Aktuelle Zeit: Fr 10. Sep 2010, 21:34

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 2 Beiträge ] 
 Yes 
Autor Nachricht
V.I.P. Benutzer
Benutzeravatar

Registriert: Fr 12. Jun 2009, 08:01
Beiträge: 2065
Beitrag Yes
Yes ist eine britische Rock-Band, die Progressive/Artrock spielt. Yes waren in den 1970er Jahren zusammen mit Genesis, Emerson, Lake and Palmer und King Crimson prominente Vertreter des Progressive Rock. Diese vier Bands, oft als die „Großen Vier“ des Progressive Rock bezeichnet, waren stilbildend für das Genre und üben auch heute noch großen Einfluss auf viele neuere Progressive-Rock-Bands wie Spock’s Beard und IQ sowie auch Progressive-Metal-Gruppen wie Dream Theater aus.

1968–1981
Die Geschichte von Yes ist von wiederholten Umbesetzungen in der Band und teilweise erheblichen Stiländerungen geprägt. Als kreativer und künstlerischer Höhepunkt der Band gelten die 1970er Jahre, in denen einige der herausragenden Alben des Progressive Rock aufgenommen wurden, während der größte kommerzielle Erfolg 1983 gelang.

Im Juni 1968 trafen sich Jon Anderson und Chris Squire in einem Londoner Club und beschlossen, gemeinsam Musik zu machen. Kurze Zeit später kamen Tony Kaye, Peter Banks und Bill Bruford hinzu. Die erste Yes-Formation hatte sich gefunden. Die ersten beiden Alben Yes (1969) und Time and a Word (1970) waren noch vom Beat und Psychedelic Rock im Stile von The Who, The Beatles oder Pink Floyd geprägt. Das betrifft vor allem Songs wie Sweet Dreams oder Time And A Word. Dennoch zeigten sich auf einigen Stücken, darunter vor allem Survival vom Debütalbum und das komplexe Then von Time And A Word, bereits erste Ansätze des späteren Progressive-Rock-Stils.

Auf dem zweiten Album gab es zusätzliche Streicherunterstützung, was dem Gitarristen Peter Banks nicht gefiel, der mit dem „Geigengeschmuse“, so sein Zitat, nichts anfangen konnte. Derart unzufrieden mit der eingeschlagenen Richtung verließ er Yes 1970 als erstes Mitglied.

Die Verpflichtung von Steve Howe als neuem Gitarristen erwies sich als Glücksfall für Yes, die nach dem zweiten Album, das erfolglos geblieben war, auch den Druck der Plattenfirma spürten, mit dem dritten Album endlich einen ersten Erfolg zu erzielen. Steve Howe sollte Yes mit seinem virtuosen und vielseitigen, vor allem vom Country und der Gitarrenmusik der 30er Jahre geprägten Stil bereichern. Die folgenden Kompositionen wurden länger, komplexer und vielschichtiger. Die Songs erreichten nun die Zehnminutenmarke und ließen etlichen Spielraum für Soloeinlagen. Steve Howes Gitarrenspiel avancierte schnell zu einem der Markenzeichen von Yes. Jon Andersons Falsett-Gesang und Chris Squires Bassspiel vervollständigten den Sound der Band. Chris Squire entwickelte in der Folge den Bass zum gleichberechtigten Soloinstrument und übernahm auch melodieführende Aufgaben.

Die schlicht The Yes Album betitelte Platte aus dem Jahr 1971 geriet zum großen Durchbruch von Yes. Die Band hatte ihre eigene Identität gefunden und machte sich daran, das Progressive-Rock-Genre maßgeblich zu definieren.

Nach dem erfolgreichen Drittling drehte sich das Personalkarussell bei Yes erneut. Keyboarder Tony Kaye verließ die Band und gründete die wenig erfolgreiche Band Badger. Als neuer Keyboarder wurde der klassisch ausgebildete Rick Wakeman verpflichtet. Wie schon bei Steve Howe zuvor, sollte sich auch Wakemans Verpflichtung als Glücksfall für Yes herausstellen, da er etliche klassische Elemente in den bereits sehr eklektischen Sound von Yes einbrachte.

Das Album Fragile (1971) führte die Entwicklung des Vorgängeralbums weiter. Der Progressive Rock wirkte noch gereifter: die Kompositionen wurden dichter, die längeren Stücke einheitlicher, nicht mehr nur suitenhaft gereiht wie auf dem Vorgängeralbum. Mit der gekürzten Fassung des fast zehnminütigen Roundabout ergab sich auch ein moderater Singlehit, was für eine albumorientierte Band wie Yes ein seltener Erfolg war. Fragile war auch das erste Album mit einem in Zukunft für Yes typischen Cover aus der Feder des Fantasy-Künstlers Roger Dean.

1972 wurde das Album Close to the Edge veröffentlicht, dessen erste LP-Seite die mehr als 18-minütige gleichnamige Sonate enthielt. Yes befanden sich nun auf einem kreativen Höhepunkt, und die Musiker ließen ihren Ideen auf den Alben freien Lauf, ungehindert von kommerziellen Zwängen oder Forderungen ihrer Plattenfirma. Close To The Edge gilt im Allgemeinen als eines der besten Werke von Yes, stellvertretend für die symphonisch-klassische Variante des Progressive Rock. Das Album ist bis heute immer wieder Gegenstand musikwissenschaftlicher Studien.

Schlagzeuger Bill Bruford war vom zeitraubenden Perfektionismus der Band ermüdet, gleichzeitig aber von Close To The Edge dermaßen überzeugt, dass er zur Ansicht gelangte, dass sein eigener künstlerischer Gipfel mit der Band nun erreicht sei und suchte sich deshalb eine neue Herausforderung. Er verließ Yes, um bei King Crimson zu spielen. Yes, die zu dem Zeitpunkt auf Tour waren, zeigten sich kurz schockiert, konnten aber mit Alan White recht schnell einen neuen Schlagzeuger gewinnen. White hatte zuvor unter anderem in der John-Lennon-Band gespielt. Er sollte nach Bill Brufords Jazzansatz mehr Rockelemente in die Musik von Yes integrieren.

1973 veröffentlichten Yes zunächst das 3er-Live-Album Yessongs, das die Livefähigkeiten der Band dokumentierte. Wenige Monate später erschien dann das „Magnum Opus“, Tales from Topographic Oceans. Das sehr ambitionierte Doppelalbum war von indischer Philosophie und Mystik beeinflusst. Es beinhaltete lediglich vier Kompositionen, die jeweils etwa 20 Minuten dauern. Innerhalb der Stücke verließ man teilweise traditionelle westliche Hörgewohnheiten und erkundete dabei Einflüsse, die der heutigen Weltmusik nahe stehen.

Keyboarder Rick Wakeman zeigte sich unzufrieden mit der Musik auf Tales from Topographic Oceans und trennte sich schließlich von der Band, was einigen Tumult in der englischen Musikpresse erzeugte. Yes ließen sich aber auch von diesem empfindlichen Verlust nicht aufhalten. Die Suche nach einem Keyboarder führte zuerst zu dem Griechen Vangelis. Als sich die Zusammenarbeit mit diesem jedoch als zu schwierig herausstellte, verpflichtete man schließlich den Schweizer Patrick Moraz, der für seinen neuen Job die Band Refugee verließ. Jon Anderson blieb jedoch in Kontakt mit Vangelis und beide nahmen als Jon & Vangelis eine Reihe erfolgreicher Alben auf.

Zusammen mit Moraz nahm Yes das Album Relayer auf, das 1974 veröffentlicht wurde. Relayer kehrte zum Format von Close to the Edge zurück: Es bestand aus einer seitenfüllenden Komposition und zwei Liedern á zehn Minuten. Gates Of Delirium basierte auf Leo Tolstois Krieg und Frieden und zeigte Yes von der sehr dynamischen Seite, während man in Sound Chaser Ausflüge in den Fusion Jazz unternahm. Auf Anregung Moraz' verwendete man sogar Elemente der Musique concrète.

Nach der anschließenden Tour hatte man sich innerhalb der Band darauf geeinigt, eine kleine Auszeit zu nehmen, in der jedes der einzelnen Bandmitglieder ein Soloalbum aufnehmen wollte. Jon Anderson veröffentlichte Olias Of Sunhillow, Steve Howe Beginnings, Chris Squire Fish Out Of Water, Alan White Ramshackled und Patrick Moraz The Story Of I.

1977 fanden sich Yes wieder zu den Aufnahmen für ein neues Studioalbums zusammen, aus steuerlichen Gründen in der Schweiz. Patrick Moraz war anfangs noch dabei, ehe er aus nicht ganz geklärten Gründen ausschied. Yes holten Rick Wakeman wieder an Bord, zuerst nur als Sessionmusiker, bald darauf wurde er zum regulären Bandmitglied ernannt. Mit Going for the One erfolgte ein erster Schritt hin zu etwas kürzeren Kompositionen, wenn auch hier das 15-minütige Awaken noch deutlich dem Progressive Rock zuzuordnen war.

Zu dieser Zeit zeigten die aufkommende Punkwelle und der sich damit veränderte Musikgeschmack ihre Wirkung. 1978 war der einst kommerziell sehr erfolgreiche Progressive Rock im Niedergang begriffen. Yes versuchten, sich dem Zeitgeist anzupassen, indem sie sich auf dem Album Tormato noch stärker als auf dessen Vorgänger auf kürzere und geradlinigere Lieder konzentrierten, was eine endgültige Abkehr von den überlangen, kunstvollen Stücken der vergangenen Jahre darstellte.

Als 1979 aufgrund innerer Spannungen Bemühungen der Band scheiterten, zusammen mit dem Produzenten Roy Thomas Baker in Paris ein neues Album, die Paris Sessions, aufzunehmen, verließen Sänger Jon Anderson und Keyboarder Rick Wakeman die Band. Damit begann eine Phase, in der Yes eher eine Reihe von Projekten als eine feste Band war; das betrifft die Alben Paris Sessions, Drama, XYZ, 90125, Big Generator und Union (1980 - 1991). Trotz des Abgangs von Jon Anderson, der bisher eine der zentralen Figuren bei Yes gewesen war, ließ sich der Rest der Band nicht irritieren. Howe, Squire und White versuchten es erneut, indem man als Ersatz die Mitglieder des Popduos The Buggles, die zuvor mit Video Killed The Radio Star bekannt geworden waren, rekrutierte: Trevor Horn, der sich später als Produzent diverser Popkünstler (unter anderem Frankie Goes to Hollywood, The Art of Noise, Grace Jones, Seal oder aktueller auch t.A.T.u.) einen Namen machen sollte, ersetzte Jon Anderson als Sänger, während Geoff Downes die Keyboards übernahm.

Diese Formation brachte mit Drama (1980) lediglich ein Album heraus. Trevor Horn passte zwar gut zum neu komponierten Material, hatte aber stimmlich erhebliche Schwierigkeiten bei den zahlreichen Klassikern der Gruppe. Yes erkannten, dass man künstlerisch in einer Sackgasse gelandet war, und die Band löste sich offiziell auf.


1981–1992
Nach dem Ausstieg bei Yes gründete Jon Anderson mit Vangelis das Projekt Jon & Vangelis, das mit Hits wie I’ll find my way home und State of Independence auch Charterfolge feiern konnte. Steve Howe war eine zentrale Figur der sogenannten „Supergruppen“, in denen sich Ende der 1970er Jahre in verschiedenen Kombinationen ehemalige Bandmitglieder, vornehmlich aus dem Bereich Progressive Rock, in jeweils neuen Besetzungen zusammenfanden, um sich dem Mainstreamrock zu widmen. So gründete Howe zunächst mit John Wetton von King Crimson, Geoff Downes von Yes und The Buggles sowie Carl Palmer von Emerson, Lake and Palmer die Band Asia, die Anfang der 1980er Jahre zu den kommerziell erfolgreichsten Bands zählte. Später formierte er mit Steve Hackett, dem ehemaligen Gitarristen von Genesis, und anderen die Band GTR.

Chris Squire und Alan White blieben zusammen. Man probte kurzzeitig mit dem ehemaligen Gitarristen von Led Zeppelin, Jimmy Page, unter dem Namen XYZ, was aber zu keinem langfristigen Engagement geriet, da Robert Plant, der nach einiger Zeit dazustieß, das Material für zu verkopft hielt. Einige der Songideen erschienen später als Bootleg und auf Alben von The Firm und Yes. Unter dem Projektnamen Cinema arbeiteten Squire und White weiter, ehe ihnen der südafrikanische Gitarrist Trevor Rabin, ein ehemaliges Mitglied von Rabbitt, vorgestellt wurde. Als man auch noch den ehemaligen Yes-Keyboarder Tony Kaye dazugewann, nahm das Projekt konkretere Gestalt an. Immer noch unter dem Namen Cinema und unter Nutzung der jüngsten Songideen des jungen Trevor Rabin, die großes kommerzielles Potenzial hatten, bereitete man ein neues Album vor, ehe Jon Anderson plötzlich wieder dazustieß. Anderson zeigte sich von den neuen Liedern angetan und bot an, für die Band zu singen. In dem Zusammenhang beschlossen die Musiker, den Namen Yes zu reaktivieren, da ein bekannter Name leichter zu bewerben war als eine unbekannte Band namens Cinema.

Das 1983er Album 90125 geriet zum millionenfach verkauften Erfolg für Yes, die nun relativ gradlinige Rockmusik spielten, die auch problemlos im Radio gespielt werden konnte. Die Band hatte sich von der kollektiven Kompositionsmethode, die ihren Stil in den siebziger Jahren entscheidend geprägt hatte, abgewandt. Ohnehin war der Progressive Rock zu diesem Zeitpunkt überholt. Folgerichtig wurde die Albumauskopplung Owner Of A Lonely Heart auch zum größten Singlehit der Band. Das von Regisseur Steven Soderbergh gefilmte Livevideo 9012Live: The Solos der folgenden Konzerttournee wurde für einen Grammy nominiert. Verantwortlich für den kommerziellen Erfolg zeichnete vor allem Trevor Rabin, der einen Großteil der Lieder komponiert hatte und nach und nach die musikalische Leitung der Band übernahm, nachdem zuvor Jon Anderson diese Rolle bei Yes gespielt hatte. Als kongenialer Produzent des Albums hatte sich Trevor Horn betätigt.

Nach dem Ende der 90125-Tour legte die Band eine Pause ein, bevor die Arbeit am folgenden Album in Angriff genommen wurde. Waren Yes bereits seit dem Scheitern der Paris Sessions bis zur Stabilisierung des 90125-Lineups ohnehin eher eine Reihe von (zum Teil gescheiterten) Projekten (Drama, XYZ) gewesen, gab es seit Mitte der 80er Jahre keine stabile Band mehr. Bis heute finden sich verschiedene Musiker immer wieder zu Aufnahmen und Tourneen unter dem Namen „Yes“ – oder „Anderson, Bruford, Wakeman, Howe“, „Circa:“, daneben gibt es zahlreiche Soloprojekte der Yes-Mitglieder, bei denen z. T. ehemalige Bandkollegen beteiligt sind – in wechselnden Besetzungen zusammen, eine konstante Band gab es jedoch seitdem nicht mehr.

Die 90125-Besetzung nahm in schwierigen und langwierigen Sessions mit Big Generator (1987) ein weiteres Rockalbum auf, das den Erfolg von 90125 aber nicht wiederholen konnte. Ein größerer Singlehit blieb ebenfalls aus. Jon Anderson war zunehmend unzufrieden mit seiner Rolle in der Gruppe. Trevor Rabin dominierte Yes und wollte viele Ideen von Anderson nicht zulassen, weshalb dieser Yes 1988 zum zweiten Mal verließ.

Es folgte die wohl kurioseste Episode der Bandgeschichte: Jon Anderson versammelte die ehemaligen Yes-Mitglieder Steve Howe, Bill Bruford und Rick Wakeman um sich, um ein neues Album aufzunehmen. Gleichzeitig jedoch probten Trevor Rabin, Chris Squire, Tony Kaye und Alan White weiter. Es existierten somit zwei Bands, die beide von sich behaupten konnten, Yes zu sein. Es gab einige Auseinandersetzungen vor Gericht hinsichtlich des Bandnamens. Die Namensrechte an Yes lagen allerdings bei Chris Squire, der diese auch nicht hergeben wollte, weshalb das 1989er Album der Musiker um Howe als Anderson Bruford Wakeman Howe veröffentlicht werden musste. Am Bass wirkte hier Tony Levin mit, der schon mit diversen Musikern des Genres wie Peter Gabriel zusammengearbeitet hatte und damals mit Bruford die Rhythmussektion von King Crimson bildete. Das Album bemühte sich, wieder etwas progressiver zu klingen, was in den Augen der alten Fans auch voll und ganz gelang.

Anfang der 1990er Jahre bereiteten beide Yes-Fraktionen neue Stücke vor. Das zweite Album von Anderson, Bruford, Wakeman, Howe, Dialogue, kam jedoch nie zustande, da es 1991 aufgrund einer Idee Andersons zum Zusammenschluss beider Lager kam. Es war das dritte Mal in der Geschichte von Yes, dass ein Album, das mitten in der Vorbereitung war, nicht fertiggestellt werden konnte. Man brachte stattdessen zu acht das Album Union (1991) heraus, auf dem zwar Jon Anderson, Chris Squire, Steve Howe, Rick Wakeman, Bill Bruford, Alan White, Tony Kaye und Trevor Rabin vertreten sind, ohne dabei aber jemals im Studio gemeinsam gespielt zu haben. Tatsächlich wurden die Lieder getrennt produziert und aufgenommen, und die von Wakeman, wahrscheinlich auch viele von Bruford und Howe eingespielten Teile wurden von Sessionmusikern ersetzt (darunter Gitarrist Jimmy Haun, der 2006 mit White, Kaye und dem späteren Yes-Mitglied Billy Sherwood die Band Circa: gegründet hat) – was von Anfang an für Spannungen sorgte. Es folgte aber eine Welttournee mit allen acht Mitgliedern.


1992 bis heute
Unmittelbar nach der Tournee wurde nicht zuletzt auf Druck der Plattenfirma die Besetzung der Band ausgedünnt. Steve Howe und Bill Bruford gingen freiwillig, Rick Wakeman, dessen Verbleib in der Band lange Zeit unklar blieb, musste einige Zeit später gehen. Man versprach sich größeren kommerziellen Erfolg mit Trevor Rabin als Bandleader. Es folgte 1994 das Album Talk, das allerdings keinen großen Erfolg mehr für sich verbuchen konnte. Mit Talk setzte die Kritik am Schlagzeugspiel Alan Whites wieder ein, die seit seinem Einstand als Ersatz für Bill Bruford 1972 nie ganz verstummt war, sie hat sich seither mit jeder Veröffentlichung verstärkt: Sein Spiel sei allzu schlicht, allzu einfallslos. Zudem trennten sich bald nach der Veröffentlichung die Wege von Trevor Rabin und Yes. Nach einem auf seine Alkoholprobleme zurückzuführenden Herzanfall Squires kurz vor der Talk-Tour stand sein Verbleiben in der Band kurzzeitig in Frage, doch er erholte sich, und Yes gingen auf eine Tour, die aufgrund mangelnden Zuschauerinteresses jedoch vorzeitig beendet wurde; in Europa fanden keine Konzerte statt. Danach ging die Band erneut auseinander. Während Rabin sich in der Folge einen Namen als Filmkomponist vor allem für Filme des Produzenten Jerry Bruckheimer machte, bemühten sich die verbliebenen Musiker zum wiederholten Male um einen Neubeginn. Die „klassische“ Besetzung mit Anderson, Squire, Howe, Wakeman und White fand wieder zusammen.

1996 und 1997 wurden zwei Alben mit aktuellen Liveaufnahmen und neuen Studiotracks veröffentlicht, die eine Rückkehr zum Progressive Rock der 1970er Jahre einzuläuten schienen. Rick Wakeman, der ohnehin nur von fern zu den neuen Studiotracks beigetragen und sich an den drei Keys to Ascension-Konzerten beteiligt hatte, verließ allerdings nach den beiden Alben Keys to Ascension und Keys to Ascension 2 und einer unter dem Titel Know-Tour angekündigten, dann aber abgesagten Tournee erneut die Band. Es folgte, dafür mit Billy Sherwood (Gitarre) und Igor Khoroshev (Keyboards), das Pop-Album Open Your Eyes, eigentlich zur Veröffentlichung unter dem Namen eines Nebenprojekts von Squire und Sherwood, Conspiracy, vorgesehen und im letzten Moment zu einem Yes-Album „umfunktioniert“; die Plattenfirma hatte angesichts einer geplanten Tour, der größten seit 1971, auf einem neuen Album bestanden. Auch das Nachfolge-Album The Ladder versuchte eher, die 80er-Popfraktion unter den Yes-Fans anzusprechen, auch wenn es als Fusion des 70er- (Roger-Dean-Cover) und des 80-er Stils angekündigt und vermarktet wurde. Doch diese beiden Versuche, kommerziell erfolgreich zu sein, scheiterten ebenso wie der bislang letzte: Sowohl Sherwood als auch Khoroshev verließen Yes, ehe die Formation, zum ersten Mal in der Bandgeschichte ohne eigenen Keyboarder, im Jahre 2001 das Album Magnification herausbrachte. Sie versuchte sich an einer Fusion aus Rockinstrumenten und Symphonieorchester. Die orchestrale Musik von Yes schien prädestiniert für diese Herangehensweise zu sein. Es folgte eine Yessymphonic Tour, in der auch Klassiker der Band mit Orchesterunterstützung präsentiert wurden.

2002 schließlich entschied sich Rick Wakeman dafür, zum fünften Mal Yes beizutreten. Bis 2004 gaben Yes in der „klassischen“ Besetzung Anderson, Howe, Squire, Wakeman und White regelmäßig Konzerte in den USA und Europa. Danach ist es still um die Band geworden, auch wenn ihre Mitglieder sehr aktiv ihre eigenen Solo- und Nebenprojekte verfolgen:

Jon Anderson tourt nach Genesung von einigen gesundheitlichen Problemen allein und als Duo mit Rick Wakeman, der ebenfalls seine Solo-Karriere weiterführt, regelmäßige Auftritte abseits von Yes jedoch aus gesundheitlichen Gründen eingestellt hat.
Steve Howe ist zu den in Originalbesetzung reformierten Asia zurückgekehrt, die 2006 eine Welttournee antraten und 2008 ein neues Studioalbum veröffentlicht haben.
Chris Squire hatte im Frühjahr 2004 mit Stephen Nardelli, Martyn Adelman, Gerard Johnson und Peter Banks seine 60er-Jahre Band The Syn reformiert, diese aber 2006 wieder verlassen. Auch am Projekt Conspiracy ist er nicht mehr beteiligt. Billy Sherwood führt das Projekt allein weiter, für ein neues Album sind Gastauftritte von Tony Kaye, Peter Banks, Schlagzeuger Jay Schellen (World Trade, ehem. Asia und Hurricane) und Gitarrist Gary Green (ehem. Gentle Giant) angekündigt. Außerdem setzt Sherwood seine Mitarbeit an zahlreichen Tribute-Alben fort. Chris Squire arbeitet seither zusammen mit Gerard Johnson an einem zweiten Solo-Album, während The Syn mit neuer Besetzung weiterarbeiten.
Alan White rief mit Mitgliedern von MerKaBa sein Bandprojekt White ins Leben.
Mehrere (ehemalige) Yes-Musiker haben sich unter dem Namen Circa: zu einer neuen Band zusammengefunden: Billy Sherwood (Bass, Gesang), Alan White (Schlagzeug, Gesang), Tony Kaye (Hammond, Keyboards) und Jimmy Haun (Gitarre, Gesang, vorher bereits auf Union und beim Chris Squire Experiment zu hören. Das Debütalbum Circa: 2007 ist im August 2007 erschienen, der Nachfolger Circa: HQ 2009. Die Band plant mehr als nur eine vorübergehende Zusammenarbeit.
Ein neues Yes-Album waren ebenso wie ein Filmprojekt mit dem englischen Cover-Künstler Roger Dean oder gar die Auflösung der Band immer wieder mal im Gespräch. Im Frühjahr 2007 wurde jedoch bekannt, dass es für 2008 (das 40-jährige Bandjubiläum) Planungen für eine Welttournee gab. Angekündigt wurden Konzerte in Osteuropa (konkret: Prag) und Nordamerika (evtl. einschließlich Mexiko). Zwischendurch schien sich herauszustellen, dass die lange Bühnenabstinenz der Band weniger auf die gesundheitlichen Probleme Andersons (und Wakemans) zurückzuführen sind, sondern ihren Grund darin hat, dass Andersons spirituelle Führerin, die „Divine Mother“ Audrey Kitagawa, die ihm, wie er selbst sagt, dabei hilft, „in die vierte Dimension zu sehen“, dringend davon abgeraten hat, vor 2008 live aufzutreten. Das war jedenfalls von Anderson als Grund für die Absage eines Auftritts an der PG School of Rock Music im Juli 2007 angegeben worden und man hatte schon früher Ähnliches von ihm gehört. Mittlerweile hat das Management aufgrund der Verärgerung vieler Fans (und der anderen Bandmitglieder, vor allem Howes, Squires und Whites) allerdings von dieser Erklärung Abstand genommen und die gesundheitlichen Gründe wieder ins Spiel gebracht.

Die für den Sommer geplante Comeback-Tournee wurde am 4. Juni 2008 aufgrund gesundheitlicher Probleme Andersons abgesagt. Einige Wochen zuvor war dieser mit einem akuten Asthma-Anfall ins Krankenhaus eingeliefert worden und die Ärzte hatten ihm von einer Konzerttournee abgeraten.

Im September 2008 wurde bekannt, dass Benoit David, der Sänger der kanadischen Yes-Coverband Close To The Edge, Anderson auf künftigen Tourneen ersetzen wird.

Quelle Wikipedia


Di 30. Jun 2009, 17:47
Profil
V.I.P. Benutzer
Benutzeravatar

Registriert: Fr 12. Jun 2009, 08:01
Beiträge: 2065
Beitrag Re: Yes
Alben

1969 Yes
01. Beyond And Before
02. I See You
03. Yesterday And Today
04. Looking Around
05. Harold Land
06. Every Little Thing
07. Sweetness
08. Survival

1970 Time And A Word
01. No Opportunity Necessary, No Experience Needed
02. Then
03. Everydays
04. Sweet Dreams
05. The Prophet
06. Clear Days
07. Astral Traveller
08. Time And A Word

1971 The Yes Album
01. Yours Is No Disgrace
02. Clap (live)
03. Life Seeker
04. Disillusion
05. Würm
06. Your Move
07. All Good People
08. A Venture
09. Perpetual Change

1971 Fragile
01. Roundabout
02. Cans And Brahms (Extracts From Brahms' 4th Symphony In E Minor, Third Movement)
03. We Have Heaven
04. South Side Of The Sky
05. Five Per Cent For Nothing
06. Long Distance Runaround
07. The Fish (Schindleria Praematurus)
08. Mood For A Day
09. Heart Of The Sunrise

1972 Close To The Edge
01. Close To The Edge
02. The Solid Time Of Change
03. Total Mass Retain
04. I Get Up I Get Down
05. Seasons Of Man
06. Cord Of Life
07. Eclipse
08. The Preacher The Teacher
09. Apocalypse
10. Siberian Khatru

1973 Tales From Topographic Oceans
01. The Revealing Science Of God (Dance Of The Dawn)
02. The Remembering (High The Memory)
03. The Ancient (Giants Under The Sun)
04. Ritual (Nous Sommes Du Soleil)

1973 Yessongs
01. Opening (Excerpt From 'Firebird Suite') (live)
02. Siberian Khatru (live)
03. Heart Of The Sunrise (live)
04. Perpetual Change (live)
05. And You And I (live)
06. Mood For A Day (live)
07. Excerpts From 'The Six Wives Of Henry VIII' (live)
08. Roundabout (live)
09. I've Seen All Good People (live)
10. Long Distance Runaround/The Fish (Schindleria Praematurus) (live)
11. Close To The Edge (live)
12. Yours Is No Disgrace (live)
13. Starship Trooper (live)

1974 Relayer
01. The Gates Of Delirium
02. Sound Chaser
03. To Be Over

1977 Going For The One
01. Going For The One
02. Turn Of The Century
03. Parallels
04. Wonderous Stories
05. Awaken

1978 Tormato
01. Future Times
02. Don't Kill The Whale
03. Madrigal
04. Release, Release
05. Arriving UFO
06. Circus Of Heaven
07. Onward
08. On The Silent Wings Of Freedom

1980 Drama
01. Machine Messiah
02. White Car
03. Does It Really Happen?
04. Into The Lens
05. Run Through The Light
06. Tempus Fugit

1980 Yesshows
01. Parallels (live)
02. Time And A Word (live)
03. Going For The One (live)
04. The Gates Of Delirium (live)
05. Don't Kill The Whale (live)
06. Ritual (Nous Sommes Du Soleil) (Part 1) (live)
07. Ritual (Nous Sommes Du Soleil) (Part 2) (live)
08. Wonderous Stories (live)

1983 90125
01. Owner Of A Lonely Heart
02. Hold On
03. It Can Happen
04. Changes
05. Cinema
06. Leave It
07. Our Song
08. City Of Love
09. Hearts

1987 Big Generator
01. Rhythm Of Love
02. Big Generator
03. Shoot High, Aim Low
04. Almost Like Love
05. Love Will Find A Way
06. Final Eyes
07. I'm Running
08. Holy Lamb (Song For Harmonic Convergence)

1991 Union
01. I Would Have Waited Forever
02. Shock To The System
03. Masquerade
04. Lift Me Up
05. Without Hope You Cannot Start The Day
06. Saving My Heart
07. Miracle Of Life
08. Silent Talking
09. The More We Live/Let Go
10. Angkor Wat
11. Dangerous (Look In The Light Of What You'Re Searching For)
12. Holding On
13. Evensong
14. Take The Water To The Mountain

1994 Talk
01. The Calling
02. I Am Waiting
03. Real Love
04. State Of Play
05. Walls
06. Where Will You Be
07. Endless Dream: I. Silent Spring
08. Endless Dream: II. Talk
09. Endless Dream: III. Endless Dream

1996 Keys To Ascension
01. Siberian Khatru (Live)
02. The Revealing Science Of God (Live)
03. America (Live)
04. Onward (Live)
05. Awaken (Live)
06. Roundabout (Live)
07. Starship Trooper (Live)
08. Be The One (Live)
09. That, That Is

1997 Open Your Eyes
01. New State Of Mind
02. Open Your Eyes
03. Universal Garden
04. No Way We Can Lose
05. Fortune Seller
06. Man In The Moon
07. Wonderlove
08. From The Balcony
09. Love Shine
10. Somehow, Someday
11. The Solution

1997 Keys To Ascension 2
01. I've Seen All Good People (Live)
02. Going For The One (Live)
03. Time And A Word (Live)
04. Close To The Edge (Live)
05. Turn Of The Century (Live)
06. And You And I (Live)
07. Mind Drive
08. Foot Prints
09. Bring Me To The Power
10. Children Of Light
11. Sign Language

1999 The Ladder
01. Homeworld (The Ladder)
02. It Will Be A Good Day (The River)
03. Lightning Strikes
04. Can I?
05. Face To Face
06. If Only You Knew
07. To Be Alive (Hep Yadda)
08. Finally
09. The Messenger
10. New Language
11. Nine Voices (Longwalker)

2001 Magnification
01. Magnification
02. Spirit Of Survival
03. Don't Go
04. Give Love Each Day
05. Can You Imagine
06. We Agree
07. Soft As A Dove
08. Dreamtime
09. In The Presence Of
10. Time Is Time

2003 The Ultimate Yes - 35th Anniversary Collection
01. Yours Is No Disgrace
02. Survival
03. Roundabout
04. Then
05. All Good People
06. Heart Of The Sunrise
07. Würm
08. Ritual: Nous Sommes Du Soleil
09. Siberian Khatru
10. Long Distance Runaround
11. Wonderous Stories
12. Apocalypse
13. Soon
14. Going For The One
15. Don't Kill The Whale
16. Owner Of A Lonely Heart
17. Leave It
18. Big Generator
19. The Calling
20. Homeworld (The Ladder)
21. Awaken


Di 30. Jun 2009, 17:49
Profil
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 2 Beiträge ] 

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Gehe zu:  
Impressum | Datenschutzrichtlinie | Nutzungsbedingungen

Powered by phpBB © phpBB Group.
Designed by Vjacheslav Trushkin.
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de
[ Time : 0.461s | 19 Queries | Krebs | d15 ]