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Rika
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Registriert: Do 11. Jun 2009, 09:38 Beiträge: 11499
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 Village People
Village People sind eine US-amerikanische Disco-Band, die in den späten 1970er Jahren entstanden ist. Markenzeichen der für eine schwule Zielgruppe gecasteten Band sind neben den eingängigen Melodien die Kostüme, durch welche die Bandmitglieder maskuline Stereotypen verkörperten: der Polizist, der Indianer, der Bauarbeiter, der Soldat, der Cowboy und der Biker in Leder. Schwule Themen sind, wenn auch weitaus subtiler eingewoben, ebenfalls in den Texten und Songtiteln zu finden. Ihre Gassenhauer (Y.M.C.A., In the Navy, Macho Man) werden auch heute noch oft gespielt und fungieren (häufig unbemerkt) als Schnittstelle zwischen schwuler Subkultur und Mainstream.
Die Band wurde vom französischen Produzenten-Duo Jacques Morali / Henri Belolo ins Leben gerufen. Der Bandname der im Rahmen eines Casting-Prozesses gegründeten Gruppe nahm Bezug auf das von schwuler Subkultur stark geprägte Stadtviertel Greenwich Village, das zu Manhattan gehört und umgangssprachlich nur The Village (dt. Das Dorf) genannt wurde. Es gibt zwei Versionen bezüglich der ausschlaggebenden Faktoren für die Bandgründung, die allerdings recht ähnlich sind. Die Version von Henri Belolo selbst: Die beiden Produzenten sahen in besagtem New Yorker Stadtteil den als Indianer verkleideten Felipe Rose die Straße hinuntergehen und folgten ihm in eine Gay-Bar, wo er bediente und tanzte. Als sie bemerkten, dass ein Cowboy Rose beim Tanzen zusah, kamen sie auf die Idee, eine Gruppe von 5 Männern zusammenzustellen, die durch eine Verkörperung unterschiedlicher Modelle von klassischer Männlichkeit ein schwules Publikum ansprechen sollten. Nach einer weiter verbreiteten Mainstream-Version der Bandgründung findet Jacques Morali Felipe Rose in seinem Indianerkostüm in einer Menge in New Yorks Greenwich Village tanzend. Roses Outfit bringt ihn auf die Idee, eine Gruppe von Village-Ikonen aus verschiedenen amerikanischen sozialen Gruppen zusammenzustellen. Beim Schreiben der Songs für das erste Album dachte das Autoren- und Produzenten-Duo an Orte in den USA, die von schwulem Leben geprägt waren. So kamen sie auf Hollywood, San Francisco, Key West (auf dem 2. Album) und Fire Island. Fire Island ist eine kleine Insel bei Long Island und war berühmt für seine „Tea dance partys“ am Sonntag um 17 Uhr, wo die besten DJs auflegten. Für das Komponieren gab es eine Arbeitsteilung. Morali war für die Melodien zuständig, Belolo hatte die Ideen für die Texte und schrieb sie in französisch und/oder schlechtem Englisch. Am Anfang übertrug sie Victor Willis in gutes amerikanisches Englisch, später holte man sich Unterstützung von einem Team von guten Textern wie Phil Hurt und Boris Whitehead. Auch bei der Produzentenarbeit gab es eine grobe Teilung: Moralis war die meiste Zeit im Studio und Belolo kümmerte sich ums Geschäftliche. Bei den Aufnahmen zum ersten Album Village People war nur Victor Willis (Original-Polizist) als Leadsänger dabei. Als Background wurden professionelle Sänger engagiert. Indianer Felipe wurde zu den Aufnahmen als „Maskottchen“ eingeladen und kam auch auf die ersten Fotos für das Cover und eine Zeitungsanzeige. Im Juni 1976, am Abend vor dem Treffen mit Neil Bogart von Casablanca Records (wo dann die meisten Aufnahmen herauskamen) in Los Angeles, ließen sie einen DJ einen Titel spielen. Dieser wählte San Francisco aus und in den ersten Sekunden schien es zuerst ein Reinfall zu werden, da das Publikum von der Tanzfläche ging. Aber als der Refrain einsetzte, kamen sehr viele Besucher wieder zurück. So konnten sie selbstbewusst die Verhandlungen antreten. Das Album wurde ein Untergrunderfolg. Als 100.000 Stück verkauft waren, machten sich die Produzenten daran, eine reale Gruppe zusammenzustellen und warben Glenn Hughes (Biker), Alexander Briley (Soldat), David Hodo (Bauarbeiter) und Randy Jones (Cowboy) an und tourten durch die Clubs. Als der DJ Franki Crocker (eine Legende in diesem Metier) auf der New Yorker Radiostation WBLS die Songs von Village People zu spielen begann, kam erst der richtige Erfolg.
1986 legten sie eine Pause ein, um sich von den Nachteilen des Tourlebens zu erholen, trennten sich und verfolgten ihre individuellen Karrieren. Bis dahin verkauften sie insgesamt 65 Millionen Tonträger (1987 Dance Music Report). Zwischen 1987 und 1989 (1988 ?) fanden sie sich erneut zusammen, und zwar unter dem Banner der Sixuvus Ltd. („six of us“). Nun sind sie ihre eigenen Bosse und arbeiten mit der Hilfe eines neuen Management-Teams. Ihre 3 großen Hits (Y.M.C.A., In the Navy, Macho Man) sind aber bis heute populär, sodass sie bis jetzt immer wieder Auftritte absolvieren, manchmal auch im privaten Rahmen, wenn jemand es sich leisten kann. Im Jahr sind sie 80–120 Tage gemeinsam unterwegs. (Daten der öffentlichen Auftritte auf der Webseite.) 1990 landeten sie einen Überraschungserfolg mit der neuen Single Living In The Wildlife in Australien. Zur Fußball-Weltmeisterschaft 1994 nahmen sie zusammen mit der deutschen Nationalmannschaft die Titel Far Away in America und United We’ll Go auf. Die Single erreichte die unteren Chartränge in Deutschland. 1999 brachten die Pet Shop Boys New York City Boy (auf dem Album Nightlife und als Single) – gemäß deren Aussage als Hommage an die Village People – heraus. Er ahmt den klassischen Village-People- und Morali/Belolo-Discosound nach und wurde in Zusammenarbeit mit dem Remixer David Morales produziert. Glenn Hughes, der erste Biker, starb am 4. März 2001 an Lungenkrebs. Auch wenn er nach 1995 nur mal zum 20-jährigen Jubiläum (1997?) auftrat, war er die Village People für die tausenden Fans, mit denen er in regem Mailkontakt stand. Von 2004 bis April 2005 tourten sie als Vorgruppe bei Chers Farewell-Tour. Vom 18. Juli bis zum 20. Juli 2004 traten sie als Opener bei drei Shows der Ärzte in der Berliner Wuhlheide auf. Unter dem Namen The Amazing Veepers haben sie zwei neue Singles aufgenommen: Gunbalanya (5 verschiedene Mixes) und Loveship 2001 (vier verschiedene Mixes). Quelle: Auszug aus de.wikipedia.org/wiki/Village_People
ALBEN AUSWAHL:
1977 VILLAGE PEOPLE 1. San Francisco (You've Got Me) 2. In Hollywood (Everybody Is A Star) 3. Fire Island 4. Village People
1978 MACHO MAN 1. Macho Man 2. I Am What I Am 3. Key West 4. Just A Gigolo 5. I Ain't Got Nobody 6. Sodom And Gomorrah
1978 CRUISIN' 1. Y.M.C.A. 2. Medley: The Women / I'm A Cruiser 3. Hot Cop 4. My Roommate 5. Ups And Downs
1979 LIVE AND SLEAZY 1. Fire Island (live) 2. Hot Cop (live) 3. Medley: San Francisco (You've Got Me) / In Hollywood (Everybody Is A Star) (live) 4. Macho Man (live) 5. In The Navy (live) 6. Y.M.C.A. (live) 7. Sleazy 8. Rock And Roll Is Back Again 9. Ready For The 80's 10. Save Me (Ballad) 11. Save Me (Up Tempo)
1979 GO WEST 1. In The Navy 2. Go West 3. Citizens Of The World 4. I Wanna Shake Your Hand 5. Get Away Holiday 6. Manhattan Woman
1980 CAN'T STOP THE MUSIC 1. Can't Stop The Music 2. Samantha (David London) 3. Give Me A Break (The Ritchie Family) 4. Liberation 5. Magic Night 6. The Sound Of The City (David London) 7. Milkshake 8. Y.M.C.A. 9. I Love You To Death 10. Sophistication (The Ritchie Family)
1981 RENAISSANCE 1. Do You Wanna Spend The Night 2. 5 O'Clock In The Morning 3. Fireman 4. Jungle City 5. Action Man 6. Big Mac 7. Diet 8. Food Fight
1982 FOX ON THE BOX 1. Fox On The Box 2. In The Street 3. Lonely Lady 4. Everybody Loves The Funk 5. Success 6. Spaced Out 7. Play Bach 8. Radio Freak
1985 SEX OVER THE PHONE 1. Sex Over The Phone 2. New York City 3. Just Give Me What I Want 4. I Won't Take No For An Answer 5. Power Of The Night 6. Sexual Education 7. Sensual
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