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 Songs Und Ihre Hintergründe: 
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Beitrag Songs Und Ihre Hintergründe:
Bild In diesen Thread könnt Ihr die hoffentlich interessanten kleinen „Geschichten“, wie die Songs entstanden sind - die Anekdoten zu den Musikstücken oder Background-Infos zu den Liedern schreiben.

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Do 11. Jun 2009, 23:54
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Beitrag Re: Songs Und Ihre Hintergründe:
„Israel Kamakawiwo’ole“: „Somewhere Over The Rainbow/What A Wonderful World”
Jahr: 1993
Hawaii, zwei Uhr morgens. Milan Bertosa, ein junger Toningenieur, wartet in seinem Studio auf einen späten Kunden, jemanden mit einem langen Namen mit vielen Vokalen. Milan ist müde und will nach Hause, aber die Stimme am Telefon hat gesagt, es sei wichtig, und man brauche nur eine halbe Stunde. Es klopft, und vor Milans Studiotür steht ein sehr fetter Mann mit einer sehr kleinen Ukulele.

Der fette Mann beugt sich zum Mikrophon hin und sagt: »’Kay, this one’s for Gabby.« Und singt: »Oooooo - somewhere over the rainbow...« aus »The Wizard of Oz«. Der Toningenieur hinter seinem Studiofenster spitzt schon nach den ersten Takten die Ohren: der riesige Mann mit der winzigen Ukulele und der wunderschönen Stimme singt diese alten Hollywood-Showtune, ganz zärtlich, traurig und melancholisch, und optimistisch, voller Hoffnungen und Möglichkeiten. Mittendrin wechselt der fette Mann zu »What a Wonderful World«, dem Song, den Louis Armstrong berühmt gemacht hat, pfuscht ein bißchen beim Text, ändert ein paar Akkorde, aber es macht nichts, es passt. Dann steht der Mann auf, sagt »Ich bin müde«, nimmt seine Ukulele und geht nach Hause. Eine Stimme, eine Ukulele, ein Take.

Der fette Mann hat diesen Song nur einmal aufgenommen, in jener Nacht im Studio von Milan Bertosa. Der Song wandert aus dem Studio in die Radiosender, in die Bars von Hawaii. Viele hörten darin einen anderen, verborgenen Song, der von der Traurigkeit und der Hoffnung der Hawaiianer erzählt nach der illegalen Annektierung ihres Landes durch die USA im Jahre 1898. Eines Tages spielt der Radiosender Santa Monica KCRW den Song, der Filmroduzent Martin Brest kauft die Rechte für »Meet Joe Black«. Andere Produzenten benutzen ihn, für »Finding Forrester«, »The Big Bounce«, für Emergency Room«, »Providence«, »Charmed« oder »50 Erste Dates«

So kam er dann nach Europa, zu uns. Karl brachte ihn mit und sagte »Wenn du davon keine Gänsehaut bekommst, bist du klinisch tot«. Weihnachten 2002 taucht er zum ersten Mal bei IT&W auf, hilft Dr. Green ins Jenseits, rutscht mit uns in das Jahr 2004, erobert die Old Fart MP3 Competition, den iTunes Music Store, geht verloren und wird wiedergefunden und taucht schließlich Anfang diesen Jahres in Steve Jobs’ Keynote auf.

Der fette Mann endete jedes seiner Live-Konzerte mit den Worten »My name is Israel Kamakawiwo’ole, I am Hawai’ian«. Er starb am 26. Juni 1997, im Alter von 38 Jahren. Aloha, Iz, »Somewhere over the Rainbow«.
Bild

Quelle: Industrial Technology & Witchcraft
http://www.industrial-technology-and-wi ... ITW/14978/

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Do 11. Jun 2009, 23:59
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Beitrag Re: Songs Und Ihre Hintergründe:
"Joachim Witt": "Goldener Reiter"
In "Goldener Reiter" geht es um das Panzeraufklärungslehrbataillon 3 in Lüneburg (das Wappen der Einheit führt den "Goldenen Reiter").
Die Kaserne bezeichnet Joachim Witt als "Nervenklinik", in der man "noch verrückter gemacht wird". (Witt leistete seinen Wehrdienst in der Theodor-Körner-Kaserne in Lüneburg direkt an einer Umgehungstraße vor der Stadt.

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Fr 12. Jun 2009, 00:04
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Beitrag Re: Songs Und Ihre Hintergründe:
"Boomtown Rats" "I Don't Like Mondays"
I Don’t Like Mondays (deutsch: Ich mag keine Montage) war der größte Hit der Band The Boomtown Rats um Bob Geldof. Inspiriert wurden sie durch den Ausspruch der 16-jährigen Brenda Ann Spencer, die am Montag, dem 29. Januar 1979 aus dem Fenster ihres Schlafzimmers auf dem gegenüberliegenden Schulhof der Grover Cleveland Elementary School in San Diego den Schulleiter Burton Wragg und den Hausmeister Mike Suchar mit einem halbautomatischen Gewehr erschoss, einen Polizisten und acht Schüler verletzte. Sie hatte die Waffe von ihrem Vater zu Weihnachten geschenkt bekommen. Während der Schießerei bekam Spencer einen Anruf von einem Journalisten, dem sie als Begründung für ihre Tat zur Antwort gab: „I don’t like Mondays. This livens up the day.“ Als die Polizei Spencers Schlafzimmer stürmte, wiederholte sie den Satz und gab auch bei ihrer Verhaftung als Motiv an: „Nothing’s happening today. I don’t like Mondays.“
The Boomtown Rats wurden durch dieses Massaker inspiriert und Bob Geldof schrieb daraufhin den Titel, nachdem er während eines Radiointerviews beobachtet hatte, wie die Nachricht über den Amoklauf aus dem Telex-Gerät des Radiostudios herauskam. Das Lied wurde in den 1980er Jahren regelmäßig montagmorgens von Rockradios in den USA gespielt. Im Juli 1979 wurde es ein Nummer-Eins-Hit in Großbritannien, erreichte Platz 6 in Deutschland und Platz 73 in den USA. 2001 erschien eine Coverversion von Tori Amos auf ihrem Album Strange Little Girls.
Bild

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Fr 12. Jun 2009, 00:07
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Beitrag Re: Songs Und Ihre Hintergründe:
"The Lion Sleeps Tonight"
"The Lion Sleeps Tonight" gilt als der erfolgreichste afrikanische Song in der Musikgeschichte. Der Komponist Solomon Linda hatte 1939 zehn Shilling für den Verkauf der Rechte erhalten. Jetzt klagen seine Nachkommen.

Die drei noch lebenden Töchter Lindas erklären, dass ihr Vater keine Ahnung von Copyright und Tantiemen hatte, als er die Rechte an seiner Melodie abtrat. Die Schwestern - Lindas Frau und seine Söhne sind verstorben - leben in einem armseligen Haus im Johannesburger Township Soweto. Die Wände sind wacklig, das Dach undicht, doch das Geld für Reparaturen fehlt. Ihr einziger Schatz sind ein paar Kühe. Nun hat sich der südafrikanische Anwalt Hanro Friedrich der Solomon-Familie angenommen. Er will sich durch den Paragraphen-Dschungel des Urheberrechts schlagen. Friedrich erklärt: "Afrikas Künster werden auch heute noch sehr oft übers Ohr gehauen, und bekommen nicht, was ihnen zusteht. Viele kennen ihre Rechte gar nicht."

Die Töchter stimmen ihm zu: "Unsere Mutter unterzeichnete damals Papiere, die sie nicht mal lesen konnte, weil sie nie zur Schule gegangen ist. Wir haben keine Ahnung, wieviel Geld uns eigentlich zusteht." Etwa 20 Millionen US-Dollar sind mit "The lion sleeps tonight" weltweit eingenommen worden. Kaum zu glauben, dass der Komponist der Melodie in Armut starb.

Hirtenjunge erfindet Hit

Solomon Linda war Sänger der Evening Birds. 1938 wurde die Band von einem Talentsucher entdeckt und in den oberen Stock eines Bürohauses in der Innenstadt von Johannesburg gebracht. Dort sahen sie das erste Aufnahmestudio im Afrika südlich der Sahara. Aus England importiert hatte es Eric Gallo, Besitzer der später einflussreichen Gallo Records.

Unter seiner Anleitung spielten Solomon Linda und seine Evening Birds mehrere Lieder ein - unter anderem den Nummmer-Eins-Hit "Mbube" - Zulu für "der Löwe". "Mbube" war ein einfaches Lied mit drei Akkorden und einem Text, der in etwa auf "Löwe! Ha! Du bist ein Löwe!" hinauslief. Die Worte gingen auf ein gemeinsames Kindheitserlebnis der Evening Birds im Tal der Zulus zurück: Sie hatten mit diesen Rufen Löwen verjagt, die den Herden ihrer Väter zu nahe gekommen waren. In Südafrika schlug das Lied ein wie eine Bombe. Die Platte wurde so oft nachgepresst, dass das Original schließlich auseinanderfiel. Bis 1948 verkaufte sich "Mbube" ungefähr 100.000 Mal. Da Schwarze damals in Südafrika keine Gewinnanteile bekamen, hatte Linda leider nichts davon.

Siegeszug eines Songs

Seitdem eroberte die Melodie die weltweiten Charts, und zwar immer wieder, unter neuem Namen und neuer Aufbereitung. Der amerikanische Folk-Musiker Pete Seeger war der erste, dem der Song vom schlafenden Löwen auffiel. Nur: Er verstand die Zulu-Worte nicht richtig und änderte den Text in "Wimoweh". Seine Band "The Weavers" landete 1952 damit einen Hit. Pete Seeger war übrigens der Einzige, der Jahre später Lindas Familie einen Scheck über ein paar tausend Dollar schickte - aus schlechtem Gewissen.

1961 schrieb US-Komponist George David Weiss den englischen Text "The Lion Sleeps Tonight". Das Lied - gespielt von der Band "The Tokens" - wurde ein Welterfolg. Auf seiner Homepage erklärt Weiss, der schon viele weltberühmte Lieder für Elvis ("I Cant Help Falling In Love"), Nat King Cole, Frank Sinatra und viele andere komponiert hat, dass er zusammen mit zwei anderen Amerikanern das Lied geschrieben habe. Der Name Solomon Linda taucht nicht auf. In einem Schiedsverfahren in New York waren Weiss 1991 die Urheberrechte zugestanden worden. Der Amerikaner hatte argumentiert, er habe mit dem englischen Text ein neues Lied geschaffen, somit sei er juristisch der Eigentümer.

Seit dreißig Jahren ohne Unterbrechung im Radio

Es wird vermutet, dass es knapp 200 Coverversionen von "The Lion Sleeps Tonight" gibt - zum Beispiel von R.E.M, Brian Eno oder auch Bert Kaempfert. Hollywood verbriet es in "Ace Ventura" und Disney in "Der König der Löwen". Die neueste Version von "The Lion Sleeps Tonight" stammt von Dschungel-Held Daniel Küblböck. Ob dem 1962 verstorbenen Solomon Linda diese Interpretation seines Ohrwurms gefallen hätte, ist fraglich. Ob seine Familie jemals Geld für diese Coverversion bekommen wird, ist noch fraglicher.

Quelle:
http://www.dw-world.de/dw/article/0,,1104753,00.html


Solomon Linda, 1962 im Apartheidstaat Südafrika gestorbener Gelegenheitskomponist, hat jetzt seinen drei Töchtern zu einem Geldsegen verholfen. Sechs Jahre lang kämpften die drei verarmten Damen vor Gericht um die Tantiemen für den Song "The Lion Sleeps Tonight", den Linda 1939 komponiert hatte. In den fünfziger Jahren des vorigen Jahrhunderts, als die Apartheidgesetze der schwarzen Bevölkerung jegliche Vertragsverhandlungen untersagten, verkaufte Linda die weltweiten Rechte an Gallo Records für 10 Schillinge, heute rund 15 Euro. Das Lied wurde zum weltbekannten Schlager, zugeschrieben den Komponisten George Weiss, Hugo Peretti und Luigi Creatore. Wie viele Millionen das Schwesterntrio erhält, ist unbekannt, zugesprochen wurde ihm ein Viertel aller zukünftigen sowie aller in der Vergangenheit angefallenen Tantiemen.

Quelle: Spiegel / April 2006

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Fr 12. Jun 2009, 00:09
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Beitrag Re: Songs Und Ihre Hintergründe:
"Rocco Granata": "Marina"
Jahr: 1959
Als Rocco Grananta noch unbekannt ist und er seine Auftritte noch mit Cover-Versionen bekannter Künstler bestreitet ist eines Abends sein Repertoire erschöpft. Um die verbliebene Zeit zu füllen beginnt er vor sich hinzusummen – die Band fällt dazu ein. Da sieht er an der Wand eine Reklame für „Marina“ - eine italienische Zigarettenmarke, daß er gedankenversunken am Mikro aus Versehen laut liest. Um nicht weiter aufzufallen imrovisiert er das Lied. Heute sind bei den meisten Leuten seine Lieder vergessen – bis auf sein improvisiertes Lied: „Marina“.
Bild

Rocco Granata: „… und ich bin angefangen, zu improvisieren – und da habe ich mein Auge aufgemacht – und dann hatte ich an der Wand so eine Reklame gesehen von der Zigarrettenmarke „Marina“ – und dann bin ich angefangen, zu improvisieren „Marina“ badabada Marina

Das Lied hält sich 13 Wochen auf Platz 1 der deutschen Charts.Mit „Marina“ hat der Itaiener bis heute über 10 Millionen Platten verkauft.

Lyrics:
Mi sono innamorato di Marina
una ragazza mora ma carina
ma lei non vuol saperne del mio amore
cosa faro' per conquistarle il cuor.
Un girono l'ho incontrata sola sola,
il cuotre mi batteva mille all'ora.
Quando le dissi che la volevo amare
mi diede un bacio e l'amor sboccio'...

Marina, Marina, Marina
Ti voglio al piu' presto sposar
Marina, Marina, Marina
Ti voglio al piu' presto sposar

O mia bella mora
no non mi lasciare
non mi devi rovinare
oh, no, no, no, no, no

Übersetzung:
Bei Tag und Nacht denk ich an dich, Marina,
du kleine, zauberhafte Ballerina,
o wärst du mein, du süße Caramia,
aber du, du gehst ganz kalt an mir vorbei.

Doch eines Tages traf ich sie im Mondschein,
ich lud sie ein zu einem Glase Rotwein,
und wie ich fragte, Liebling, willst du mein sein?
Gab sie mir einen Kuß und das hieß : Ja!

Marina, Marina, Marina,
dein Chic und dein Charme, der gefällt.
Marina, Marina, Marina,
du bist ja die Schönste der Welt.

Wunderbares Mädchen,
bald sind wir ein Pärchen,
komm und laß mich nie alleine,
oh nononono no.

Wunderbares Mädchen,
bald sind wir ein Pärchen,
komm und laß mich nie alleine,
oh nononono no.

Quellen:
RTL: Die Ultimative Chart Show - 50 Jahre deutsche Charts (08.05.2009)
http://www.magistrix.de/lyrics/Rocco%20Granata/Marina-Uebersetzung-183216.html
http://www.lyricsdownload.com/rocco-granata-marina-lyrics.html

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Fr 12. Jun 2009, 00:12
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Beitrag Re: Songs Und Ihre Hintergründe:
"Bachman-Turner Overdrive": "You Ain't Seen Nothing Yet"
Die kanadische Gruppe Bachman-Turner-Overdrive.
- Es spielten die Brüder Randy, Robbie und Tim Bachman sowie der
Bassist Fred Turner. „Overdrive“ war ein bekanntes LKW-Magazin.

- Die 3 Bachman-Brüder hatten noch einen vierten Bruder - Gary.
Gary, der erste Manager von Bachman-Turner Overdrive war bekannt
für seine Stotterei.
- Nur, um ihn ein wenig zu ärgern schrieb Randy rein privat den
Song "You Ain’t Seen Nothing Yet"
- Als die Gruppe ihr drittes Album produzierten fehlte ihnen ein letztes
Lied. Nach langem Hin und Her waren sie gezwungen das Stotterlied zu
verwenden. Heute wird die Gruppe mit dem „Notnagel“ zu allererst in
Verbindung gebracht

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Fr 12. Jun 2009, 00:14
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Beitrag Re: Songs Und Ihre Hintergründe:
"Dire Straits": "Money For Nothing"
Man hört Sting am Anfang und Schluss des Songs mit der kurzen, ein paar Mal wiederholten Phrase "I want my MTV", die melodisch ein Zitat aus einem alten Sting-Song ist; aus "Don't stand so close to me", den Sting noch mit seiner Band "The Police" aufgenommen hatte. Auch die Überstimme zum Refrain Mark Knopflers wird von Sting gesungen.
Diese Textzeile, die den Song eröffnet, ist der Grund dafür, dass das Stück beim Musiksender MTV eine Art Kultstauts erhalten hat. Der führte soweit, dass der erste ausgestrahlte Song bei der Eröffnung der europäischen MTV-Depandance 1987 eben genau dieses "Money for nothing" war.
Dabei wird gerne übersehen, dass der Liedtext das Musikbusiness und die Vermarktung von Popstars über MTV und ähnliche Kanäle kritisch sieht. Gesungen wird der Song aus der Perspektive eines Elektrohändlers, der sich darüber beklagt, dass die von MTV hochgespülten Stars Witzfiguren seien, die ihr Geld durch "Nichtstun" verdienen, während Leute wie er hart für ihr Geld arbeiten müssen.
Mark Knopfler kam die Idee zu dem Song, als er in New York in einem Elektroladen stand, und einen Verkäufer beobachtete, der sich über die im Hintergrund auf den vielen Fernsehern laufenden Musikvideos ausließ. Er benutzte dabei Sätze, die von Knopfler gleich aufgeschrieben wurden, und sich wörtlich im Lied wiederfinden.
"The lead character in "Money for Nothing" is a guy who works in the hardware department in a telvision/custom kitchen/refrigerator/microwave appliance store. He's singing the song. I wrote the song when I was actually in the store. I borrowed a bit of paper and started to write the song down in the store. I wanted to use a lot of the language that the real guy actually used when I heard him, because it was more real. It just went better with the song, it was more muscular. I actually used "little faggot," but there are a couple of good "motherfuckers"in there."
Dass Knopfler den "motherfucker" nicht für den Song übernahm, mag im politisch so korrekten, und prüden Amerika eine gute Idee gewesen sein. Aber auch der Begriff "faggot", eine abfällige Bezeichnung für einen Schwulen, ruft die Sittenwächter immer wieder auf den Plan, zuletzt die GLAAD, die "Allianz der Schwulen und Lesben gegen Diffamierung". Sie verlangte von einer Radiostation in Atlanta im November 2002, nur noch eine zensierte Version ohne das Wort "faggot" zu spielen. Sie drohte mit rechtlichen Schritten, worauf die Radiostation den Titel aus dem Programm nahm.

Quelle:
http://www.jochenscheytt.de/popsongs/moneyfornothing.html

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Fr 12. Jun 2009, 00:18
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Beitrag Re: Songs Und Ihre Hintergründe:
"Green Day": "'Wake Me Up When September Ends"
Jahr: 2004
Worum's in den Radio-Ohrwürmern wirklich geht!
Wieso bitteschön will da einer erst aufwachen, wenn der September rum ist? Der Song hat einen traurigen Hintergrund: Green Day-Sänger BILLIE JOE ARMSTRONG hat ihn im Gedenken an seinen Vater Andrew geschrieben, der im September 1984 an Krebs starb. Kurz vor seinem Tod hatte Andrew seinem Sohn noch eine Gitarre geschenkt, auf welcher der kleine Billie fortan unaufhörlich spielte. Er wurde Musiker und Sänger einer der berühmtesten Bands der Welt, doch erst 20 Jahre nach dem Tod seines Vaters schaffte er es, seine Trauer in Worte zu fassen. Das Resultat ist die traurige Green Day-Single: "Obwohl meine Erinnerung verblasst, werde ich nie vergessen, was ich verloren habe. Weck mich, wenn der September zu Ende ist!"

Übersetzung:
Der Sommer ist gekommen und gegangen
Das Unschuldige kann sich nie halten

Weck mich auf, wenn der September endet

Wie meine Väter gekommen sind, um vorbei zu gehen
Sieben Jahre sind so schnell vorbei gegangen

Weck mich auf, wenn der September endet

Hier kommt wieder der Regen
Von den Sternen fallend

Durchnässt wieder meinen Schmerz
Wird zu denen, die wir sind

Als sich mein Gedächtnis ausgeruht hat,
Habe ich trotzdem nie vergessen, was ich verloren habe

Weck mich auf, wenn der September endet

Der Sommer ist gekommen und gegangen
Das Unschuldige kann sich nie halten

Weck mich auf, wenn der September endet

Läute wieder die Glocken
Wie wir, als der Frühling begann

Weck mich auf, wenn der September endet

Hier kommt wieder der Regen
Von den Sternen fallend

Durchnässt wieder meinen Schmerz
Wird zu denen, die wir sind

Als sich mein Gedächtnis ausgeruht hat,
Habe ich trotzdem nie vergessen, was ich verloren habe

Weck mich auf, wenn der September endet

[Solo]

Wie meine Väter gekommen sind, um vorbei zu gehen
Zwanzig Jahre sind so schnell vorbei gegangen

Weck mich auf, wenn der September endet

Weck mich auf, wenn der September endet

Weck mich auf, wenn der September endet

Quellen:
http://www.woodz-mag.com/cms/woodz.jsp? ... rt=article
http://www.magistrix.de/lyrics/Green%20D…zung-31718.html

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Fr 12. Jun 2009, 00:33
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Beitrag Re: Songs Und Ihre Hintergründe:
„The Beatles“: „A Day In The Life“
Jahr: 1967
A Day in the Life ist ein Lied von John Lennon und Paul McCartney, das 1967 auf der Beatles-LP Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band veröffentlicht wurde. Die Aufnahmen fanden am 19. und 20. Januar sowie am 3., 10. und 22. Februar 1967 in den Abbey Road Studios statt. Das Lied setzt sich aus zwei Fragmenten zusammen, die Lennon und McCartney unabhängig voneinander schrieben. Durch seinen impressionistischen Text und die innovative Produktionstechnik wurde dieses Lied ein Höhepunkt in der Karriere der Beatles und ein Meilenstein in der Geschichte der Pop Musik.

Zum Inhalt:
Lennon schrieb den Hauptteil und bezog seine Inspiration dabei aus einem Artikel der Daily Mail vom 17. Januar 1967. In der ersten Strophe bezieht er sich auf einen Bericht über den Tod von Tara Browne, einem jungen Millionär, der mit den Beatles und anderen britischen Bands befreundet war. Er starb bei einem Verkehrsunfall am 18. Dezember 1966, als er mit seinem Lotus Elan gegen einen geparkten Kleinbus prallte. In der zweiten Strophe zeigt sich Lennon als teilnahmsloser Betrachter, der zusieht, wie die englische Armee den Krieg gewinnt. Mit ziemlicher Sicherheit bezieht er sich dabei auf Richard Lesters Film Wie ich den Krieg gewann, in dem Lennon drei Monate zuvor mitgewirkt hatte. Ob er damit auch auf den Vietnamkrieg eingehen wollte, ist nicht geklärt. In der dritten Strophe greift er einen Zeitungsbericht über Schlaglöcher in Blackburn, Lancashire auf. Diese wurden aufgrund einer Anweisung gezählt und die Schätzung aufgestellt, dass es zirka 4000 Löcher waren, wonach ein Loch auf 26 Bewohner des Landkreises kam. Diesen absurden Vergleich verstärkte Lennon, in dem er sagte, jetzt wisse man, wie viele Löcher man brauche, um die Royal Albert Hall zu füllen.

Zwischen Strophe zwei und drei befindet sich eine kleine musikalische Skizze von Paul McCartney über ein von Routine beherrschtes Leben: Aufwachen, frisieren, den Bus erwischen, eine Zigarette rauchen, etc. McCartney dachte dabei an seine Schulzeit. Dieser Bezug zur Banalität des Alltags kann als ergänzender Gegenpol zu Lennons Teil gesehen werden, der eher moralisch-gesellschaftliche Probleme anspricht.

Zu den Aufnahmen:
Bei der Aufnahme der Basisspuren hatten die Beatles noch keine Idee, wie Lennons und McCartneys Teile verbunden werden sollten. Deshalb ließen sie zunächst 24 Takte frei, die später gefüllt werden sollten. In der endgültigen Aufnahme ist noch die Stimme von Mal Evans zu hören, der die 24 Takte mitzählt und am Ende einen Wecker klingeln lässt, eine passende Einleitung für McCartneys Teil.

Schon bald entwickelten sie die kostspielige Idee, die Überleitung von einem Symphonieorchester spielen zu lassen. Dabei sollten die Musiker auf der tiefsten Note ihrer Instrumente beginnen, und zwar ganz leise, und auf dem höchsten Ton, einem E-Dur-Dreiklang, in voller Lautstärke enden. George Martin kümmerte sich um die Umsetzung und Anweisungen. Er reduzierte das Orchester allerdings von den gewünschten 80 auf 40 Musiker.

Musiker der Londoner Philharmoniker kamen dann am 10. Februar 1967 für die Aufnahmen ins Studio. Die Gruppe wollte aus der Session eine Party machen und lud allerlei Freunde ein, darunter auch Mick Jagger und Marianne Faithfull. Es wurden Pappnasen und Luftballons verteilt und man hielt das Ereignis auf 16-mm-Film fest.

Der vorgesehene Soundcluster wurde in fünf Durchgängen aufgenommen. Die Aufnahme des Orchesters wurde zweimal gedoppelt, so dass man insgesamt 160 Instrumente auf der Aufnahme hört.

Für den Schluss wollten die Beatles einen überwältigenden Akkord, der lange nachklingt. Eine erste Idee, das Lied mit einem gesprochenen „Hummmmmm“ zu beenden, wurde verworfen und statt dessen wurde ein E-Dur-Akkord auf dem Klavier favorisiert. Lennon, McCartney, Starr, Mal Evans und George Martin spielten diesen, so laut wie möglich, gleichzeitig auf drei Klavieren. Dies erwies sich bei der Aufnahme allerdings als kompliziert, da die fünf Akteure mehrere Anläufe brauchten, um exakt gleichzeitig „in die Tasten zu hauen“. Um den Nachklang optimal aufzunehmen, musste die Aufnahmelautstärke auf konstantem Niveau gehalten werden. Gegen Ende des Akkords war der Aufnahmepegel so hoch, dass man das Rascheln von Papier und das Quietschen eines Stuhls hört. Jemand gibt ein „Shhh!" von sich, als wäre es die Anweisung, möglichst still zu sein. Es gibt Behauptungen, man könne auch die Klimaanlage des Studios hören, was allerdings außer Acht lässt, dass die Aufnahme im Februar gemacht wurde.

Insgesamt benötigte man etwa 36 Stunden Produktionszeit.

Das Lied wurde vorläufig von der BBC nicht im Radio gespielt, weil man dort der Meinung war, das Lied würde Drogen verherrlichen. Wahrscheinlich bezog sich das auf die Textzeile „I'd love to turn you on…“. Jedenfalls war zu Beginn nicht klar, dass dieses Lied den perfekten Abschluss für Sgt. Pepper bilden würde.

Quelle: Wikipedia

Übersetzung:
Ich habe die Zeitung gelesen, Oh Junge!
Über einen glücklichen Mann, der es geschafft hat
Und obwohl die Nachricht eher traurig war
Musste ich einfach lachen als
Ich das Foto gesehen habe

Er löschte sein Bewusstsein in einem Auto aus
Er nahm nicht wahr, dass die Ampellichter gewechselt haben
Ein Haufen Leute standen rum und gafften
Sie haben sein Gesicht vorher gesehen
Niemand war wirklich sicher, ob er aus dem Oberhaus kam

Ich habe heute einen Film angeschaut
Die englische Armee hat gerade den Krieg gewonnen
Eine Haufen Leute wendeten sich ab
Aber ich musste einfach hinschauen
Weil ich das Buch gelesen habe
Ich würde euch gerne anmachen...

Ich wachte auf, fiel aus dem Bett,
mit 'nem Kamm durchfuhr ich mein Haar,
fand' den Weg nach unten und trank ne' Tasse,
beim aufschauen bemerkte ich, es war schon spät,
fand meinen Mantel und schnappte meinen Hut,
schaffte den Bus so gerade eben noch,
fand' meinen Weg treppauf und rauchte eine,
jemand sprach und ich fing an zu träumen...

Ah

Ich habe die Zeitung gelesen, Oh Junge!
Viertausend Löcher in Blackburn, Lancashire
Und obwohl die Löcher eher klein waren
Mussten sie sie alle zählen
Nun wissen sie wie viele Löcher notwendig sind, um die Albert Hall zu füllen
Ich würde euch gerne anmachen ...

Quelle:
http://www.magistrix.de/lyrics/The%20Bea…ung-278889.html

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Fr 12. Jun 2009, 00:36
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Beitrag Re: Songs Und Ihre Hintergründe:
"Elvis Presley": "Wooden Heart"
Am 01.10.1958 legt in Bremerhaven am Columbuskai der amerikanische
Truppentransporter „USS General G.M. Randall“ an. Mit den neuen US-
Truppen betritt der wehrpflichtige Elvis Presley mit geschultertem
Seesack deutschen Boden.
Vom 01.10.1958 bis 02.03.1960 verbringt er beim 1. Bataillon der 3.
Panzerdivision in Friedberg/Hessen seinen Wehrdienst in Deutschland.
Außerhalb seiner Dienstzeit ist er im ersten Jahr in der „Villa Grunewald“
in Bad Nauheim einquartiert. Im zweiten Jahr bewohnt Elvis ein privat
angemietetes Haus in der Goethestraße 14.
Elvis Presley nutzt seine Freizeit ständig um neue Songs zu produzieren,
damit das Interesse in den USA nicht abebbt. Dabei lernt er auch die
einheimischen deutschen Lieder kennen. Besonders fällt ihm die
deutsche Weise „Muß I Denn, Muß I Denn Zum Städtele Hinaus“ auf. Er
begeistert sich dermaßen für das Lied, daß er es in sein Repertoire mit
neuem Text übernimmt: „Wooden Heart“ ist geboren.

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Beitrag Re: Songs Und Ihre Hintergründe:
„Kim Wilde“: „Kids In America“
Kim Wilde und ihr Bruder lebten noch zu Hause. Ihr Vater, der Rock’n’Roll-Sänger Marty Wilde und ihr Bruder Ricky begannen ein Lied zu schreiben. Da Kim Wilde am nächsten Tag einen wichtigen Termin bei RAK Records hatte schrieb ihr Bruder die ganze Nacht am Synthesizer das Lied zu Ende. Kim Wilde konnte die Nacht durch das "geklimpere"nicht schlafen und hätte ihren Bruder am liebsten gekillt. Aber genau dieser Song änderte ihr Leben - sie wurde ein Super-Star.
(Inhalt entnommen aus einem Kim Wilde Interview)

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"Uriah Heep": "Lady In Black"
Jahr: 1971
Nur zwei Harmonien, beide auch von Hobbygitarristen problemlos spielbar, dazu ein Refrain sozusagen ohne Worte (ah!), der sofort ins Ohr geht und auch noch drin bleibt - der garantierte Hit? Ja, denn Uriah Heeps "Lady in Black" gehört heute zu den unsterblichen Rocksongs, die fast jeder kennt und die auch in nächster Zukunft nichts von ihrem Bekanntheitsgrad verlieren dürften.
Der Erfolg diese Stücks dürfte allerdings nicht nur in der Tatsache der einfachen Spielbarkeit liegen. Sicherlich spielt auch der etwas rätselhafte Liedtext, der Spielraum für Interpretation lässt, dazu bei.
Auf der Suche nach der Frage, wer die rätselhafte Lady in Black ist, soll zuerst Uriah Heep selbst zu Wort kommen: Zitat aus den Linernotes der LP "Salisbury", auf der "Lady in Black" 1971 erschien: "Lady in Black, written early in November in Bradford, was inspired by the vision of an unknown girl." Genaueres lässt sich von offizieller Seite nicht erfahren.
Doch stößt man bei der Recherche im Internet oder anderen Pulikationen auf mögliche Inspirationsquellen. So wird aus dem englischen Cheltenham berichtet, dass zwischen 1882 und 1889 zwanzig Menschen eine mysteriöse "Lady in Black" gesehen hätten, die stets übereinstimmend beschrieben wurde.
Auch in die Kategorie der übersinnlichen Erscheinungen gehört die Geschichte, die aus dem amerikanischen Bundesstaat Texas erzählt wird. Die Lady in Black war demzufolge die Frau eines spanischen Gutsbesitzers, die, des Ehebruchs beschuldigt, an einem Baum gehängt wurde und seitdem die Gegend dort heimsucht. Wer diese Erscheinung selbst erleben will, dem sei der Highway 281 bei Alice, Texas empfohlen, wo Lastwagenfahrer sie schon des öfteren gesehen haben wollen.
Das einzige was hier sicher ist, ist die Herkunft des Bandnamens der Gruppe Uriah Heep. Der wurde dem Roman "David Copperfield" des viktorianischen englischen Schriftstellers Charles Dickens entnommen.

Quelle.
http://www.jochenscheytt.de/popsongs/ladyinblack.html

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Fr 12. Jun 2009, 00:42
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Beitrag Re: Songs Und Ihre Hintergründe:
"Elton John": Candle In The Wind"
Candle in the Wind ist ein populärer Song aus dem Jahr 1973 von Elton John (Musik) und Bernie Taupin (Text).

Das ursprünglich in Elton Johns Album Goodbye Yellow Brick Road erschienene Stück setzt sich mit dem Leben von Marilyn Monroe auseinander, auf deren bürgerlichen Namen sich auch die Anfangsworte „Goodbye Norma Jean“ beziehen. Der Text verurteilt die kommerzielle Ausbeutung des Stars durch seine Umgebung, indem er die Metapher einer vorzeitig verlöschenden Kerze benutzt. Die Single-Einspielung des Originalsongs erreichte Anfang 1974 Platz 11 der britischen Charts, eine Live-Aufnahme aus dem Jahr 1988 sogar Platz 5.

Am 6. September 1997 sang Elton John „Candle in the Wind“ bei der Beerdigung seiner Freundin Diana, der Prinzessin von Wales, in der Westminster Abbey unter Verwendung eines von Taupin eigens zu diesem Anlass geschriebenen neuen Textes. Er begann nun mit den Worten „Goodbye England’s Rose“ und zog Parallelen zwischen Dianas Leben und dem von Marilyn Monroe.

Am 13. September kam diese Version in Großbritannien als Single mit dem Untertitel „In loving memory of Diana, Princess of Wales“ in den Handel, verkaufte sich allein am ersten Tag 658.000 mal und blieb fünf Wochen lang die Nummer eins in den Charts. Auch in vielen anderen Ländern war das Lied Nummer 1, so in der Schweiz und Deutschland, in den USA 14 und in Österreich sogar 18 Wochen lang. In Kanada, wo ansonsten wenig Singles verkauft werden, war das Lied 46 Wochen lang auf Platz 1 und drei Jahre lang in den Top 20 der Charts. Mit weltweit knapp 33 Millionen verkauften Exemplaren (davon 5 Millionen in Großbritannien und 11 Millionen in den USA) gilt sie als erfolgreichste Single aller Zeiten. Sämtliche Tantiemen und Erlöse wurden dem Diana Princess of Wales Memorial Fund gestiftet.

Elton John hat die 1997er Version von Candle in the Wind seither niemals wieder aufgeführt. Nach eigenen Angaben würde er die Emotionen, die bei diesem Stück in ihm aufleben, nicht verkraften. Er lehnte den ausdrücklichen Wunsch von Dianas Söhnen ab, das Lied auf dem Gedenkkonzert Concert for Diana zu spielen. Bei Konzerten spielt er stets die ursprüngliche Fassung von 1973. Für Kontroversen sorgte Nevio Passaro im Jahr 2006, der im Rahmen der Castingshow Deutschland sucht den Superstar Candle in the Wind interpretierte und dabei die Worte „Goodybe England’s Rose“ verwendete.
(Quelle: Wikipedia)

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Fr 12. Jun 2009, 00:44
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Beitrag Re: Songs Und Ihre Hintergründe:
"16 Bit": "Changing Minds"
Jahr 1987
Hinter “16 Bit” verbergen sich sich niemand geringerere als “Sven Väth”, Michael Münzing und Luca Anzilotti. Sven Väth ist vielen auch bekannt als „Off“ (Electica Salsa), Michael Münzing und Luca Anzilotti wurden später die Gruppe "Snap", die in den 90ern viele Chart-Hits hatte.
In der heutigen Zeit würde sich eine Band nicht mehr so nennen. Aber 1987 waren 16-Bit-Computer aber eine absolute Neuheit. Mit "16 Bit" schlug auch das Herz von AMIGA 500. Genauer gesagt ist es ein 32/16-Bit-Mikroprozessor, der diesen Homecomputer seinerzeit so lebendig gemacht hat. Wer es exakt wissen will: Intern "rechnet" der Prozessor, ein Motorola 68 000, mit 32 Bit, was ihn ungeheuer schnell macht, die übrigen Computerbausteine dirigiert er aber mit 16 Bit.
Charakteristisch für diese Band, oder besser gesagt dieses Projekt, war, dass die komplette Musik mit damals aktuellen Heimcomputern erzeugt wurde. Schon 1986 erschien die erste Single "Where Are You". Ihre zweite (mindestens gleich erfolgreiche) Single "Changing Minds" ist vom Stil her ganz anders. Während bei "Where Are You" (und auch wieder beim Nachfolgehit "Too Fast To Live" von 1988 ) die elektronischen Beats im Vordergrund standen, war "Changing Minds" ruhiger gehalten und vom Tempo her auch langsamer. Der Text ist ein Sprechgesang von einem Mann, der Refrain (nur "Changing, changing, changing minds") von einer Frau, beide Stimmen wurden mit dem Computer verfremdet. Der Text ist nichts anderes als eine Anleitung zur Bedienung eines Computers! Dabei muß man bedenken, daß das Lied bereits 19 Jahre alt ist, und damals war es eine Neuheit, dass Computer in Privathaushalten standen. Auf dem Plattencover ist auch ein Commodore Amiga zu sehen. Mit diesem Computer (u.a.) wurde auch dieses Lied aufgenommen.

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Fr 12. Jun 2009, 00:45
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Beitrag Re: Songs Und Ihre Hintergründe:
"Johnny Cash": "Folsom Prison Blues"
Jahr: 1956
J. R. Cash war der Sohn des mittellosen Farmers Ray Cash und dessen Frau Carrie Rivers Cash. Sein Vorname lautet tatsächlich „J. R.“, erst mit Eintritt in die US Air Force wurde aus dem „J.“ ein „John“. Drei Jahre nach seiner Geburt zog die Familie auf eine Farm in Dyess, Arkansas, die der Familie im Rahmen des New Deal unter Präsident Franklin D. Roosevelt günstig zur Verfügung gestellt worden war. Schon im Alter von fünf Jahren arbeitete Cash auf den Baumwollfeldern.

Johnny Cash hatte sechs Geschwister: Roy, Louise, Jack, Reba, Joanne und Tommy. Sein zwei Jahre älterer Bruder Jack starb im Mai 1944 im Alter von 14 Jahren bei einem Unfall mit einer Kreissäge.

Cash begann früh Gitarre zu spielen und Lieder zu schreiben. In seiner Zeit auf der High School trat er bereits bei einem lokalen Radiosender auf. 1950 ging Cash zur Air Force und wurde ein Jahr später als Funker auf einem Abhörposten in Landsberg am Lech in Bayern stationiert. Hier gründete er seine erste Band, die „Landsberg Barbarians“ (die Landsberger Barbaren, eine Verfremdung der „Landsberg Bavarian“ (Landsberger Bayern). Nachdem Cash hier den Film „Inside the Walls of Folsom Prison“ gesehen hatte ging ihm das Thema Strafgefangene nicht mehr aus dem Kopf. So schrieb er „Folsom Prison Blues“.

Der Legende nach soll Johnny Cash in Landsberg der erste Mensch im Westen gewesen sein, der vom Tod Stalins erfuhr. Tatsächlich hatte seine Einheit lediglich die Aufgabe, die russischen Funksprüche aufzuzeichnen.
(u.a. aus Wikipedia)

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Fr 12. Jun 2009, 00:46
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Beitrag Re: Songs Und Ihre Hintergründe:
"The Rolling Stones": "Sympathy For The Devil"
Jahr: 1968
Literarische Quelle des Songs: "Der Meister und Margarita"
Autor: Michail Bulgakow | Jahr: 1929 - 1939
Der satirische Roman des russischen Schriftstellers Michail Bulgakov, der von 1891 - 1940 lebte, erschien wegen der russischen Zensur erst im Jahr 1966. Von den Rolling Stones übernommen wurde der Beginn, als sich der Teufel, im Buch Voland genannt, zwei Moskauer Bürgern vorstellt und ihnen seine Verantwortung und Beteiligung an verschiedenen historischen Ereignissen mitteilt. Der Roman ist sehr komplex und verwebt verschiedene Handlungsfäden miteinander.

Der Inhalt des Buches:
Moskau in den dreißiger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts: Berlioz, der Chefredakteur einer Literaturzeitschrift und der Lyriker Iwan Ponyrew, genannt Besdomny, diskutieren auf offener Straße darüber, ob Jesus je gelebt hat. Da mischt sich ein Fremder in das Gespräch, der behauptet, er wisse genau, daß Jesus gelebt hat, denn er sei bei der Passion Christi dabeigewesen, übrigens habe er auch mit Kant gefrühstückt und Berlioz würde noch heute abend der Kopf vom Rumpf getrennt. Offensichtlich haben es Berlioz und Besdomny mit einem Irren zu tun. Doch als am gleichen Abend Berlioz tatsächlich seinen Kopf verliert, weiß Besdomny, daß der Unbekannte keineswegs verrückt ist. Er versucht, die Miliz zu alarmieren, was zur Folge hat, das Besdomny in die Psychiatrie eingeliefert wird, da ihm natürlich kein Mensch glaubt. Dort trifft er auf den Meister, der gerade seinen Roman über Pontius Pilatus verbrannt hat. Währenddessen treibt der Teufel höchstpersönlich sein Unwesen in Moskau und verwandelt die ganze Stadt in ein Tollhaus.

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Fr 12. Jun 2009, 00:48
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Beitrag Re: Songs Und Ihre Hintergründe:
"TNN": "La Cucamarcha"
Jahr: 1993
(Im Original “La Cucaracha”, von unzähligen Interpreten immer wieder gesungen und von Text immer wieder verändert)
"La Cucaracha" (span. Für Küchenschabe“) ist ein mexikanisches Volkslied spanischen Ursprungs. Es stammt vermutlich aus der Zeit der Reconquista, dem Kampf zwischen Christen und Muslimen in Spanien vor 1492. Die immerzu vierzeiligen Strophen sind ironisch-satirischer Art.
Verschiedene Quellen schreiben dem mexikanischen Autor José Joaquín Fernández de Lizardi die Behauptung zu, dass ein spanischer Marinekapitän neben anderen Liedern auch "La Cucaracha" nach Mexiko gebracht habe (natürlich ließe sich hier anmerken, dass "damals" der gesamte Transport zwischen Mexiko und Spanien über Schiffe erfolgte). Jedenfalls fand das Volkslied in verschiedenen Abhandlungen rasche Verbreitung in ganz Mexiko. Eine erhebliche inhaltliche Ausweisung erfuhr "La Cucaracha" zu Zeiten der Mexikanischen Revolution.
Man nimmt an, dass sich die letzte Zeile auf den drogensüchtigen Präsidenten Victoriano de la Huerta (1913-1914) bezieht, den man aufgrund seines Alkohol- und Drogenkonsums la cucaracha nannte und der ohne Marihuana angeblich nicht gehen konnte. In gewissen Strophen werden die Regierungstruppen von Venustiano Carranza, die Gegner der Truppen von Pancho Villa, ins Lächerliche gezogen.

Es existieren unzählige abweichende Textvarianten, in denen auf verschiedenste Personen Bezug genommen wird. Darüber hinaus gibt es eine Version im 3/4-Takt und eine etwas unbekanntere im 4/4-Takt.

Refrain:
La cucaracha, la cucaracha,
Ya no puede caminar;
Porque no tiene, porque le falta
Marijuana que fumar


(Übersetzung des Refrains:
Die Küchenschabe, die Küchenschabe
Sie kann nicht mehr gehen;
Denn sie hat kein, denn ihr fehlt
Marihuana zum Rauchen.)

Strophen:
Ya se van los Carrancistas,
Ya se van para Perote,
Y no pueden caminar,
Por causa de sus bigotes.

Con las barbas de Carranza
Voy (a) hacer una toquilla
Pa(ra) ponérsela (a)l sombrero
Del señor Francisco Villa

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Fr 12. Jun 2009, 00:52
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Beitrag Re: Songs Und Ihre Hintergründe:
"Bruce Springsteen": "Born In The USA"
Jahr: 1984
Im selben Jahr machte Ronald Reagan bei seinem Präsidentschaftswahlkampf diesen Song zur Wahlkampfhymne, sicherlich in der Überzeugung, einen patriotischen Song vor sich zu haben. Vielleicht hat sich im Wahlkampfteam auch nur niemand die Mühe gemacht richtig hinzuhören. Denn das leicht genuschelte "Born in the USA" ist keine vaterlandsverherrlichende Hymne. Im Gegenteil. Deshalb beharrte der damals nicht um Erlaubnis gefragte Springsteen auch darauf, dass die Verwendung von "Born in the USA" wieder eingestellt werden musste. Was peinlich genug war.
Dass Springsteens "Born in the USA" nicht nur ein patriotischer Song ohne Message ist, hätte sich eigentlich jeder denken können, der auch nur ein bisschen etwas über ihn weiß. Springsteens Songs sind oft politisch, und seine Herkunft aus der einfachen Arbeiterklasse lässt ihn zum Anwalt des kleinen Mannes und der Benachteiligten werden.
Oft wird der von George W. Bush gestartete Irakkrieg mit dem Vietnamkrieg verglichen. Dieser war 1984 schon fast ein Jahrzehnt vorbei, dennoch kämpfte die amerikanische Gesellschaft noch sehr mit den Folgen des Kriegs, nämlich den traumatisierten Kriegsveteranen, die es nicht schafften, das Erlebte zu verarbeiten und sich in das normale Leben wieder einzugliedern.
Um einen solchen Veteranen geht es auch in "Born in the USA", von Bruce Springsteen in der Ich-Form erzählt. In einem trostlosen Provinzkaff geboren ("dead man's town"), von Geburt an symbolisch getreten ("the first kick I took when I hit the ground"), verbringt er seine Jahre mit ständig eingezogenem Kopf ("you spend your half life just covering up"), bis er eines Tages nach Vietnam eingezogen wird. Wieder zurück erntet er nur Unverständnis ("son, don't you understand") und ist auch nach zehn Jahren ("I'm ten years down the road") mit seinen Erinnerungen und der perspektivenlosen Gegenwart ("nowhere to run, ain't got nowhere to go") noch alleine.
Musikalisch ist der Song äußerst minimalistisch. Er besteht nur aus zwei Harmonien und benutzt für die Strophen und den Refrain die gleiche Melodie. Es ist wie ein Drehwurm, wie ein ständiges Rotieren des selben Gedankens im Kopf. Der Beginn mit den hohlen Synthesizer-Fanfaren über einer einsamen Snare-Drum, die den Backbeat markiert, zeigt die Falschheit; dies kann keine glorreiche Hymne, kein glanzvoller militärischer Auftakt sein, sondern nur die pure Desillusion, das was bleibt wenn die harte Realität Einzug hält.
Vietnam war ein Trauma für die Vereinigten Staaten, das in vielen Songs und Filmen verarbeitet wurde. Stellvertretend seien hier folgende Songs zur Thematik genannt: Billy Joel: "Goodnight Saigon", Kenny Rogers: "Ruby, don't take your love to town", Paul Hardcastle: "Nineteen" oder Huey Lewis and the News: "Walking On A Thin Line".

(gekürzter Text aus: )
http://www.jochenscheytt.de/popsongs/bornintheusa.html

Zusatz: Selbst als die amerikanische Autofirma Chrysler ein Angebot von 12 Millionen Dollar für die Verwendung in der Werbung bot lehnte Bruce Springsteen dankend ab.

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Fr 12. Jun 2009, 00:53
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Beitrag Re: Songs Und Ihre Hintergründe:
"The Beatles": "Lucy In The Sky With Diamonds"
Jahr: 1967
"Lucy in the sky with diamonds" ist sicher eines der umstrittensten Stücke der Beatles. Es erschien 1967 auf dem Album "Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band". Anstoß erregte allerdings nicht die Musik, sondern der surrealistische und bilderreiche Text, der verdächtig an Halluzinationen erinnert. An den Namen einer damals populären Modedroge LSD, die solche Halluzinationen erzeugt, erinnert dann auch der Titel des Stücks: Lucy in the Sky with Diamonds.
LSD wurde von den Blumenkindern der späten 60er Jahre recht ungeniert konsumiert und gehört zu den sogenannten bewußtseinserweiternden oder psychedelischen Drogen. Als man Ende der 60er psychische und Erbschäden durch LSD-Genuß nachgewiesen hatte, verschwand die Droge.
Auch die Beatles hatten zugegeben, LSD konsumiert zu haben. So war es nicht weiter verwunderlich, dass man den Titel als kryptische Anspielung auf die Droge verstand. Die Beatles leugneten dies aber hartnäckig und präsentierten eine komplett andere Version:
"Das ist schon witzig mit diesem Song. Die Leute kamen her und meinten, "Ja, ja, wir verstehen schon, LSD", und es war ja auch gerade die Zeit, als die Zeitungen über LSD schrieben, aber daran haben wir nie gedacht. In Wirklichkeit war es so: Johns Sohn Julian geht mit einem Mädchen namens Lucy in die Schule. Dort hatte er ein Bild gemalt und er brachte es mit nach Hause. "Was soll das darstellen?" fragte John, und Julian sagte: "Lucy in the sky with diamonds"."
Jeder darf sich nun überlegen, ob er den Beatles diese Geschichte abnimmt. Sie sind auf jeden Fall bis heute hartnäckig dabei geblieben...

Quelle:
http://www.jochenscheytt.de/popsongs/lucy.html

Zusatz:
Am 30.November 1974 entdeckt der Archäologe Donald Johanson den Fund seines Lebens:
das Skelett eines Australopithecus afarensis, dessen wissenschaftliche Bezeichnung AL 288-1 lautet („AL“ steht für „Afar Locality“). Als man am Abend dieses Tages die zusätzlichen Funde im Forschercamp katalogisierte, wurde wiederholt eine Beatles-Tonkassette vom Kassettenrecorder abgespielt, auf der u.a. der bekannte Song Lucy in the sky with diamonds enthalten war. Zunächst spaßhaft gemeint, wurde die Bezeichnung Lucy rasch auch außerhalb des Camps zur üblichen Abkürzung für den Sensationsfund.

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Fr 12. Jun 2009, 00:55
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Beitrag Re: Songs Und Ihre Hintergründe:
The Doors - Light My Fire
Kurz nachdem sie den Song aufgenommen hatten gingen sie alle in den Control Room, um sich sich den Track anzuhören. Es gab reichlich Alkohol und ein Joint machte die Runde. Alle waren bester Laune. Jim dachte er, könnte sich ein wenig Acid gönnen und spülte ihn mit einem Schluck Bier herunter.
Später ging er mit seiner Freundin Pam zum Parklplatz um nach Hause zu fahren. Pam fuhr eine Weile und Das LSD das Jim eingeworfen hatte, begann langsam zu wirken und dann setzte der Trip voll ein.
Plötzlich sagte er:"Wir müssen zurück zum Studio", trat voll auf Pams Fuß und riss ihr das Lenkrad aus der Hand.
"Im Studio brennt's"
Angekommen schwang er sich über den Zaun, verlor dabei einen Stiefel, sprintete zum Studio, nahm die altmodische Feuerspritze von der Wand und drehte das Ventil voll auf. Wasser spritzte auf das leuchtende Rot. Das heiße, alles verschlingende Rot, das seine wunderbare Musik zerstören würde. Aber das Rot wollte nicht ausgehen, denn es war nur das Notlicht, das sich in der Mitte des Raumes auf einem Ständer befand, wie man es in den 40ern auch in den Filmstudios verwendete.
Wieder zurück im Auto fragte Pam :"Was ist mit deinem Stiefel ?" Und Jim antwortete: "Scheiß auf den Stiefel, fahr los".
Es war nur ein kleiner Wasserschaden und das Tape mit "Light my fire" blieb bekanntlich heil.

Quelle:
http://www.musik4fun.com/musik/musik-al ... tergr-nde/
mit Dank an "Tommyspirit"

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Fr 12. Jun 2009, 00:59
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Beitrag Re: Songs Und Ihre Hintergründe:
"Serge Gainsbourg & Jane Birkin": "Je t'aime (moi non plus)"
Jahr: 1969
Der französisches Sänger Serge Gainsbourg hatte ein zusammen mit einer britischen Schauspielerin Jane Birkin aufgenommenes Stück Popmusik veröffentlicht. Allerdings kein gewöhnliches, sondern in den Ohren vieler Zeitgenossen unglaubliches, skandalöses Stück. Auch wenn der Text französisch war, brauchte man nicht viel Fantasie, um bei dem Gestöhne, das da aus den Lautsprechern drang, festzustellen worum es ging.
Daraufhin sah sich der damalige Papst Paul VI. sich genötigt, einzuschreiten was er mittels eines Artikels in der amtlichen vatikanischen Zeitung L'Osservatore Romano dann auch tat. Die Regierung in Italien gab dem Drängen des Vatikan bald nach und setzte das Stück auf den Index. Weder im Radio noch im Fernsehen durfte es gespielt werden. Auch die von jeher konservative BBC in London zog bald nach. Spanien, Schweden und Brasilien folgten. Dem Papst mag das eine Genugtuung gewesen sein, aber es hatte, wie so oft, einen völlig gegenteiligen Effekt.
Die Erkenntnis, dass solche Verbote die Neugier erst recht entfachen, ist eigentlich keine Neue, und sollte sich doch auch damals schon herumgesprochen haben. Es ist also kein Wunder, dass den Händlern die Platte regelgerecht aus den Händen gerissen wurde. Die erste Million war schnell erreicht, und im August 1969 war "Je t'aime" trotz nicht vorhandenem Radioeinsatz auf Platz 1 der Singlecharts in England.
Sein selbstgeschriebenes Lied hatte Serge Gainsbourg allerdings schon zwei Jahre zuvor, im Jahre 1967 aufgenommen. Allerdings nicht für Jane Birkin als Partnerin, denn die kannte er zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Die Angebetete damals war niemand Geringeres als die Filmlegende Brigitte Bardot. Mit Brigitte Bardot hatte Gainsbourg eine leidenschaftliche Affaire, obwohl sie seit 1966 mit dem Millionär und Playboy Gunther Sachs verheiratet war. Es existierte sogar schon eine fertige Aufnahme mit den beiden, die allerdings auf Drängen Bardots nicht veröffentlicht wurde.
In der Zwischenzeit hatte Gainsbourg die britische Schauspielerin Jane Birkin kennen- und liebengelernt, und mit ihr nahm er den Titel neu auf, der dann im Januar 1969 auf eine staunende Öffentlichkeit traf.
Eigentlich ist es ja nicht wichtig, trotzdem gibt es einen Liedtext, und der hat es in der Tat in sich!
"Je t'aime - moi non plus"
("Ich liebe dich - ich dich auch nicht"),

"Comme un vague irrésolue je vais et je viens entre tes reins"
"Wie eine unentschlossene Welle komme und gehe ich zwischen deinen Lenden,"

„et je me retiens"
"und ich halte mich zurück"

"tu es la vague, moi l'île nue"
"du bist die Welle, ich die nackte Insel"

"je te rejoins"
"ich vereine mich wieder mit dir"

"oh mon amour"
"oh meine Liebe"

"Non! Maitenant, viens!"
"Nein! Jetzt, komm!"

Quelle:
http://www.jochenscheytt.de/popsongs/jetaime.html

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Fr 12. Jun 2009, 01:01
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Beitrag Re: Songs Und Ihre Hintergründe:
"Deep Purple": "Smoke On The Water"
Jahr: 1971
:blink: Deep Purple ist ein Synonym für LSD

Der Text erzählt eine wahre Geschichte: Am 4. Dezember 1971 waren Deep Purple in Montreux, um ein neues Album mit einem mobilen Tonstudio, das sie von den Rolling Stones gemietet hatten, aufzunehmen. Sie bezogen Quartier in einem Gebäude, das zum Casino von Montreux (das gambling house, auf das der Text sich bezieht) gehörte. An diesem Abend gaben Frank Zappa und The Mothers of Invention ein Konzert im Casino, während dessen ein Feuer ausbrach. Angeblich hatte ein Schweizer Fan mit einer Signalpistole an die Decke des Konzertsaals („some stupid with a flare gun“ heißt es im Text) geschossen. Der gesamte Gebäudekomplex mitsamt dem Equipment der Mothers wurde zerstört. Der „Funky Claude“, der im Lied erwähnt wird, ist Claude Nobs, der Direktor des Montreux Jazz Festivals, der den Besuchern half, sich vor dem Feuer zu retten („Funky Claude was running in and out/Pulling kids out the ground“). Der Titel des Songs bezieht sich auf den Rauch, der sich über dem Genfersee ausbreitete und der von den Musikern von Deep Purple in ihrem Hotel beobachtet wurde. Es gibt sogar ein Bootleg des Zappa-Konzerts mit dem Titel Swiss Cheese/Fire!.

Deep Purple hatten nun das teure Tonstudio, aber keinen Ort mehr, an dem sie ihre Aufnahmen machen konnten. Auf der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten fand Nobs für die Band das Theater The Pavilion, aber nachdem Deep Purple mit den Aufnahmen begonnen hatten, beschwerten sich die Nachbarn über den Lärm und die Polizei sorgte für eine Beendigung der Session. Schließlich, nach einer Woche des Suchens, mietete die Band das fast leerstehende Montreux Grand Hotel, wo die Gänge und Treppenhäuser zum Aufnahmestudio umgewandelt wurden. Nahezu alle Aufnahmen für das erfolgreichste Deep-Purple-Album Machine Head erfolgten hier. Smoke on the Water war jedoch das einzige Lied, das nicht im Grand Hotel aufgenommen wurde; es wurde erst später vollendet, nachdem der Basic Track für den Song das einzige Ergebnis der abgebrochenen Pavillon-Session war.

(Quelle: Wikipedia)

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Fr 12. Jun 2009, 01:03
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Beitrag Re: Songs Und Ihre Hintergründe:
"Iron Butterfly": "In-A-Gadda-Da-Vida"
Jahr: 1968
In-A-Gadda-Da-Vida ist ein 17-minütiges Rock-Stück von Iron Butterfly aus dem Jahr 1968 vom gleichnamigen Album, dessen gesamte zweite Seite es einnimmt. Der Text ist einfach und auch nur am Anfang und Ende des Liedes zu hören.

Über die Namensgebung des Titels liegen widersprüchliche Informationen vor. Eine bekannte Geschichte erzählt, dass der Songtitel in Wirklichkeit In the Garden of Eden (Übersetzt: Im Garten Eden) gewesen sein soll, aber während der Proben und Aufnahmen vernuschelte Sänger Doug Ingle diese Zeile unter dem Einfluss von LSD in die Nonsensphrase In-A-Gadda-Da-Vida. Im Booklet zur Wiederveröffentlichung der gleichnamigen CD im Jahr 1995 (mit einer 18-minütigen Live-Version sowie der Singlefassung des Songs als Bonus-Tracks) heißt es, dass Ingle den Titel nach dem Genuss von zwei Dritteln einer Gallone Wein (= mehr als zweieinhalb Liter) so ausgesprochen habe; der Schlagzeuger Ron Bushy habe den Titel als "eingängig" empfunden und daher niedergeschrieben. Die Wahrheit, bekannt aus den Bemerkungen in der Best-Of-CD der Gruppe, ist, dass Bushy den Track durch Kopfhörer hörte und so einfach nur schlecht verstand, als ihm Doug Ingle den Titel des Songs nannte.

Der Song besteht aus einem bemerkenswerten Gitarren- und Bass-Riff, das auch über beinahe den gesamten Song wiederholt wird. Es wird als Basis für ausführliche Orgel- und Gitarrensoli benutzt, die in der Mitte durch ein ausgedehntes Schlagzeugsolo unterbrochen werden. Dies ist bemerkenswert, da bis zu diesem Zeitpunkt Schlagzeugsoli im Rock nur eine sehr untergeordnete Rolle spielten, somit stellt es eines der ersten Schlagzeugsoli auf einer Rock-Aufnahme dar und ist wahrscheinlich auch eines der bekanntesten in der Rock-Geschichte.

Besonders bemerkenswert in der Rock-Geschichte ist dieser Song vor allem dadurch, dass er zusammen mit Blue Cheer und Steppenwolf den Punkt markiert, an dem sich aus der Psychedelischen Musik der frühe Heavy Metal entwickelte. In den späteren Siebzigern entlehnten viele Heavy-Metal- und auch Progressive-Rock-Künstler, wie auch Deep Purple oder Led Zeppelin, ihren Sound – und noch stärker ihren Live-Sound – aus dieser Aufnahme.

(Quelle: Wikipedia)

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Fr 12. Jun 2009, 01:04
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Beitrag Re: Songs Und Ihre Hintergründe:
"Bob Dylan": "Knockin' On Heaven's Door"
Jahr: 1973
Cover: Eric Clapton
Jahr: 1978
Cover: Guns'n'Roses
Jahr: 1992
"Knockin' on heaven's door" wurde von Robert Allen Zimmermann, besser bekannt als Bob Dylan, 1973 für den Western "Pat Garrett and Billy the Kid" geschrieben. Dylan spielt in diesem Film auch eine Nebenrolle.
Das Lied beschreibt in einer Filmszene die Gefühle eines sterbenden Hilfssheriffs, der merkt, wie es finster um ihn wird, als er an die Himmelstür klopft, und feststellt, dass er weder sein Sheriffsabzeichen (badge), noch seine Knarre (gun) je wieder brauchen wird.
"Knockin' on heaven's door" wurde schnell zu einem der populärsten Popsongs, was durchaus seine Gründe hat: Einfachheit gepaart mit Eingängigkeit. Mit nur vier Akkorden (G ,D , Am, C), die auf jeder Gitarre problemlos gespielt werden können, einem Melodieumfang von nur einer Quinte (5 Töne) in gut singbarer Lage und der eingängigen kurzen Refrainzeile war das Lied geradezu prädestiniert, nachgespielt und nachgesungen zu werden. Dazu kommt, dass die Strophen melodisch auch dem Refrain entsprechen und sich nur rhythmisch wegen des Textes leicht unterscheiden.
Auch andere Musiker wie Eric Clapton oder Guns'n'Roses hat der Song immer wieder zu Coverversionen angeregt. Das 2000 erschienene "Rise" von Gabrielle ist jedoch eine Besonderheit. Es basiert zwar auf dem Harmoniegerüst von "Knockin' on heaven's door", die Melodie wurde auf diesem Harmoniefundament allerdings ganz neu komponiert und erinnert bewusst nicht mehr an das Original. Diese Technik wurde früh schon im Jazz angewandt, wobei die neuen Melodien hier wohl eher aufgeschriebene Soli waren (z.B. "Ornithology" von Charlie Parker auf dem Harmoniegerüst von "How high the moon"), und lebte neu auf, als das Samplen möglich wurde. Hier begannen die Hip Hopper, kleine Versatzstücke älterer Songs als Grundlage ihrer Raps zu nehmen und kreierten so neue Stücke.

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Fr 12. Jun 2009, 01:06
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Beitrag Re: Songs Und Ihre Hintergründe:
„Kate Bush“: „Wuthering Heights“
Jahr: 1973
Kate Bush hatte den Song - wie fast ihr gesamtes veröffentlichtes Material - selbst geschrieben und war damit die erste Frau, der es gelang, mit einer Eigenkomposition auf die Nummer-Eins-Position in Großbritannien zu kommen. Die Musiker, die darauf zu hören sind, sind: Ian Bairnson (Gitarre), David Paton (Bass) (beide ehemals bei Pilot), Duncan Mackay (Keyboards) und Stuart Elliott (Schlagzeug), allesamt damals zur Stammbesetzung von The Alan Parsons Project gehörend, ebenso wie der Produzent dieses Stückes und der ersten beiden Kate-Bush-Alben, der Komponist und Arrangeur Andrew Powell.
Der Erfolg von „Wuthering Heights“ sorgte auch für reges Interesse an Kate Bushs Debütalbum, das im Februar folgte. „The Kick Inside“ erreichte Platz 3 in den britischen Albumcharts.
Beeindruckend war Kate Bushs Ausdruckstanz zu dem Song, den sie sowohl im Video als auch bei diversen Fernsehauftritten zeigte. Die Rückseite des Covers der ersten deutschen Single-Ausgabe bewirbt ihren Auftritt in „Bios Bahnhof“ am 9. Februar 1978.

Literarische Vorlage: Emily Brontë | Jahr: 1845/46
Der Roman "Wuthering Heights" wurde geschrieben von Emily Brontë - einer englischen Schriftstellerin, die mit ihren zwei weiteren auch als Schriftstellerinnen hervorgetretenen Schwestern Charlotte und Anne und einem Bruder im nordenglischen Haworth lebte. Sie starb schon im Alter von 30 Jahren im Jahre 1848. Ihr Hauptwerk "Wuthering Heights" ist bis heute ein Klassiker und besticht und vewirrt durch seine dunkle Stimmung, die immer wieder mit der kargen Moorlandschaft in Verbindung gebracht wird, in der die Schwestern aufwuchsen.


Für diejenigen, die sich für das Buch interessieren:
Inhaltsangabe für "Wuthering Heights"
Die Earnshaws wohnen auf Wuthering Heights, einem Haus hoch oben im Moor. Eines Tages bringt der Vater einen Waisenjungen, Heathcliff, mit nach Hause, der mit seinen Kindern Catherine und Hindley zusammen aufgezogen wird. Catherine und Heathcliff verstehen sich sehr gut und machen oft zusammen Ausflüge aufs Moor, denn sie haben beide einen ähnlichen Charakter, sie sind temperamentvoll und werden von ihren Gefühlen gelenkt. Hindley dagegen empfindet Heathcliff gegenüber nur Neid und Haß, da sowohl sein Vater als auch seine Schwester Heathcliff ihm vorziehen.

Heathcliff verliebt sich in Catherine. Aufgrund eines Mißverständnisses verläßt Heathcliff die Familie, da er glaubt, daß Catherine einen anderen liebt. Dieser andere ist Edgar Linton, den Catherine heiraten will, aber nicht aus Liebe, sondern weil sie Heathcliff mit Edgars Geld zum gesellschaflichen Aufstieg verhelfen will. Heathcliff ist nun aber verschwunden, und Catherine und Edgar Linton heiraten.

Nach vielen Jahren kehrt Heathcliff zurück, er ist offenbar beim Militär gewesen. Er ist oft bei Lintons zu Gast, denn er liebt Catherine immer noch und haßt Edgar. Um sich an der Familie Linton zu rächen, verführt er Edgars Schwester, heiratet sie und behandelt sie so schlecht, daß sie ihn verläßt.

Nach ihrem Tod kommt ihr gemeinsames Kind Linton nach Wuthering Heights, wo Heathcliff inzwischen Hausherr ist. Dort wohnt außerdem Hareton, Hindleys Sohn, den Heathcliff, um sich an Hindley zu rächen, möglichst wenig Bildung angedeihen läßt, obwohl er eigentlich intelligent ist, während er für seinen eigenen Sohn Linton, der kränkelt und auch keine große Intelligenz besitzt, einen Lehrer bezahlt.

Catherine ist inzwischen bei der Geburt ihrer Tochter Catherine gestorben, nachdem Heathcliff noch einmal vergeblich versucht hat, sie dazu zu bringen, ihm ihre Liebe zu gestehen. Weil sie ihn also bis in den Tod hinein verleugnet hat, will er sich auch an ihr rächen, indem er ihre Tochter und seinen schwächlichen Sohn verheiratet, wodurch all ihr Besitz an Linton, und nach dessen Tod (der vermutlich bald eintreten wird) an Heathcliff fallen würde.
Es gelingt ihm auch, diesen Plan durchzuführen, und Linton stirbt, so daß schließlich Catherine und Hareton, die beide abhängig von Heathcliff sind, in Wuthering Heights wohnen.

Catherine überwindet nach einiger Zeit ihren Widerwillen gegenüber dem rohen, ungebildeten Hareton und bringt ihm Lesen und Schreiben bei. Heathcliff stirbt schließlich, nachdem er eine Vision der toten Catherine gehabt hat, und die Geschichte endet recht hoffnungsvoll: man kann sich vorstellen, daß Catherine und Hareton heiraten und glücklich werden.

Quelle: Wikipedia & http://www.hh.schule.de/christianeum/buch25.htm

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Fr 12. Jun 2009, 01:09
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Beitrag Re: Songs Und Ihre Hintergründe:
“Eric Clapton”: “Tears In Heaven”
Jahr: 1992
Am 20. März 1991 geschah das Unfassbare. Das, wovor wahrscheinlich fast alle Mütter und Väter dieser Welt am meisten Angst haben: der Tod des eigenen Kindes. Dazu noch ein Unfall, der bei genauem Hinsehen durchaus vermeidbar gewesen wäre. Was war geschehen?
Der vierjährige Conor Clapton, Sohn Eric Claptons und der italienischen Schauspielerin Lori del Santo, hielt sich zusammen mit seiner Mutter und einer Haushälterin im 53. Stock eines New Yorker Apartmenthauses auf. Sie waren auf Besuch aus Italien, ebenso der in England lebende Clapton, der sich in einem nahen Hotel aufhielt. Die Haushälterin hatte gerade die Fenster geputzt und ließ eines davon offenstehen, um den Raum zu lüften. Durch dieses offene Fenster stürzte der Vierjährige auf ein angrenzendes Gebäude und war sofort tot.
Mit dem Song "Tears in heaven" verarbeitet Eric Clapton diesen tragischen Verlust. Er stellt sich ein Treffen zwischen seinem Sohn und ihm selbst im Himmel vor und stellt fest dass er dort nicht hingehört, sondern im Leben stark sein muss und weitermachen muss. Er kommt aber zu der Überzeugung, dass es im Himmel Frieden und keine Tränen mehr gibt: "There'll be no tears in heaven". Diese Aussage wurde interessanterweise, verkürzt auf "tears in heaven", zum Titel des Songs, der damit eigentlich genau das Gegenteil des Liedtextes aussagt.
Der Song strahlt in seiner schlichten Schönheit eine Ruhe und auch Wärme aus, die viele Menschen berührt, und denen, die auch Verluste zu beklagen haben, Trost und Hoffnung gibt. Nicht zuletzt deshalb darf "Tears in heaven" zu den Klassikern der Pop- und Rockmusik gezählt werden.
"Tears in heaven" wurde 1992 auf der Unplugged-CD veröffentlicht und ist inzwischen Eric Claptons bekanntester Song und Grundlage für verschiedene Auszeichnungen, wie den Grammy im Jahr 1993 geworden.
Auch andere Künstler versuchen Verluste durch Kreativität zu verarbeiten, wie zum Beispiel der deutsche Dichter Friedrich Rückert, der von 1788 bis 1866 lebte. Er verlor zwei seiner Kinder und schrieb zur Aufarbeitung 400 (!) Gedichte, die sogenannten Kindertotenlieder. Fünf davon wurden von Gustav Mahler zwischen 1901 und 1904 für Singstimme und Orchester vertont. Der aus Mähren stammende Mahler war Komponist und Dirigent und lange Zeit Leiter der Wiener Hofoper. Auch er musste den Verlust einer Tochter beklagen, die 1907, zwei Jahre nach der Uraufführung der Kindertotenlieder, im Alter von fünf Jahren starb.

Quelle:
http://www.jochenscheytt.de/popsongs/tears.html

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Beitrag Re: Songs Und Ihre Hintergründe:
"The Beatles": "Yesterday"
Jahr: 1965
Das Songschreiben geschah bei den Beatles in den meisten Fällen in einer Art Teamarbeit zwischen Paul McCartney und John Lennon. Auch bei "Yesterday" findet sich in den Noten die Angabe: Words and Music by John Lennon and Paul McCartney. Tatsache ist jedoch, dass das Stück von Paul McCartney alleine komponiert wurde. Er äußert sich zur Entstehung folgendermaßen:
"Ich wachte eines Morgens auf mit einer Melodie in meinem Kopf und dachte mir: "Hey, ich kenne diese Melodie nicht, oder?" Es klang wie eine Jazzmelodie. Mein Vater kannte eine Menge alter Jazzstücke, also dachte ich, vielleicht erinnere ich mich von früher daran. Ich ging zum Klavier und fand die richtigen Akkorde: G-Dur, Fis-Septakkord, H-Dur. Ich ging damit zu all meinen Freunden und fragte sie, ob sie wüssten, was das sei. "Kennst du das? Das ist eine kleine Melodie, aber ich kann sie nicht selbst geschrieben haben, weil ich sie geträumt habe.""(1)
Paul konnte das Gefühl nicht loswerden, irgendwoher inspiriert worden zu sein, konnte aber trotz aller Versuche nicht herausfinden woher und akzeptierte schließlich seine Urheberschaft. Auf seiner genialen Seite http://www.beathoven.com weist Ian Hammond nach, dass das Vorbild "Georgia" von Hoagy Carmichael in der Version von Ray Charles sein muss. Vor allem die Harmonien stimmen fast zu 100% überein und die ganze Beweiskette ist schlüssig. Für nähere Informationen siehe http://www.geocities.com/~hammodotcom/be...sweetsongs.htm.
Neben der vergeblichen Suche nach der Inspirationsquelle war auch die Suche nach einem passenden Text schwierig. Zuerst hieß das Stück "scrambled eggs" - zu deutsch "Rühreier". John Lennon sagt, dass er fast schon traurig war, als der endgültige Titel gefunden war, denn das Rührei war schon zum Running Gag geworden.
Zur Zeit der Entstehung von "Help!" arbeiteten die Beatles schon mit ihrem Produzenten George Martin zusammen, einen ausgebildeten Musiker, der die Ideen der Beatles im Studio praktisch umsetzte und sich mit ihnen in den folgenden Jahren ideal ergänzen sollte. Er war es auch, der vorschlug, "Yesterday" nicht in der üblichen Besetzung zu produzieren, sondern ein Streichquartett zu engagieren.
"Paul ging runter ins Studio, setzte sich mit seiner Akustikgitarre auf einen hohen Stuhl und spielte "Yesterday". Das war die Masteraufnahme. Dann sagte ich: "Okay, was machen wir damit? Wie wär's mit einer kleine Gruppe von Streichern, einem Quartett?" Das fand er interessant, und dann arbeitete ich mit ihm daran und machte Vorschläge für die Partitur. Er hatte auch eigene Einfälle. Dann buchten wir ein Streichquartett, legten die Streicher drüber - und fertig war die Platte."
Es war also außer Paul McCartney kein anderer Beatle an der Aufnahme beteiligt. Trotzdem waren sich alle einig, die Aufnahme nicht als Soloplatte von Paul herauszubringen. Man hatte mit dem Song zuerst ganz andere Probleme, wie Paul herauslässt:
"Wir brachten "Yesterday" in England gar nicht als Single heraus, weil wir uns ein wenig schämten - schließlich waren wir eine Rock'n'Roll-Band."
Eine nette Anekdote liefert uns noch John Lennon.
"Ich saß mal in einem Restaurant in Spanien, und der Geiger bestand darauf, mir "Yesterday" direkt ins Ohr zu spielen. Dann bat er mich, seine Violine zu signieren und ich unterschrieb darauf. Eines Tages wird er herausfinden, dass Paul "Yesterday" geschrieben hat. Aber ich schätze, er hätte schlecht von Tisch zu Tisch gehen können und "I am the walrus" spielen können."

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(1) Alle Zitate auf dieser Seite sind der Beatles Anthology, Ullstein München, 2000 entnommen

Quelle:
http://www.jochenscheytt.de/popsongs/yesterday.html

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