zu dürfen. Doch es ging gut, nicht zuletzt weil der Song keine Stellung im Konflikt bezieht. ""Sunday Bloody Sunday" is not a song in which U2 takes sides with either faction in Northern Ireland. Instead, it's about the futility of war." ("Sunday, Bloody Sunday" ist kein Song, in dem U2 Partei für eine der beiden Gruppen in Nordirland ergreift. Stattdessen geht es in dem Song um die Sinnlosigkeit des Krieges.) Eingebettet war der Titel in das Album "War", das den Krieg allgemein thematisiert. Bono selbst hatte den Nordirlandkonflikt in Dublin, wo er aufwuchs, sozusagen in abgemilderter Form am eigenen Leib erfahren. Als Kind einer protestantischen Mutter und eines katholischen Vaters spürte er auch in der Republik Irland die versteckte Ablehnung, die der Familie entgegengebracht wurde. Er erkannte hier schon früh: "In their relationship, they were proof that the bitterness between those two communities is ridiculous." ("In ihrer Beziehung waren sie der Beweis dafür, dass die Bitterkeit zwischen diesen beiden Gemeinschaften lächerlich ist.") Quelle: http://www.jochenscheytt.de/popsongs/bloodysunday.html
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raptor
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 Re: Songs Und Ihre Hintergründe:
"The Beatles": "Back In The U.S.S.R."Jahr: 1968 Im Mai 2003 trat der Ex-Beatle Paul McCartney auf dem Roten Platz in Moskau auf. Er spielte neben vielen anderen Beatles-Klassikern auch den 1968 veröffentlichten Titel "Back in the U.S.S.R.". Der russische Staatspräsident Putin, der sich bei dieser Gelegenheit gegenüber McCartney als Beatles-Fan outete, besuchte das Konzert als einer von 20.000 Menschen. Wie sich die Zeiten ändern. 35 Jahre zuvor, als die Beatles den Zenit ihrer Karriere gerade überschritten hatten und sich erste Streitereien und musikalisch unterschiedliche Ansichten innerhalb der Band nicht mehr übertünchen ließen, herrschte in der Welt noch immer der Kalte Krieg. In der Sowjetunion, die sich wie der gesamte Ostblock vehement gegen westliche Werte stellte, und eine vollkommene Abschottung seiner Bürger praktizierte, war die Musik der Beatles verboten. Sie durften im Rundfunk nicht gespielt werden, Läden durften keine Beatles-Platten verkaufen, und die Medien durften ihre Namen nicht erwähnen. Dass dies die Musik um so begehrter machte, versteht sich von selbst. Und dass trotz strengster Kontrollen immer wieder LPs die Grenze passieren konnten, ist auch klar. Der Schwarzmarkt mit Beatles-LPs blühte und ließ die Beatlemania auch in den Ostblock schwappen. In diesem Jahr brachten die Beatles ihr Weißes Album, das "White Album", heraus, dessen erstes Stück das oben erwähnte "Back in the U.S.S.R." war. Im Liedtext priesen die Beatles die UdssR und vor allem die Vorzüge der dort lebenden Frauen ("The Ukraine girls really knock me out, they leave the west behind, and Moscow girls make me sing and shout"). In der westlichen Welt herrschte Befremden. Sympathisierten die Beatles mit den Kommunisten? Drückten sie damit eine politische Gesinnung aus? Die Beatles waren aber keine politische Band. Wie war dieser Song nun zu verstehen? Die Spur führt nach Indien. Die Beatles waren ja bekanntermaßen 1968 zu einem längeren Aufenthalt in Indien beim Guru Maharishi Mahesh Yogi eingetroffen, um durch die damals in der Künstlerszene sehr angesagte Meditation ihren künstlerischen Horizont zu erweitern und ihre Kreativität zu fördern. Sie waren dort allerdings nicht allein. Auch andere Berühmtheiten aus dem Showbusiness, wie zum Beispiel Donovan, oder Mike Love von der amerikanischen Boyband The Beach Boys wollten sich in der Abgeschiedenheit des indischen Ashram selbst finden. Neben Gesprächen und Meditationen wurde dort auch viel musiziert. Bei einer dieser Sessions der Beatles mit Mike Love entstand die Idee zu "Back in the U.S.S.R.", und zwar als nicht ganz ernst gemeinte neue Version zweier verschiedener Songs, "California Girls" von den Beach Boys und "Back in the USA" von Chuck Berry. 1965 hatten die Beach Boys ihre Hymne auf die amerikanischen Frauen veröffentlicht, verbunden mit dem Wunsch sie könnten alle in Kalifornien, der Heimat der Beach Boys, leben ("I wish they all could be California girls"). Schon im Jahr 1959 war der andere patriotische Song erschienen, auf den sich "Back in the U.S.S.R." bezieht. Chuck Berry's "Back in the USA" war ein mittelmäßer Rock'n'Roll-Song, der inhaltlich die Freude zum Ausdruck bringt, wieder zu Hause in den USA angekommen zu sein. Die Idee war nun, einen Song zu schreiben, der sozusagen in parodistischer Art und Weise nicht die Vorzüge der USA und der Mädels dort, sondern die der UdssR in den Vordergrund rückte. "California girls" und "Back in the USA" sind in der neuen Version aber nicht nur inhaltlich wieder zu finden, sondern auch musikalisch. Chuck Berry war einer der einflussreichsten Rock'n'Roller, und den Beatles natürlich auch bestens bekannt, da sie mit Coverversionen amerikanischer Rock'n'Roll-Titel ihre Karriere begonnen hatten. Deshalb ist es auch kein Zufall, dass "Back in the U.S.S.R." mit den verzerrten Gitarren, dem treibenden Rockschlagzeug und energiegeladenen Gesang ein Stück Rock'n'Roll in etwas neuerem Gewand ist. Man kann aber auch die Referenz an die Beach Boys gut hören. Der Backgroundchor zu "the Moscow girls really knock me out..." ist deutlich im Beach-Boys-Sound gehalten; eben eine kleine nette Verbeugung vor den Kollegen und Hinweis auf die Entstehung. Wenn wir schon bei Referenzen sind: auch die Textzeile "...and Georgia's always on my mind" ist nur leicht gegenüber dem originalen Jazz-Standard "Georgia on my mind", der von Hoagy Carmichael komponiert und von Ray Charles unsterblich gemacht worden war, verändert. "Georgia" meint in diesem Fall aber nicht den amerikanischen Bundesstaat Georgia, sondern das im Englischen gleichnamige Georgien. Interessant vielleicht noch, dass auf der Aufnahme von "Back in the U.S.S.R." nicht Ringo Starr trommelt, der wegen eines Streits das Studio verlassen hatte, sondern Paul McCartney. Quelle: http://www.jochenscheytt.de/popsongs/backintheussr.html
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raptor
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 Re: Songs Und Ihre Hintergründe:
“Puff Daddy feat. Faith Evans & 112”: “I'll Be Missing You“Original: Police mit dem Titel "Every breath you take" Jahr: 1983 Cover: Puff Daddy Jahr: 1997 Im Jahr 1983 brachte die Gruppe Police den von Sting geschriebenen Titel "Every breath you take" heraus. Der Titel wurde das erfolgreichste Stück der englischen Gruppe, obwohl er eine gewisse Eintönigkeit besitzt, die nur in der von Sting sehr emotional gestalteten Bridge durchbrochen wird. Im März 1997 wurde in Los Angeles der Rapper Notorious B.I.G. in seinem Auto erschossen. Er saß auf dem Beifahrersitz seines Wagens, als die tödlichen Schüsse aus einem vorbeifahrenden Auto abgegeben wurden. Bis heute ist nicht ganz klar, ob diese Tat ein Racheakt für die Ermordung von Tupac Shakur war, der sechs Monate zuvor auf fast gleiche Weise umgekommen war. Beide waren Rivalen und repräsentierten die verfeindeten Gruppen der New Yorker East Coast Rapper und der West Coast Rapper aus Los Angeles. Notorious B.I.G., dessen richtiger Name Christopher Wallace war, stand für den East Coast Gangsta Rap. Die beiden Morde waren der Höhepunkt der Auseinandersetzungen zwischen den beiden Gruppen und gleichzeitig Ausdruck der Gewaltbereitschaft, die die im Ghetto aufgewachsenen Gangsta Rapper mitbringen. Aus diesem Kreislauf der Gewalt, den die Kinder in den schwarzen Ghettos seit frühester Jugend mitbekommen, ist es sehr schwer auszubrechen. Als Aufforderung, aus dieser Spirale herauszukommen, ist die etwas pathetisch geratene Hymne von Coolio, "C U When You Get There" zu verstehen: Komm auf die andere Seite, ich treffe dich dann wenn du dort bist, see you when you get there. Puff Daddys Stück "I'll be missing you" ist ein musikalischer Nachruf an Notorious B.I.G., mit dem er eng befreundet war. Er nahm dafür "Every breath you take" als Grundlage. Puff Daddy spielte den Titel zusammen mit Notorious' Witwe Faith Evans ein, die den Refrain singt. Puff Daddy selbst steuert die Rapteile bei. Während die Rappassagen nichts mit dem Originaltext zu tun haben, wurde im Refrain der ursprüngliche Text der Gruppe Police nur leicht geändert und angepasst: Police: Every breath you take, every move you make Every bond you break, every step you take, I'll be watching you Every single day, every word you say Every game you play, every night you stay, I'll be watching you Puff Daddy: Every step I take, every move I make Every single day, every time I pray -- I'll be missing you Thinking of the day, when you went away What a life to take, what a bond to break -- I'll be missing you Dass auch Puff Daddy seine Herkunft aus den schwarzen Ghettos nicht verleugnen kann, zeigen die in letzter Zeit recht zahlreichen Vorfälle, bei denen er in Schießereien verwickelt war. Quelle: http://www.jochenscheytt.de/popsongs/missing.html
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 Re: Songs Und Ihre Hintergründe:
“Billy Joel”: “We Didn't Start The Fire“Jahr: 1990 "We didn't start the fire" ist ein Ritt durch die Weltgeschichte der 50er bis 80er Jahre - mit amerikanischem Blickwinkel. Die Strophen bestehen dabei nur aus Schlagworten - insgesamt 121 - die jeweils für ein Ereignis, eine Persönlichkeit oder einen Gegenstand stehen. Von 1949 bis 1963 wird jedes einzelne Jahr aufgelistet. Die Jahre 1964 bis 1989 sind dann im Gegensatz dazu recht knapp abgehandelt. Der Autor hat die 121 Begriffe von "We didn't start the fire" noch einmal recherchiert: -------------------------------------------------------------------------------- '49 -Harry Truman Harry Truman, 33. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika von 1945 bis 1953, begann 1949 im Nachkriegsamerika seine zweite Amtszeit. Während seiner Amtszeit bildete sich die NATO und begann der anti-sowjetische Kurs der USA. -Doris Day Die amerikanische Filmschauspielerin und Sängerin Doris Day war ab 1948 erfolgreich im Filmgeschäft tätig und hatte mit ihrer hübschen Stimme immer wieder Hits im Stile des 50er-Pop wie "Que sera". -Red China Nach dem Bürgerkrieg ab 1947 wurde 1949 die Volksrepublik China ausgerufen. China war von nun an unter ihren Führern Mao Tse Tung und Chou En-lai kommunistisch. -Johnnie Ray Der amerikanische Schlagersänger Johnny Ray, der auf einem Ohr fast taub war und seit dem 14. Lebensjahr ein Hörgerät trug, hatte in den 50ern eine Serie von Hits. South Pacific Das Musical "South Pacific" des Erfolgsduos Richard Rodgers und Oscar Hammerstein II. hatte 1949 am Broadway Premiere und wurde insgesamt 1.925 Mal gespielt. -Walter Winchell -Walter Winchell, einflussreicher, berühmter Journalist, schillernde Persönlichkeit mit eigener Radioshow bei NBC, dessen Kolumnen für die Zeitungen eine Goldgrube waren. -Joe DiMaggio Er war der berühmteste und meistbewunderte Baseballspieler Amerikas, nicht nur wegen seiner sportlichen Leistungen, sondern auch wegen seiner Persönlichkeit. Die kurze Ehe mit Marilyn Monroe sichert ihm einen Namen auch außerhalb der Sportwelt. -------------------------------------------------------------------------------- '50 -Joe McCarthy Senator Joe McCarthy nutzte die Hysterie vor dem Kommunismus, die sich im Nachkriegsamerika breitmachte, konsequent aus. Sein Aufstieg begann 1950 und dauerte vier Jahre lang, in denen viele unschuldige amerikanische Bürger des Kommunismus verdächtigt wurden. Die Verfolgung wurde oft als Hexenjagd tituliert. -Richard Nixon Richard Nixon, später 37. Präsident der Vereinigten Staaten, betrat 1950 die politische Bühne auf Landesebene, als er in den Senat gewählt wurde. Allerdings benutzte er schon bei dieser Wahl schmutzige Tricks, indem er seine Gegenkandidatin als Kommunistin denunzierte. Nixon musste 1974 wegen weiterer schmutziger Machenschaften (Watergate-Skandal) vom Präsidentenamt zurücktreten. -Studebaker Der im Jahr 1950 vorgestellte neue Studebaker war wegweisend und begründete eine neue Designrichtung in der amerikanischen Automobilbranche. Am Design von Raymond Loewy fiel vor allem die propellerähnliche Front auf. 1966 musste Studebaker seine Autoproduktion einstellen. -Television Nach dem Zweiten Weltkrieg begann der Siegeszug des Fernsehens. 1950 hatten immerhin schon 3,1 Millionen Amerikaner ein Fernsehgerät. -North Korea, South Korea Im Jahr 1950 marschierten die Truppen des kommunistischen Nordkorea in Südkorea ein. Die USA folgten dem Hilferuf Südkoreas und schickten Truppen. Der Koreakrieg und die bis heute gültige Teilung Koreas am 38. Breitengrad waren die Folge. -Marilyn Monroe Amerikanische Schauspielerin und Sexsymbol der 50er Jahre. Sie bekam 1950 einen neuen Filmvertrag bei 20th Century Fox, der der Grundstein ihrer Schauspielkarriere war. Marilyn Monroe starb 1962 im Alter von nur 36 Jahren an einer Überdosis Schlaftabletten. -------------------------------------------------------------------------------- '51 -Rosenbergs Das Ehepaar Julius und Ethel Rosenberg wurde 1951 der Spionage für die Sowjetunion angeklagt und zum Tode verurteilt. Das Urteil wurde 1953 vollstreckt, obwohl bis zum Schluss beide ihre Unschuld beteuerten. -H-Bomb Im Zuge des Wettrüstens nach dem Zweiten Weltkrieg baute die USA die hydrogen bomb, die Wasserstoffbombe, deren Wirkung noch um einiges verheerender als die der Atombombe war. -Sugar Ray Walker Smith Jr., der sich Ray Robinson nannte und als Sugar Ray weltberühmt wurde, war eine Boxlegende und mehrmaliger Welter- und Mittelgewichtsweltmeister. 1951 besiegte er in einem denkwürdigen Kampf Jake LaMotta und wurde damit zum ersten Mal Weltmeister im Mittelgewicht. -Panmunjom Panmunjom liegt in Korea unweit des 38. Breitengrads, der Demarkationslinie, die Nord- und Südkorea teilt. 1951 begannen die Waffenstillstandsverhandlungen in Panmunjom, und 1953 wurde dort der Waffenstillstand geschlossen. -Brando Der amerikanische Schauspieler Marlon Brando trat 1951 mit seinem zweiten Film, "Endstation Sehnsucht" ins Rampenlicht. Bekannt wurde er auch durch den Skandalfilm der 70er, "Der letzte Tango von Paris". -The King and I Das Musical, das am Broadway 1951 Premiere hatte und über 1.200 Mal aufgeführt wurde, basiert auf dem Roman "Anna and the King of Siam" von Margaret Landon. Geschrieben vom Erfolgsduo Rodgers/Hammerstein, blieb vor allem Yul Brunner in der Hauptrolle in Erinnerung, der auch in der Filmversion von 1956 brillierte. -The Catcher in the Rye Der "Fänger im Roggen", so der deutsche Titel, war ein Erfolgsbuch des Schriftstellers J. D. Salinger, das den sechzehnjährigen Jungen Holden Caulfield auf der schwierigen Suche nach dem Erwachsenwerden begleitet. -------------------------------------------------------------------------------- '52 -Eisenhower Dwight D. Eisenhower wurde 1952 zum 34. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt. Er blieb bis 1961 im Amt. -Vaccine 1952 gelang es Dr. Jonas Salk, nach langen Forschungen einen Impfstoff gegen die gefürchtete Kinderlähmung zu finden. Die hierzulande heute gebräuchliche Schluckimpfung wurde 1957 von Albert Sabin entwickelt. -England's got a new Queen 1952 wurde Elizabeth II. nach dem Tod ihres Vaters George VI. neue Königin von Großbritannien. Sie feierte 2003 ihr fünfzigjähriges Thronjubiläum. -Marciano Rocco Francis Marchegiano, genannt Rocky Marciano, wurde 1952 in einem denkwürdigen Kampf gegen Jersey Joe Walcott durch K.O. in der letzten Runde Schwergewichtsweltmeister im Boxen, ein Titel, den er bis 1956 innehatte. Er starb 1969 bei einem Flugzeugabsturz. -Liberace Der homosexuelle Barpianist und Entertainer Liberace, der aus armen Verhältnissen stammte, schaffte es, zu Kultstatus und ungeheurem Reichtum zu gelangen, den er bei seinen Shows mit extravaganten Kostümen zur Schau stellte. 1952 hatte er seine erste Fernsehshow, die seinen Aufstieg zu nationaler Popularität einleitete. -Santayana goodbye 1952 starb in Rom der amerikanische Dichter und Philosoph spanischer Herkunft George Santayana. Er lehrte eine Zeit lang als Professor für Philosophie an der Harvard University. -------------------------------------------------------------------------------- '53 -Joseph Stalin Joseph Stalin war einer der größten Schwerverbrecher in der Geschichte der Menschheit. Man kann nur grob schätzen, wie viele Millionen von Menschen unter seiner Schreckensherrschaft im russischen Riesenreich umkamen. Er starb 1953. -Malenkov Georgi Maximilianowitsch Malenkov, 1902 geborener sowjetischer Politiker, wurde 1953 nach dem Tod Stalins Vorsitzender des Ministerrats der UdSSR. Seine Karriere endete früh: 1955 musste er als Regierungschef zurücktreten, 1957 wurde er aller Ämter enthoben und 1961 aus der Partei ausgeschlossen. -Nasser Im Jahr 1953 wurde Ägypten Republik unter General Nagib. Sein Stellvertreter war Gamal Abd el-Nasser, der nur ein Jahr danach Nagib absetzte und selbst Staatspräsident wurde. Er starb 1970. -Prokofiev 1953 - am selben Tag wie Stalin - starb der russische Komponist und Pianist Sergej Prokofiev, der einige Jahre seines Lebens in den USA im Exil zugebracht hatte, bevor er nach Russland zurückkehrte. Bekannteste Werke: Romeo und Julia, Peter und der Wolf und die Symphonie classique. -Rockefeller Die Rockefellers waren eine steinreiche und äußerst wohltätige Familie mit großem Einfluss in Wirtschaft und Politik. Nelson A. Rockefeller machte in den 50ern eine politische Karriere, die ihn von 1974 bis 1977 bis zum Amt des Vizepräsidenten führte. -Campanella Roy Campanella war einer der wenigen schwarzen Baseballspieler und hatte 1953 seine beste Saison, in der er viele Rekorde aufstellte. Nach einem Autounfall 1958 war er für den Rest seines Lebens gelähmt. -Communist Bloc Als Stalin 1953 starb, lockerte sich der feste Griff der Sowjetunion auf die anderen Mitgliedsstaaten des Ostblocks merklich. Daraus resultierende Reformbewegungen und Aufstände wie am 17. Juni 1953 in der DDR oder 1956 in Ungarn wurden blutig niedergeschlagen. -------------------------------------------------------------------------------- '54 -Roy Cohn Der höchst umstrittene, homosexuelle Anwalt Roy Cohn tat sich Anfang der 50er Jahre im Spionagefall Rosenberg, und als rechte Hand McCarthys bei der Kommunistenhatz hervor. 1954, als McCarthys Stern zu sinken begann, tauchte auch Cohn ab und arbeitete wieder als Anwalt. Er starb 1986 an AIDS. -Juan Peron Argentinischer Staatspräsident, aus heutiger Sicht aber wohl eher Gatte von Eva Peron, auch Evita genannt. Sie erreichte Unsterblichkeit durch ihre Wohltaten und das über sie geschriebene Musical von Andrew Lloyd Webber. -Toscanini 1937 wurde für den italienischen Stardirigenten Arturo Toscanini ein eigenes Orchester gegründet, das NBC Symphony Orchestra. Mit diesem Orchester dirigierte Toscanini 1954 87-jährig sein letztes Konzert. Er starb 1957. -Dacron Dacron ist eine Chemiefaser auf der Basis von Polyester, die vor allem für Kissen- und Matratzenfüllungen oder Segel verwendet wird. -Dien Bien Phu Falls In Dien Bien Phu, einem kleinen Kaff in Nordvietnam, fand 1954 die entscheidende Niederlage der Franzosen gegen die Vietminh im ersten Indochinakrieg statt. Rock around the clock -"Rock around the clock" war 1954 der Riesenerfolg des Weißen Bill Haley und seiner Begleitband The Comets, die den schwarzen Rhythm'n'Blues, im Tempo gesteigert, einem weißen Publikum zugänglich machten. Der Siegeszug des Rock'n'Roll war gestartet. -------------------------------------------------------------------------------- '55 -Einstein 1955 starb der Physiker, Nobelpreisträger und Entdecker der Relativitätstheorie Albert Einstein. Er war 1940 amerikanischer Staatsbürger geworden. -James Dean Der amerikanische Schauspieler James Dean verunglückte 1955 mit seinem Porsche tödlich. Er war nur 24 Jahre alt geworden, aber schon das Jugendidol der damaligen Zeit. Sein früher Tod machte ihn vollends zum Mythos. -Brooklyn's got a winning team Die Baseball-Mannschaft Brooklyn Dodgers gewann 1955 die Meisterschaft in der World Series gegen die New York Yankees. -Davy Crockett "Davy Crockett, King of the Frontier" hieß der 1955 angelaufene von Disney produzierte Film über den Abenteurer aus der Zeit des Wilden Westens. Der Film löste unter den Kindern damals eine Davy-Crockett-Begeisterungswelle aus. -Peter Pan Der in den Disney-Studios produzierte Zeichentrickfilm Peter Pan von 1953 ist ein Klassiker. 1955 allerdings wurde im Fernsehen in Farbe eine Version vom Broadway mit Mary Martin ausgestrahlt, die die Menschen begeisterte. -Elvis Presley 1955 unterschrieb Elvis einen gut dotierten Plattenvertrag mit RCA, den sein neuer Manager Colonel Tom Parker für ihn ausgehandelt hatte. Das war der Startpunkt für seine Karriere, die dann 1956 mit den ersten großen Hits begann. -Disneyland 1955 wurde der erste Disneyland Park in Anaheim bei Los Angeles eröffnet. -------------------------------------------------------------------------------- '56 -Bardot "...und immer lockt das Weib" war der Titel des Films, der Brigitte Bardot 1956 den endgültigen Durchbruch und ein auf immer festzementiertes Image als "Sexsymbol des Universums" einbrachte. -Budapest Eine Demonstration von Arbeitern und Studenten für Reformen breitete sich 1956 von Budapest schnell über ganz Ungarn aus und wurde von den sowjetischen Truppen gewaltsam niedergeschlagen. Die USA hielten still. -Alabama Ende 1956 beendete die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der USA, die nach schwarzen und weißen Bürgern getrennte Sitzplätze in öffentlichen Bussen für gesetzeswidrig erklärte, den fast ein Jahr dauernden Busboykott der schwarzen Bevölkerung von Montgomery, Alabama. Dies war ein riesiger Erfolg für die schwarze Bürgerrechtsbewegung unter Martin Luther King. -Khrushchev Nikita Chruschtschow wurde 1953 Parteichef der KPdSU. 1958 stieg er zum Regierungschef auf und wurde zum Gegenspieler des amerikanischen Präsidenten Kennedy, vor allem in der Kubakrise 1962. -Princess Grace Für die amerikanische Schauspielerin Grace Kelly war das Jahr 1955 bedeutend. Sie erhielt nicht nur einen Oscar für "Das Mädchen vom Lande", war durch die Zusammenarbeit mit Alfred Hitchcock am Zenit ihrer Karriere, sondern lernte Fürst Rainier von Monaco kennen, den sie 1956 heiratete. Danach hieß sie Grazia Patrizia, Fürstin von Monaco. -Peyton Place Das 1956 erschiene Buch "Peyton Place" von Grace Metalious wurde zu einer der beliebtesten Soap Operas umgearbeitet, die je im amerikanischen Fernsehen zur Hauptsendezeit ausgestrahlt wurde, und wurde somit zum Vorläufer aller aller anderen Soap Operas. -Trouble in the Suez Die Suezkrise wurde 1956 durch die Verstaatlichung des Suezkanals durch den ägyptischen Staatspräsidenten Nasser ausgelöst. Israel, das dadurch von den Handelsrouten abgeschnitten war, und England und Frankreich als ehemalige Kolonialmächte griffen daraufhin militärisch ein, mussten sich aber auf Druck aus Moskau und Washington wieder zurückziehen. -------------------------------------------------------------------------------- '57 -Little Rock 1957 meldeten sich neun afro-amerikanische Schüler an der Central High School in Little Rock an, die ausschließlich von Weißen besucht werden durfte. Sie wurden abgelehnt. Als sie trotzdem die Schule besuchen wollten, kam es zu tagelangen Ausschreitungen, so dass sogar die Armee einrücken musste um Recht und Ordnung wieder herzustellen. -Pasternak 1957 erschien, zuerst in Italien, der Roman "Doktor Schiwago" des russischen Autors Boris Pasternak. Er erhielt dafür 1958 den Literaturnobelpreis, den er allerdings nicht annehmen konnte, da er Repressaliern der sowjetischen Regierung befürchtete. Das Buch war in der UdSSR verboten. -Mickey Mantle Der Baseballstar Mickey Mantle war Nachfolger Joe diMaggios bei den New York Yankees und erlangte ähnlich große Berühmtheit wie dieser. -Kerouac Der amerikanische Schriftsteller Jack Kerouac ist vor allem durch seinen 1957 veröffentlichten Roman "On the road" berühmt geworden, der die ziellose Reise zweier Freunde durch die USA schildert und zum Symbol für eine Gegenkultur zu bürgerlichen Gesellschaft wurde. -Sputnik Das waren die sowjetischen Raumkapseln, die 1957 die Erde umrundeten, Sputnik II mit einer Hündin als erstes Lebewesen im All an Bord. Sie standen symbolisch für das technische Know-How der Supermacht Sowjetunion und mobilisierten in den USA sämtliche Kräfte, in diesem Wettrennen um die Beherrschung des Weltraums aufzuholen. -Chou En-Lai Der chinesische Politiker Chou En-lai war von 1949 bis 1976 Ministerpräsident der Volksrepublik China. Er hatte in Europa studiert und 1921 die kommunistische Partei Chinas mitbegründet. -Bridge on the river Kwai "Die Brücke am Kwai" war ein 1957 erschienener Kriegsfilm des Regisseurs David Lean mit Alec Guiness in der Hauptrolle. Der Film wurde mit sieben Oscars prämiert und zählt zu den unbestrittenen Klassikern der Filmgeschichte. -------------------------------------------------------------------------------- '58 -Lebanon Unruhen im Libanon. Die pro-westliche Regierung rief US-Truppen zu Hilfe, die auch prompt einmarschierten. Nach einer Resolution in der UN-Vollversammlung zogen die Truppen wieder ab. Der Libanon und der Nahe Osten blieben jedoch ein Pulverfass. -Charles de Gaulle Charles de Gaulle, französischer General und Politiker, war von 1958 bis 1969 erster Präsident der fünften Republik. -California baseball Um Baseball nicht nur im Osten der USA stattfinden zu lassen, zogen die Brooklyn Dodgers im Oktober 1958 um nach Los Angeles. Sie holten im selben Jahr prompt den ersten Titel nach Kalifornien. -Starkweather Charles Starkweather tötete 1958 in Nebraska 11 Menschen, bevor er von der Polizei festgenommen werden konnte. Er starb auf dem elektrischen Stuhl. -Homicide unklar, vielleicht Zusammenhang mit "Starkweather"(?) -Children of Thalidomide Thalidomide, oder im Deutschen Contergan, kam im Oktober 1957 auf den Markt. Von den Ärzten wurde das vermeintlich ungefährliche Mittel schwangeren Frauen für ruhige Nächte verschrieben, verursachte aber bei den Kindern schwere Missbildungen. -------------------------------------------------------------------------------- '59 -Buddy Holly Als der Rock'n'Roll Musiker Buddy Holly 1959 bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam, war das für Don McLean der Tag, an dem die Musik starb (American Pie). Wie viele früh verstorbene Musiker wurde Buddy Holly auch nach seinem Tode mythisch verklärt. -Ben Hur Das Filmepos von 1959 mit Charlton Heston in der Hauptrolle gewann elf Oscars und war der Höhepunkt an Hollywoodepen mit biblischen Themen seit dem ersten Film dieser Art, Samson and Delilah, von 1949. -Space Monkey Der Rhesusaffe Sam diente 1959 als Versuchsaffenkaninchen, um Raumfahrtanzüge und Auswirkungen von Beschleunigung für spätere bemannte Raumflüge zu testen. Sam wurde 55 Meilen weit in den Weltraum geschickt und kam heil wieder auf der Erde an. -Mafia Ein Unterwelttreffen bei New York und der Fernsehfilm "Inside the Mafia", deutsch "Die schwarze Hand der Mafia", brachten die Mafia 1959 in aller Munde. -Hula Hoops Hawaii wurde 1959 50. Bundesstaat der Vereinigten Staaten und brachte als Eintrittsgeschenk den Hula-Hoop Reifen mit. Er wurde bald umgangssprachlich auch Nabeläquator genannt. -Castro Fidel Castro kam 1959 in Kuba an die Macht und ging bald eine Allianz mit der Sowjetunion ein. Er ist bis zum heutigen Tag im Amt. -Edsel is a no-go Der Ford Edsel erregte die Gemüter, weil man fand, dass sein Kühlergrill aussah wie eine Vagina. Konservative Gruppen protestierten deshalb gegen das Auto - mit Erfolg: es wurde ein Flop. Schuld war aber auch die miserable Verarbeitungsqualität des Edsel. Benannt wurde der Edsel im übrigen nach dem Sohn des Firmengründers Henry Ford, Edsel Ford. -------------------------------------------------------------------------------- '60 -U-2 U-2s waren in großen Höhen fliegende Spionageflugzeuge der USA, die eingesetzt wurden, um Aufnahmen von militärischen Sperrgebieten in der Sowjetunion zu machen. Als 1960 eines dieser Flugzeuge von den Sowjets über sowjetischem Territorium abgeschossen wurde, führte dies zu verstärkten Spannungen zwischen den Supermächten. -Syngman Rhee Syngman Rhee war der erste Staatspräsident Südkoreas nach dem Zweiten Weltkrieg. Er führte Südkorea durch die schwere Zeit der nordkommunistischen Aggressionen und des Koreakriegs. 1960 trat er im Alter von 85 Jahren zurück. -payola Das Wort "payola" erschien 1960 zum ersten Mal im Sprachgebrauch und ist angeblich aus "pay" und "Victrola" - ein früher Schallplattenspieler - zusammengesetzt. Es bezeichnet eine Form von Bestechung, bei der Radiomoderatoren gegen Geld bestimmte Musiktitel häufiger spielen und diese somit pushen. Der erste wegen payola Angeklagte war der bekannte Moderator Alan Freed. -Kennedy 1960 wurde John F. Kennedy mit einem äußerst knappen Wahlsieg über seinen Konkurrenten Richard Nixon zum 35. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt. Seine Einsetzung ins Amt fand erst 1961 statt. 1963 wurde Kennedy Opfer eines Attentats. -Chubby Checker 1960 sang Chubby Checker den Titel "The Twist" und setzte damit den Siegeszug dieses neuen Modetanzes in Gang. "Let's twist again" war sein zweiter Erfolg, doch schon 1963/64 war der Twist wieder out. -Psycho "Psycho" gilt als der gelungenste Film des britischen Regisseurs Alfred Hitchcock. Berühmt sind hierbei vor allem die Mordszene in der Dusche, die alte Frau im Drehstuhl im Keller, und natürlich Norman Bates als Psychopath. -Belgians in the Congo Die belgische Kolonie Kongo wurde nach Unabhängigkeitsbestrebungen und Unruhen im Land 1960 in die Unabhängigkeit entlassen. Da dies überhastet geschah, entstand im neuen Staat in kurzer Zeit komplette Anarchie, so dass belgische Truppen und später die UNO Recht und Ordnung wiederherstellen mussten. -------------------------------------------------------------------------------- '61 -Hemingway Der exzentrische amerikanische Schriftsteller Ernest Hemingway, der zeit seines Lebens von Frauen, Alkohol, Stierkampf, Afrika und Kuba fasziniert war, starb 1961. Sein wohl bekanntester Roman ist "Der alte Mann und das Meer". -Eichmann Adolf Eichmann, SS-Scherge und zentrale Figur bei der Massenvernichtung von Juden in den Konzentrationslagern, wurde vom israelischen Geheimdienst 1960 in Argentinien aufgespürt, wo er unter falschem Namen lebte. Er wurde aus Argentinien nach Israel entführt, wo ihm 1961 der Prozess gemacht wurde. Das Todesurteil wurde 1962 vollstreckt. -Stranger in a strange land Das Buch des amerikanischen Autors Robert A. Heinlein heißt in der deutschen Ausgabe "Ein Mann in einer fremden Welt". Valentine Michael Smith wird auf dem Mars von Marsmenschen erzogen und kommt auf die Erde, um dort die menschliche Moral und Liebe kennenzulernen. Er gründet schließlich seine eigene Religion. -Dylan Robert Allen Zimmermann, besser bekannt unter dem Pseudonym Bob Dylan, tauchte 1961 in der amerikanischen Folkszene auf und wurde schnell zu einem der einflussreichsten Folk- und Popmusiker der 60er und 70er Jahre. -Berlin Nachdem die Zahl der Menschen, die die DDR verließen, immer höher wurde, begannen die Verantwortlichen in der DDR am 13.8.1961 die Grenze zwischen Ost- und Westberlin abzuriegeln. Die provisorischen Grenzbefestigungen wurden in den Tagen darauf durch die Berliner Mauer ersetzt. -Bay of Pigs Invasion Dies war der Versuch des CIA, das ungeliebte Regime Fidel Castros auf Kuba, also direkt vor der Haustüre der USA, loszuwerden. 1.500 vom CIA ausgebildete Exilkubaner sollten nach der Landung in der Schweinebucht einen Aufstand provozieren und das Regime stürzen. Der Plan scheiterte kläglich. -------------------------------------------------------------------------------- '62 -Lawrence of Arabia "Lawrence von Arabien", 1962 erschienen, ist ein weiteres Filmepos des Regisseurs David Lean. Es erzählt die Geschichte des jungen englischen Offiziers T.E. Lawrence, der im Ersten Weltkrieg in der Wüste zusammen mit den Arabern gegen die Türken kämpft. Der Film erhielt sieben Oscars. -British Beatlemania Die Begeisterung vor allem jüngerer weiblicher Fans für die Beatles hatte bald solche Ausmaße angenommen, dass man von einer Manie, der "Beatlemania" sprach. -Ole Miss Ole Miss ist der Spitzname für die Universität von Mississippi in Oxford. 1962 war James Meredith der erste Schwarze, der dort zum Studium zugelassen wurde, allerdings erst nach Rassenunruhen, Eingreifen der Nationalgarde und Intervention von Präsident Kennedy. -John Glenn Der amerikanische Astronaut John Glenn umrundete als erster Amerikaner die Erde in einer Raumkapsel. Er benötigte fünf Stunden für drei Umrundungen und landete sicher im Atlantischen Ozean. -Liston beats Patterson Sonny Liston gegen Floyd Patterson war ein legendärer Boxkampf des Jahres 1962. Liston gewann, durch K.O. in der ersten Runde. -------------------------------------------------------------------------------- '63 -Pope Paul Papst Paul VI. trat 1963 sein Amt an und regierte bis 1978. Er war der Papst, der die Tiara, die Papstkrone, ablegte und somit auf das Zeichen der weltlichen Herrschaft verzichtete. -Malcolm X Malcolm X war in den 60ern im Kampf der amerikanischen Schwarzen um gleiche Rechte so etwas wie der Gegenpol zum Gewalt ablehnenden Martin Luther King. Nachdem Malcolm X seine teils radikalen Ideen gemäßigt hatte, wurde er von Mitgliedern der Black Muslims umgebracht. -British Politician Sex Der verheiratete britische Heeresminister John Dennis Profumo musste 1963 wegen einer Affäre mit dem Callgirl Christine Keeler zurücktreten. Sie unterhielt auch Beziehungen zu einem sowjetischen Militärattaché. Profumo hatte die Affäre vor einem Untersuchungsausschuss noch geleugnet. -J.F.K. blown away John F. Kennedy, der 35. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, wurde 1961 ins Amt gewählt. Nur zwei Jahre später starb der beliebte Politiker in Dallas durch die Kugeln eines Attentäters. Bis heute bieten die Hintergründe der Tat Anlass zu Spekulationen. -------------------------------------------------------------------------------- '64-'89 -Birth Control 1964 erklärte der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten Geburtenkontrolle durch Verhütungsmaßnahmen wie die Pille für rechtmäßig. Somit konnte die Pille legal an Ehepaare verschrieben werden. Unverheiratete Paare bekamen dieses Recht erst 1972. -Ho Chi Minh Er war der Staatschef des kommunistischen Vietnam und somit Gegenspieler der USA im Vietnamkrieg. Nach Beendigung des Kriegs wurde die ehemalige Hauptstadt Südvietnams, Saigon, in Ho Chi Minh City umbenannt. -Richard Nixon back again Nachdem er 1960 den Präsidentschaftswahlkampf gegen John F. Kennedy verloren hatte, schaffte er es dieses Mal. Nach der erfolgreichen Wahl 1968 trat er 1969 sein Amt als 37. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika an. 1974 musste er wegen des Watergate-Skandals zurücktreten. -Moonshot 1969 landete mit Neil Armstrong der erste Mensch auf dem Mond. Seinen berühmten Satz "That's one small step for man, one giant leap for mankind." - "Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein riesiger Sprung für die Menschheit." sprach er aus, als er seinen Fuß auf die Mondoberfläche setzte.. -Woodstock 1969 versammelten sich zum Höhepunkt der Zeit des Love and Peace hunderttausende Jugendlicher auf einem Feld bei New York um drei Tage lang Livemusik zu hören und dem Regen zu trotzen. -Watergate Der Watergate-Skandal erschütterte die Demokratie der Vereinigten Staaten. Präsident Richard Nixon hatte das Hauptquartier der demokratischen Partei mit Wanzen abhören lassen, um seine Wiederwahl durch Informationen zu sichern. Er musste deshalb 1974 zurücktreten. -Punk Rock Ende der 70er Jahre entstand der Punk Rock in England als eine Gegenreaktion auf den überladenen Bombast- und Klassikrock vom Anfang der Dekade. Die hämmernde, aggressive, laute und provozierende Musik drückte aber auch den sozialen Niedergang Englands und die Perspektivlosigkeit der damaligen Jugend aus. -Begin Der israelische Politiker und Ministerpräsident Menachem Begin erhielt 1978 zusammen mit Anwar As Sadat den Friedensnobelpreis für die Politik der Aussöhnung zwischen Ägypten und Israel. -Reagan Ronald Reagan war 69, als er 1981 zum 40. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt wurde, und somit der älteste Amerikaner, der jemals Präsident wurde. Im früheren Leben war er Schauspieler gewesen. -Palestine Die seit 1948 um einen eigenen Staat kämpfenden Palästinenser griffen in den 70ern zu drastischen Mitteln. Im 10-Punkte-Programm der PLO von 1974 wurde beschlossen, den Staat Israel mit allen Mitteln, zu denen auch der bewaffnete Kampf gehört, zu bekämpfen. Der Konflikt dauert bis zum heutigen Tag an. -Terror on the Airline In den späten 70ern und frühen 80ern waren Flugzeugentführungen durch Terroristen so zahlreich, dass die Sicherheitsvorkehrungen an Flughäfen immer mehr verstärkt wurden. -Ayatollah's in Iran Der iranische Geistliche und Politiker Ayatollah Khomeini kehrte nach Jahren im Ausland 1979 in den Iran zurück, nachdem der Schah abgesetzt worden war. Khomeini hatte den Widerstand gegen die Regierung des Schah vom Ausland aus organisiert und rief noch im selben Jahr eine islamische Republik im Iran aus. -Russians in Afghanistan 1979 marschierten sowjetische Truppen in Afghanistan ein. Sie waren angeblich aufgrund eines Beistandspaktes von der afghanischen Regierung zu Hilfe gerufen worden. Dem jahrelangen Guerillakrieg der afghanischen Mudjaheddin hatten die Russen im Endeffekt nichts entgegenzusetzen und verließen Afghanistan wieder, um dem Taliban-Regime Platz zu machen. -Wheel of Fortune Das "Wheel of Fortune" war auch im deutschen Fernsehen als "Glücksrad" äußerst beliebt. -Sally Ride Sally Ride ist die erste Amerikanerin im Weltraum. Sie flog 1983 mit der Raumfähre Challenger ins All. -Heavy Metal Der Heavy Metal ist eine Weiterentwicklung des Hard Rock der 70er und war musikalisch noch schneller und härter. Stark verzerrte Gitarren, hartes Schlagzeug und an Schreien erinnernder Gesang werden gepaart mit enormer Lautstärke. -Suicide Seit 1980 stieg die Selbstmordrate bei amerikanischen Jugendlichen dramatisch an. Bei Jugendlichen zwischen 15 und 19 um 11%, und bei Kindern zwischen 10 und 14 und 109%, bei schwarzen Jugendlichen zwischen 15 und 19 um 105%! Quelle: San Francisco Suicide Prevention. Die vielen Selbstmorde Jugendlicher wurden in dieser Zeit auch immer wieder mit bestimmten Musikrichtungen in Zusammenhang gebracht, die von den Heranwachsenden gehört wurden. Das Hören der Musik, vor allem von Heavy Metal, wurde als Auslöser für die Suizide in Betracht gezogen. Insofern kann der Eintrag "Suicide" auch in Zusammenhang mit dem vorigen Eintrag "Heavy Metal" gesehen werden. -Foreign debts 1985 waren die Staatsschulden der USA unter Präsident Reagan auf für damalige Verhältnisse unvorstellbare 280 Milliarden US-Dollar angestiegen. -Homeless Vets Homeless veterans, obdachlose Kriegsveteranen, sind in den USA sehr zahlreich. Circa 1/3 der erwachsenen Obdachlosen der USA sind Veteranen, 58% von ihnen aus dem Vietnamkrieg. Die Gründe dafür sind in den Kriegserlebnissen und der mangelnden Fähigkeit, sich wieder in die Gesellschaft einzugliedern, in Abhängigkeiten und psychischen Krankheiten zu suchen. -AIDS Das Virus der Immunschwächekrankheit AIDS (Acquired Immune Deficiency Syndrome) wurde 1981 entdeckt. Trotz intensivsten Forschungen gibt es bis heute keine Möglichkeit, die Krankheit zu heilen. -Crack Crack, eine in den 80ern stark konsumierte Droge, wurde wahrscheinlich zufällig in amerikanischen Slums entdeckt beim Versuch, Kokain mit Backpulver zu strecken. Crack hat eine sehr kurze Wirkungsdauer und steigert beim Nachlassen der Wirkung das Aggressionspotential. Das Suchtpotential ist hoch. -Bernie Goetz Bernie Goetz erlangte 1984 zweifelhafte Berühmtheit, als er in eine New Yorker U-Bahn vier schwarze Jugendliche niederschoss, die ihn laut seiner Aussage ausrauben wollten. Dies machte ihn zu einer Art Held im von Kriminalität geplagten New York. Einer der Jugendlichen ist seit damals gelähmt und leidet an einer Schädigung des Gehirns. -Hypodermics on the shores Ende der 80er Jahre wurden an den Stränden New Jerseys medizinische Abfälle, wie Nadeln oder Spritzen angeschwemmt. Diese Verschmutzung rief die Umweltschützer auf den Plan, deren Aktivität die bis dahin mangelnde Entsorgung von Abfällen verbesserte. -China's under martial law Im 1950 von China annektierten Tibet gab es 1989 Unruhen, die die chinesische Führung dazu veranlasste, das Kriegsrecht auszurufen. Es blieb bis Anfang 1990 bestehen. -Rock and Roller Cola Wars Der ewige Kampf um die Vormachtstellung, bzw. Beliebtheit zwischen Coca Cola und Pepsi Cola trat in den 80ern in eine neue Dimension. Beide Firmen produzierten aufwendige Reklamefilme und engagierten Musiker, um für ihr Produkt zu werben - für Pepsi unter anderem Michael Jackson Lionel Richie und Gloria Estefan, für Coca Cola unter anderem Elton John, Paula Abdul und Aretha Franklin Quelle: http://www.jochenscheytt.de/popsongs/fire.html
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raptor
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 Re: Songs Und Ihre Hintergründe:
„Queen“: „Radio Ga Ga“Jahr: 1984 Wir leben in einer technisierten Welt. Computer, Internet, mp3, DVD, e-Books, e-Mail, Online-Banking - immer wenn eine neue Technologie angekündigt wird, wird schon der Abgesang auf die alte angestimmt. Das e-Book war bisher nicht das Ende des gedruckten Buches. Das verkauft sich immer noch und wird so schnell auch nicht aussterben. Das mp3-Format und die CD könnten gut nebeneinander existieren und sich gegenseitig ergänzen, auch wenn die Plattenindustrie mangels eigener Vermarktungskonzepte die mp3 als Gegner betrachtet, und statt legale, erschwingliche Downloadmöglichkeiten anzubieten nur die illegalen bekämpft. Die Angst vor MTV Wahrscheinlich war das Erscheinen des Senders MTV in den frühen 80ern ein ähnliches Ereignis. Das Musikvideo und das Fernsehen als Übermittlungsmedium schien die Existenz des Mediums Radio ziemlich direkt zu bedrohen. Dabei war das Radio ein lieb gewordener Begleiter geworden, den man nicht so einfach aufgab. Trotzdem gibt es einige Songs aus den 80er Jahren, die sich mit der Furcht der Ablösung des Radios durch Fernseh-Musiksender (personifiziert durch MTV) beschäftigen. Dazu gehören neben "Video Killed The Radio Star" von den Buggles auch "Radio Ga Ga" von Queen. Kritik an Musikvideos Im Songtext von "Radio Ga Ga" wird die zunehmende Hinwendung zum Musikvideo, und damit verbunden die stärker werdende Fixierung auf das optische Element und die Reduzierung der Musik auf eine im Hintergrund verlaufende Geräuschebene kritisiert. Deutlich wird dies an Zeilen wie den folgenden, an das Radio gerichteten: "So don't become some background noise, a backdrop for the girls and boys." oder "We watch the shows - we watch the stars on videos for hours and hours. We hardly need to use our ears, how music changes through the years." Tatsächlich ist es heute so, dass ein Song ohne ein gut produziertes Video keine Chance mehr hat, oder sogar oftmals die Qualität des Videos wichtiger ist als der Song. Dazu passt, dass beim Casten von neuen Popsternchen in den letzten Jahren oftmals mehr Aufmerksamkeit auf das Äußere gelegt wurde, als auf Gesangstalent. In dieser Hinsicht scheint ja gerade ein Umdenken stattzufinden. Queen hat interessanterweise zu "Radio Ga Ga" ein ziemlich aufwendiges Musikvideo produziert. Inkonsequent? Paradox? Vielleicht. Vielleicht auch ein Hinweis darauf, dass sich ein guter Song und ein gutes Video durchaus auch ergänzen können. Wer den Liedtext aufmerksam verfolgt fragt sich vielleicht, was mit der Zeile "Through Wars of Worlds - invaded by Mars" gemeint ist. Dies bezieht sich auf ein Ereignis, das 1938 in den USA geschah und weltweit für Aufregung sorgte. H. G. Wells: Krieg der Welten Im Jahr 1938 arbeitete der amerikanische Regisseur und Schauspieler Orson Welles den 1898 von dem britischen Science Fiction-Autor H. G. Wells geschriebenen satirischen Roman "War of the Worlds" ("Krieg der Welten") zu einem Hörspiel um. In dem Roman geht es um die Invasion von Marsbewohnern, die große Teile der Welt zerstören, bevor sie von Bakterien gestoppt werden. Als der amerikanische Radiosender CBS das Hörspiel sendete, dessen Handlung nach New Jersey verlegt worden war, nahmen die Menschen am Radio die Vorkommnisse für bare Münze, obwohl am Anfang und in der Mitte des Hörspiels auf den fiktiven Charakter hingewiesen wurde. Das Resultat war eine Massenpanik und Massenflucht aus den angeblich betroffenen Regionen, die nur mit Mühe eingedämmt werden konnte. Wie es zu diesen panischen Reaktionen kommen konnte ist bis heute Gegenstand von Untersuchungen und Diskussionen. Verantwortlich war zum einen der dokumentarische Charakter des Hörspiels, der eine reale Berichterstattung mehr als treffend imitierte. Es zeigt sich hier aber auch die einzigartige Stellung des Radios, die neben der Zeitung die einzige aktuelle Informationsquelle für die Menschen darstellte. Man sieht auch welche Faszination das Medium Radio damals in der Abwesenheit des Fernsehens besaß. Quelle: http://www.jochenscheytt.de/popsongs/radiogaga.html
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raptor
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 Re: Songs Und Ihre Hintergründe:
“Bill Haley & The Comets”: “Rock Around The Clock“Jahr: 1954 (Original: Johnny Dae) Der Rhythm and Blues der Schwarzen entstand um 1930 in den schwarzen Ghettos nordamerikanischer Großstädte wie Chicago. Er war eine schnellere, härtere, mit Rhythmusgruppe und Bläsern gespielte Weiterentwicklung des Blues. Als Titel wie "Shake, rattle and roll" von Joe Turner oder "Rock around the clock" von Johhny Dae auftauchen, nimmt davon außerhalb der schwarzen Musikszene niemand Notiz. Die Musik der Schwarzen ist im noch rassistischen Amerika der 50er bei den Weißen verpönt und wird ignoriert. Als 1954 ein Weißer diese Titel aufnimmt, wird sich das grundlegend ändern. Bill Haley, ein knapp 30-jähriger Sänger und Gitarrist aus der Countryszene, vermischt den Rhythm and Blues für diese Aufnahmen mit Einflüssen aus der Countrymusik und spielt das Ganze um einiges schneller. Die Weißen wissen nicht, dass es sich um Coverversionen schwarzer Rhythm and Blues-Titel handelt und die Platten verkaufen sich gut. Der richtige Durchbruch lässt allerdings auf sich warten. Ein Jahr später kommt der Film "Blackboard Jungle", auf deutsch "Die Saat der Gewalt" in die amerikanischen Kinos. Dieser Film handelt von einer Gruppe Schüler an einer Schule in der Bronx, die recht gewalttätig gegen Lehrer und System rebellieren. Titelsong des Films ist Bill Haley's "Rock around the clock". Film und Musik kombiniert geben den Startschuss für eine völlig neue Jugendkultur. Die Reaktion ist so heftig, dass an Ort und Stelle zuerst die Kinosäle daran glauben müssen. Die Randale von Jugendlichen wird den Rock'n'Roll auch in Zukunft begleiten und einer der Gründe für seine radikale Ablehnung in der amerikanischen Gesellschaft sein. In Anbetracht der Ausschreitungen, die die Konzerte begleiteten, bezeichnete das "Neue Deutschland" Haley damals als "Rock'n'Roll-Gangster" und der Cellist Pablo Casals erkannte in Haley's Musik "ein Distillat aus allen Widerwärtigkeiten unserer Zeit" Bill Haley gilt zwar das Verdienst, die richtige musikalische Formel für den Rock'n'Roll angerührt zu haben, doch für mehr als ein paar Nachfolgesingles reicht die Ausstrahlung des doch recht biederen Musikers nicht. Die besitzen andere, wie Little Richard, Elvis Presley oder Chuck Berry, die den Rock'n'Roll auch musikalisch prägen. "Rock around the clock" hat die Zeiten überdauert, doch wenn man ehrlich ist, kann man heute die revolutionäre Sprengkraft nicht mehr so richtig nachvollziehen. Wie sich die Zeiten doch ändern... Quelle: http://www.jochenscheytt.de/popsongs/rockaround.html
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raptor
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 Re: Songs Und Ihre Hintergründe:
„Righeira“: „Vamos A La Playa” Righeira ist eine italienische Musikformation, die 1981 von Stefano Rota und Stefano Righi in Turin gegründet wurde. Ihre Musik ist dem Italo-Disco- oder Euro-Disco-Stil zuzurechnen. In den achtziger Jahren gelangen dem Duo mit „Vamos a la playa“ („Lasst uns zum Strand gehen“, 1983) und „No tengo dinero“ („Ich habe kein Geld“, 1984) zwei große Charterfolge. Produziert von den Brüdern Michelangelo und Carmelo La Bionda in München. Die Single, „L`estate sta finendo“ (1985), war in Italien ein Nummer-eins-Hit, in Deutschland und anderen Ländern jedoch nur mäßig erfolgreich. Der Inhalt von „Vamos a la playa“, Righeiras größtem Hit (spanischem Text): Das Lied handelt von der Explosion einer Atombombe sowie der Umweltverschmutzung am Mittelmeer.
(Freie Übersetzung: ) Laß uns an den Strand gehen, die Bombe fiel, die Strahlung röstet, und verfärbt alles
Laß uns an den Strand gehen, alle mit dem Hut, da der radioaktive Wind uns die Haare durcheinander bringt.
Laß uns an den Strand gehen, am Ende ist das Meer sauber, keine stinkenden Fische mehr, nur noch fluoreszierendes Wasser.
Palomares: Am 17.01.1966 gelangte Palomares (Spanien) durch einen Unfall mit amerikanischen Atomwaffen zu einer traurigen Berühmtheit. Damals waren eine aus North Carolina in den USA kommende B-52 Bomber und ein KC-135-Tankflugzeug der US Air Force bei einem Auftankmanöver in der Saddle Rock Refueling Area über der spanischen Mittelmeerküste in 9.000 Metern Höhe kollidiert. Es kam zu einer Explosion, die gut 150.000 Liter Treibstoff an Bord der KC-135 gingen in Flammen auf und beide Flugzeuge stürzten ab. Sieben der elf Besatzungsmitglieder beider Flugzeuge starben: Master Sergeant Lloyd Potolicchio, Major Emil Chapla, Captain Paul R. Lane, Captain Leo E. Simmons, First Lieutenant Steven S. Montanus, First Lieutenant George J. Glessner und Technical Sergeant Ronald P. Snyder.
Drei der vier Wasserstoffbomben vom Typ B28 an Bord des B-52-Bombers stürzten im bewohnten Gebiet von Palomares auf den Boden, die vierte fiel ins Meer. Die Sicherheitsvorkehrungen verhinderten eine thermonukleare Explosion, doch die hochexplosiven Sprengladungen in zwei der Bomben detonierten und verseuchten durch radioaktive Substanzen mehrere Hektar Agrarland. In einer dreimonatigen Aktion wurden 1.750 Tonnen des radioaktiv verseuchten Bodens von Tomatenplantagen abgetragen und mit dem Schiff USNS Boyce nach Aiken, South Carolina zur Entsorgung gebracht.
Mehr als 33 US-Kriegsschiffe riegelten das Gebiet der Absturzstelle der vierten Wasserstoffbombe im Mittelmeer ab, die der spanische Fischer Paco Orts markieren konnte. Taucher und Tauchboote suchten daraufhin den Meeresgrund ab. Erst am 7. April 1966 konnte durch das Bergungs-U-Boot DSV Alvin die Bombe aus dem Meer geborgen und an Bord der USS Petrel gebracht werden. Die Bergungsoperation kostete sechs Millionen US-Dollar.
1975 faßte das US-amerikanische Amt für nukleare Entwicklungen des US-Verteidigungsministeriums den Palomares Summary ab, in dessen Bericht festgestellt wurde, dass der am Unfalltag herrschende Wind plutoniumhaltigen Staub aufgewirbelt hat und daß "das ganze Ausmaß der Verbreitung nie in Erfahrung zu bringen sein" würde.
Erst 1985 erhielten die Bewohner Zugang zu ihren medizinischen Unterlagen. Rund 522 Einwohner von Palomares erhielten eine Entschädigung der US-Regierung in Höhe von insgesamt 600.000 US-Dollar und die Stadt weitere 200.000 US-Dollar für eine Entsalzungsanlage.
Im Oktober 2006 wurde bei Schnecken in der Nähe des Ortes deutlich erhöhte Radioaktivität festgestellt, woraufhin man weitere gefährliche Mengen Uran und Plutonium im Erdboden vermutete.
Quellen: diverse Seiten in Wikipedia
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raptor
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 Re: Songs Und Ihre Hintergründe:
“Falco”: “Rock Me Amadeus”Jahr: 1985 2006 war das Mozart-Jahr. Vor 250 Jahren, 1756, wurde das österreichische Musikgenie Wolfgang Amadeus Mozart in Salzburg geboren. Dieses Jubiläum bot die Gelegenheit, sich an einen der größten Hits des Österreichers Johann Hölzel, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Falco, zu erinnern: "Rock me Amadeus". Der Song nutzte die Aktualität des Themas Mozart nach dem 1984 von Milos Forman gedrehten Kinofilm "Amadeus" aus und übernahm von der Idee das im Film präsentierte, völlig radikal veränderte Mozart-Bild. Was war nun das Besondere an der neuen Mozart-Darstellung? Dazu ein Blick in die Geschichte. Zu Mozarts Lebzeiten wäre noch niemand auf die Idee gekommen, Mozarts Leben zu porträtieren. Einer der ersten, die dies taten, war der dänische Diplomat von Nissen, den Constanze Mozart nach Mozarts Tod geheiratet hatte. Durch die Mitwirkung von Mozarts Witwe sollte man also davon ausgehen können, dass diese Biographie sehr korrekt und vollständig gewesen sein muss. Trotzdem: schon hier wurde an einem Bild von Mozart gestrickt, das nicht immer der Realität entsprach. Constanze Mozart hatte nicht die Absicht, ein möglichst vielseitiges Bild ihres Mannes darzustellen, sondern rückte ihn in ein möglichst positives Licht. Dazu vernichtete sie wohl auch viele Dokumente, die ihr nicht in den Kram passten. In der Romantik im 19. Jahrhundert füllten die immer zahlreicher werdenden Mozart-Biographen die Lücken im Lebenslauf mit Details und Andekdoten mit oft zweifelhafter Urheberschaft auf. In diesem Gemisch aus historisch verbürgten Fakten und Klatsch wurde Mozart zunehmend idealisiert. Hier entstand das lange vorherrschende Mozart-Bild vom armen, unverstandenen Genie, das viel zu gut für diese Erde war. Dies entsprach durchaus der Epoche, in der keine wissenschaftliche Aufarbeitung, sondern eine eher unkritische, eher emotional geprägte Lebensdarstellung gefragt war. In diese Zeit passen auch die bildlichen Darstellungen Mozarts wie das Mozart-Denkmal in Wien, die nichts mit dem wirklichen Erscheinungsbild Mozarts zu tun haben. Etwas von diesem Erbe hielt sich bis in die Achtziger Jahre des 20. Jahrhunderts. Die Zeitgleichheit zwischen Mozart-Biographien wie dem bahnbrechenden Buch von Volker Braunbehrens "Mozart in Wien", das Mozart in einem völlig neuen Licht betrachtete, und dem Erscheinen des Films "Amadeus" in den Kinos war wohl eher zufällig. Vor allem das radikale Vom-Sockel-Stoßen des Denkmals Mozart durch den Film sorgte für einen Aufschrei der Empörung in Teilen der Musikwelt. Das, was da laut gackernd und obszönen Unsinn redend über die Leinwand lief, das konnte, nein das durfte einfach nicht Mozart sein! Der Unterschied zwischen der göttlichen Musik und dem Kindskopf, als den Tom Hulce Mozart darstellte, war einfach zu groß. Dabei war das nicht frei erfunden. Man lese nur die berühmten Bäsle-Briefe, die Mozart in jungen Jahren an seine Kusine in Augsburg schrieb, und die vor der damals durchaus üblichen Fäkalsprache, Obszönitäten und sonstigem Nonsens nur so strotzten. Auch war Mozart durchaus ein Lebemann, der sich gerne amüsierte, seiner Spielleidenschaft frönte, und dem Luxus gegenüber nicht abgeneigt war. Das war sicherlich auch sein Problem. Er konnte nicht mit Geld umgehen, und gab seine oft sehr hohen Einnahmen auch gleich mit vollen Händen wieder aus. Frei erfunden im Film, und damit völlig zurecht in der Kritik der seriösen Musikwissenschaft, war allerdings einiges, und vor allem die Rahmengeschichte selbst. Antonio Salieri, zu Mozarts Zeiten Hofkapellmeister in Wien, hat ihn definitiv nicht ermordet. Dieses Gerücht, das schon zu Lebzeiten Salieris aufgekommen war, wurde von ihm noch selbst dementiert - allerdings ohne Nutzen. Stellte der Film schon Mozart als normalen Menschen und nicht mehr als gottgleichen Musiker dar, so gingen Falco und seine Produzenten Bolland & Bolland noch einen Schritt weiter. In Falcos Song wird Mozart mit markigen Worten und in mit englischen Ausdrücken versetztem Neudeutsch direkt in die Achtziger transferiert und dabei als Showstar, als Popikone gefeiert: "Er war Superstar, er war populär, er war so exaltiert, because er hatte Flair. Er war ein Virtuose, war ein Rockidol, und alles rief: Come on and rock me Amadeus." Eine historische Distanz ist somit nicht mehr vorhanden, Mozart ist nun als "Punker" und als "Rockidol" direkt in unser Leben gesprungen. Ein Rezept, das polarisiert und auch Erfolg garantiert. Dass es auch dabei - wie im Film - um des Effekts willen mit der historischen Wahrheit nicht ganz so genau genommen wird, wird in Kauf genommen. "Er hatte Schulden, denn er trank", "Woher die Schulden war wohl jedermann bekannt, er war ein Mann der Frauen..." - Seine Schulden kamen, wie oben schon erwähnt, nicht wegen Alkohol oder Frauengeschichten zusammen. "Die Banken gegen ihn" - Geld lieh sich Mozart nur bei Bekannten, wie Johann Puchberg. Mit Banken hatte er nichts zu tun. "Es war um 1780 und es war in Wien" - Mozart zog erst 1781 nach Wien, wo er bis zu seinem Tod 1791 blieb. Irgendwie passt es denn auch in diesem Mix aus Halbwahrheiten und Wahrheit, dass Mozart gar nicht Amadeus hieß. Sein vollständiger Taufnahme war Joannes Chrysostomus Wolfgangus Theophilus Mozart. Dabei ist Theophil die griechische Variante von Gottlieb, im lateinischen Amadeus. Theophil war nach Wolfgang Mozarts zweiter Rufname, den er allerdings selber als Amadé verwendete. Die von Mozart nie verwendete Schreibweise Amadeus kam erst nach seinem Tod auf und setzte sich dann durch. Quelle: http://www.jochenscheytt.de/popsongs/amadeus.html
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